Andreas Korn
Mein Leben fing jung an, und ich habe schon als Kind ein eigenes Fernsehstudio aufgebaut und dann die ersten Sendungen vor meiner Videokamera präsentiert. Dabei wollte ich eigentlich gar kein Moderator werden, sondern Rockstar. Was ist nur passiert? 25 Jahre später zitiere ich Juliane Werding (ehrlich gesagt kenne ich auch nur den einen Song von ihr). Nach dem Abitur habe ich direkt beim NDR-Hörfunk angefangen. Nach vier Jahren bin ich dann zum Fernsehen gewechselt, zum ZDF. Dort habe ich die vergangenen zehn Jahre die verschiedensten Formate für Groß und Klein präsentiert. Einer Sendung bin ich ja nach wie vor treu geblieben, den ZDF-Kindernachrichten "logo!". Also, wenn Ihre Kinder oder Enkel mal ne gute Sendung sehen wollen...
Studiert habe ich übrigens Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Journalismus und Theaterwissenschaft in München und Berlin. Letzteres ist meine Wahlheimat. Hauptsächlich wegen der Currywurst.
Fünf Fragen an Andreas Korn
Worauf warst Du schon als Kind neugierig?
Ich wollte immer wissen, wie es ist, erwachsen zu sein. Und - ehrlich gesagt - suche ich immer noch die Antwort auf diese Frage.
Du darfst einen Tag jemand anders sein. Wer wärst Du gerne?
Angela Merkel. Ich würde sicherlich als erstes zum Friseur gehen, aber dann gebannt und gespannt gucken, wie es sich so als weibliche Chefin von Deutschland lebt. Ich habe einen ungeheuren Respekt vor den Leistungen unserer Politiker. Wahrscheinlich würde ich Angies strammen Terminkalender sowieso nur einen Tag überleben. Äußerst spannend. Falls sie zufällig diese Zeilen liest: Ich stehe zur Verfügung!
Wie sieht für Dich das perfekte Wochenende aus?
Auf alle Fälle beginnt es mit einem entspannten Frühstück in einem schönen Café mit meinen Lieblingsmenschen. Anschließend geht es auf Flohmärkte, in Museen, auf und in Seen mit und ohne Ruderboote, zum Shoppen und zum Sport. Dann gibt es ein Schnitzel mit Pommes und anschließend eine Tasse ausgezeichneten Cappuccino mit fantastischem Milchschaum. Zum Ruhen wird ein Buch vom Stapel genommen, zum Beispiel endlich Tolstojs Anna Karenina. Abends geht es ins Theater, dann in eine Bar und anschließend wird getanzt, bis die Sonne aufgeht. Und wenn Sie jetzt denken: Wie soll man das alles an einem Wochenende schaffen? Keine Ahnung. Aber die Frage war ja auch nach einem perfekten Wochenende...
Wohin geht Dein Traumurlaub?
Ich reise unglaublich gerne und viel. Super fasziniert bin ich von den fernöstlichen Ländern und Kulturen: Indonesien, Vietnam, Thailand. Schwimmen, lesen, essen ... lächeln!
Du darfst ein Museum zusammenstellen. Was würde man darin finden?
Wow. Nur eins. Es dürfte schwierig sein, sich zu entscheiden. Am Wichtigsten sind mir im Leben Grundwerte. Darauf würde sich mein erstes Museum stürzen, nämlich auf die Erinnerung daran, dass unser aller Zusammenleben am Besten auf der Grundlage von Respekt und Toleranz funktioniert. Und wenn wir alle jeden Tag ein klein bisschen mehr lächeln, dann kommt uns die Schlange an der Kasse auch gar nicht mehr so lange vor.




