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Unbekannte Highlights

Grand Canyon, Yellowstone - von diesen Nationalparks haben vermutlich auch viele Menschen schon gehört, die den Boden der Vereinigten Staaten noch niemals betreten haben. Doch es gibt auch andere Parks, die weniger bekannt sind. Oder diejenigen, deren Ruf zumindest im Ausland nicht so weit verbreitet ist. Und trotzdem ist jeder Park jeweils auf seine Art etwas ganz Besonderes.

Das Bild zeigt eine Insel, die in das orangefarbene Licht eines Sonnenuntergangs getaucht ist. (Rechte: Mauritius)

Nur wenige Touristen besuchen den Channel Islands National Park

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Der tiefste See

Der Crater Lake ist tiefblau und rund, umschlossen von hohen Klippen. Mit 592 Metern Tiefe ist er der tiefste See der USA. Gespeist wird er ausschließlich von Schmelzwasser; es gibt keinen Zu- oder Ablauf in dem See. Bis vor rund 7700 Jahren stand an dieser Stelle der Mount Mazama, ein 3660 Meter hoher Vulkan. Nach einem großen Ausbruch fiel der Berg jedoch gewissermaßen in sich zusammen; übrig blieb der beinahe kreisförmige Rand, der sich mit Wasser füllte, bis in seiner Mitte nur noch zwei Inseln als Erhebungen zu sehen blieben.

Das Bild zeigt eine Pflanze mit silbrigen, schwertförmigen Blättern und einem mannshohen Blütenstand (Rechte: Mauritius)

Das Silberschwert blüht nur ein einziges Mal

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Die meisten gefährdeten Pflanzenarten

35 als bedroht oder gefährdet registrierte Pflanzenarten findet man im Haleakala National Park auf Hawaii. Eine der bekanntesten ist das sogenannte Silberschwert, ein Korbblütengewächs mit einem bis zu zwei Meter hohem Blütenstand und silbrig behaarten schwertförmig geformten Blättern. Es wächst auf dem schroffen Vulkangestein der Insel Maui. Der Park umfasst Lebensräume ganz unterschiedlicher Art: Küstengelände mit feucht-tropischem Klima und zahlreichen Bächen und Teichen, und raue Berggipfel mit bis zu 3055 Metern Höhe. Das hat auch Auswirkungen auf die Temperatur: Die fällt von der Küste bis zum höchsten Gipfel, dem Haleakala volcano, um rund 17 Grad Celsius. Beliebt ist der Haleakala-Gipfel bei Hobby-Astronomen - von hier aus kann man mit einem Fernglas sogar die Jupitermonde sehen. Allerdings müssen die Sterngucker stets auf einen Wetterumschwung gefasst sein. In den Bergregionen des Parks wechselt das Wetter sehr rasch und häufig; Wettervorhersagen ist hier kaum zu trauen.

Das Bild zeigt einen beigefarbenen Fuchs mit buschigem Schwanz. (Rechte: dpa)

Der Inselfuchs ist so groß wie eine Hauskatze

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Die meisten gefährdeten Tierarten

Der Channel Islands National Park in Kalifornien bietet insgesamt 18 gefährdeten Tierarten ein Zuhause. Der Park umfasst fünf Inseln direkt vor der kalifornischen Festlandküste und den Ozean um die Inseln herum. Dort leben zum Beispiel Blauwale, die größten Säugetiere der Erde. Durch die Trennung vom Festland haben sich auf den Inseln Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen. Auf den Inseln selbst wurden 145 Tier- und Pflanzenarten gefunden, die nur hier überhaupt vorkommen. So lebt hier der Island Fox, ein Fuchs in der Größe einer Hauskatze. Die besondere Lage des Parks erschwert die Situation allerdings für Touristen: Sie können nur per Boot oder Flugzeug anreisen. Deshalb zählt der Channel Islands National Park zu den am wenigsten frequentierten Nationalparks mit knapp 250.000 Besuchern pro Jahr.

Das Bild zeigt einen weiß leuchtenden Gletscher auf dunkelgrauen, felsigen Bergen. (Rechte: dpa)

Ein Gletscher im Wrangell-St.Elias National Park

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Der größte Park

In den Wrangell-St. Elias National Park in Alaska würde der Yellowstone Park etwa sechs Mal hineinpassen. Schneebedeckte Gipfel und zahlreiche Gletscher bestimmen hier das Bild. Vier Bergketten treffen auf dem Gelände des Parks zusammen. Sie umfassen allein neun der 16 höchsten Berge in den Vereinigten Staaten. Nahe der Küste liegt Bagley Icefield, das größte Eisfeld der Vereinigten Staaten unterhalb des Pols. Dort findet man Gletscher gigantischen Ausmaßes. Der Hubbard Glacier beispielsweise ist von seinem Ursprung im kanadischen Yukon bis zum Meer 122 Kilometer lang.

Zu sehen ist ein schneebedeckter hoher Berg (Rechte: Imago)

Der Mount McKinley ist Teil der Seven Summits

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Der höchste Berg

Mount McKinley ist mit  6194 Metern der höchste Berg der USA. Er ist Teil der Gebirgskette der Seven Summits (zu Deutsch: sieben Gipfel) in Alaska. Benannt wurde der Berg nach dem 25. US-Präsidenten William McKinley. In Alaska trägt er jedoch noch seinen traditionellen Namen "Denali", und so heißt auch der Park, der ihn umgibt, Denali National Park. Dort findet man Grizzlybären, das nordamerikanische Rentier Karibu, Wölfe, Elche und weiße Alaska-Schneeschafe mit mächtigen gebogenen Hörnern. Das Besondere: Nur eine lange Straße durchzieht die Weiten des Parks. Wer nicht laufen möchte oder mit dem Rad fährt, muss den Bus nehmen; private Pkw sind nur in Ausnahmefällen zugelassen.

Christina Lüdeke, Stand vom 11.11.2009

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Bildcollage zum Thema USA. (Rechte: .)

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