• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Wissenfrage

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Länder & Leute
  • Südostasien
  • Vietnam
  • Wissenfrage

Wissensfrage

Mehr zum Artikel

Vietnam
Wissensfrage
Geschichte Vietnams
Ho Chi Minh
Wassermarionetten
Traditioneller Sport

Warum gelten die Vietnamesen als Meister des Tunnelbaus?

Das berühmt-berüchtigte Tunnelsystem von Cu Chi 35 Kilometer nordwestlich von Saigon gehört heute zu den meistbesuchten Touristenzielen Vietnams. Es wurde von Bauern und Widerstandskämpfern bereits in den 1930er Jahren angelegt, um Waffen und Vorräte vor den französichen Besatzern zu verstecken. Ende der 1960er Jahre wurde es ausgebaut, bis sich das Netz aus unterirdischen Gängen und Höhlen auf drei Ebenen in bis zu zehn Meter Tiefe über eine Länge von 220 bis 250 Kilometer erstreckte. Die Gänge waren so eng und niedrig, dass sie für die meist größer gewachsenen und häufig schwer bepackten amerikanischen Soldaten unzugänglich waren. Das Tunnelsystem umfasste ganze Befehlsstände, Lazarette und Feldküchen. Es wurde von den Partisanen oft Wochen und Monate nicht verlassen. Dennoch sind etwa 12.000 von ihnen durch flächenhafte Bombardements oder speziell ausgebildete Soldatentrupps der Amerikaner darin ums Leben gekommen.

Schwarzweiß-Foto: Szene aus dem Film 'Apocalypse Now', in der ein amerikanisches Schiff auf einem Fluss von Flößen umzingelt wird. (Rechte: WDR/Tobis Filmkunst)

"Apocalypse Now" besticht durch aufwendige Filmszenen

Vergrößern

Einer der berühmtesten Filme über den Vietnamkrieg ist "Apocalypse Now". Wo wurde er gedreht?

Nach vier Jahren Dreh- und Bearbeitungszeit für die damalige Rekordsumme von 30,5 Millionen US-Dollar kam das Vietnamepos "Apocalypse Now" von Francis Ford Coppola 1979 in die Kinos. Die Dreharbeiten waren "... exakt wie Krieg", so Coppola. "Ich war der General. Wir fielen in ein fremdes Land ein und lösten mit unserem Millionenbudget eine Inflation aus." Budget und Termine wurden überzogen, zwei Sets von einem Taifun zerstört, das Team wurde krank, der Hauptdarsteller Charly Sheen erlitt einen Herzinfarkt und Dennis Hopper musste am Hamburger Tropeninstitut behandelt werden. Die Strapazen haben sich dennoch gelohnt: Der beeindruckende Streifen wurde ein Kultfilm, ausgezeichnet mit zwei Oscars, drei Golden Globes und der Goldenen Palme in Cannes. Gedreht wurde er jedoch nicht in Vietnam, sondern auf den Philippinen und in der Dominikanischen Republik.

Blick über ein bewachsenes Ufer auf einen Fluss, dessen Wasser rötlich schimmert. (Rechte: WRD/laif) (Rechte: WDR/laif)

Der "Rote Fluss" führt viele Sedimente mit sich

Vergrößern

Woher hat der "Rote Fluss" in Nordvietnam seinen Namen?

Der knapp 1200 Kilometer lange Strom, der in China entspringt und 510 Kilometer durch Nordvietnam fließt, ist der einzige Fluss Südostasiens, der eingedeicht werden muss. Grund dafür sind die in Regenzeiten drohenden Springfluten, die früher zu verheerenden Überschwemmungskatastrophen führten. Sein fruchtbares Delta von der Größe Schleswig-Holsteins ist neben dem Mekong-Delta im Süden eines der weltweit bedeutendsten Anbaugebiete für Reis. Der Name "Roter Fluss" (vietnamesisch: Song Hong oder Hong Ha) geht auf die von rötlichen Lehmsedimenten herrührende Farbe zurück.

Ein vietnamesisches Pärchen schaut gemeinsam in ein Buch. (Rechte: WDR)

Viele Vietnamesen lernten in der DDR Deutsch

Vergrößern

Warum sprechen viele Vietnamesen erstaunlich gut Deutsch?

In den 1980er Jahren kamen infolge eines Freundschaftsabkommens mehr als 200.000 Vietnamesen als Gastarbeiter und Studenten (Physiker, Mediziner, Ingenieure) in die DDR. Zugleich leistete das sozialistische Bruderland Entwicklungshilfe in Höhe von etwa einer Milliarde Ostmark. Im Gegenzug exportierte Vietnam Kaffee, Tee, Kautschuk und Pfeffer in die DDR. Im Rahmen des Rückführungsvertrages ging nach dem Fall der Mauer ein großer Teil von ihnen wieder zurück in ihre asiatische Heimat.

Weshalb hat fast die Hälfte aller Vietnamesen den selben Nachnamen?

Fast 50 Prozent der Vietnamesen heißen tatsächlich mit Nachnamen Nguyen. Der Name geht auf das Herrschergeschlecht der Nguyen zurück, das seit dem 16. Jahrhundert die Geschichte des Landes entscheidend mitgeprägt hat. Nach langen Kämpfen mit konkurrierenden Adelsfamilien stellten die Nguyen 1802 zum ersten Mal den Kaiser. Die Dynastie blieb bis ins 20. Jahrhundert hinein auf dem Thron. Der letzte Spross der Familie, Kaiser Bao Dai, wurde 1945 abgesetzt. Daneben gibt es in Vietnam nur noch etwa 300 andere Familiennamen.

Kirsten Praller, Stand vom 01.06.2009

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Südostasien. (Rechte: WDR)

Südostasien


  • Thailand
  • Kambodscha
  • Regenwald

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema Flaggen-Quiz (Rechte: WDR/SWR)

Flaggen

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/laender_leute/suedostasien/vietnam/wissensfrage_vietnam.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.