Brigitte Pavetic
Seit Herbst 2005 moderiere ich Planet Wissen. Damit ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Als Planet Wissen noch relativ neu war, da schaute ich schon zu und dachte: 'Mensch, das ist etwas, das würdest du auch unheimlich gerne machen.' Und dass es tatsächlich geklappt hat, darüber freue ich mich unglaublich.
Fünf Fragen an Brigitte Pavetic
Worauf warst du schon als Kind neugierig?
Mich hat als Kind schon alles zum Thema Unterwasserwelt fasziniert. Jacques Cousteau war mein großer Held. Ich habe mir fast alle Reportagen von ihm angesehen. Zeitweise habe ich auch mal mit dem Gedanken gespielt, Meeresbiologin zu werden. Es kommt also nicht von ungefähr, dass ich dann später selbst mit dem Tauchen angefangen habe.
Und es gibt noch einen anderen Bereich: Film und Fernsehen. Der erste Film, an den ich mich erinnern kann, ist "Tarzan" mit Johnny Weissmüller. Ich fand und finde diesen Streifen immer noch faszinierend. Ins Kino gehen, das war für mich als Kind völlig normal. Und ich liebte es auch fernzusehen. Ich lernte sogar die Abspanne der Filme auswendig und weiß heute noch ziemlich genau über viele Filme aus meiner Kindheit Bescheid. Die Faszination für bewegte Bilder ist bis heute ungebrochen.
Was ist das Schönste an deinem Beruf?
Als Journalist darfst du, musst du neugierig sein. Du hast die Chance, dich mit ganz vielen unterschiedlichen Themen zu befassen. Dein Leben wird praktisch niemals langweilig. Als TV-Moderator stehst du nicht nur vor der Kamera, du gehst gleichzeitig in eine prägende Lebensschule. Du entdeckst dich neu, bewertest dich neu, erfindest dich neu. Und ganz am Ende steht die Erkenntnis, dass eine Sache ganz wichtig ist, wenn du moderierst: Ehrlichkeit, Authentizität. Der Zuschauer spürt es, ob du das, was du da tust, auch ernst nimmst und ernst meinst.
Von der Arbeit zur Freizeit: Wie sieht für dich das perfekte Wochenende aus?
Ein bisschen Sport machen, zum Beispiel laufen. Dann gehe ich gerne ins Kino oder treffe Freunde. Oder ich versuche mich zu entspannen, zum Beispiel vor dem Fernseher, ein bisschen neue Ideen entwickeln in aller Ruhe. Manchmal koche ich auch was. Was ich niemals freiwillig tun würde, sondern nur, wenn es wirklich sein muss, das ist shoppen gehen. Das mag ich überhaupt nicht.
Wohin geht dein Traumurlaub?
Nach Mosambik. Hier lebt ein guter Bekannter von mir und taucht nach versunkenen Schätzen. Oder nach Indonesien, zu den Orang Utans. Ich war aber auch noch nie in China, Vietnam oder Kambodscha. Das fände ich spannend, die Chinesische Mauer zu sehen oder Angkor Wat. Südamerika wäre fein, auf den Pfaden der Inkas und Mayas zu wandeln. Und eine Safari in Afrika, das ist ein Traum, den ich mir auch gerne erfüllen würde.
Du darfst einen Tag lang jemand anderer sein. Wer wärst du gern?
Leonardo da Vinci. Dieser Mensch war so unglaublich kreativ und neugierig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er Grenzen in seinem Denken kannte. Er dachte bereits an Hubschrauber, U-Boote und Fallschirme, Hunderte von Jahren, bevor sie tatsächlich gebaut wurden. Für ihn war der scheinbare Gegensatz von Kunst und Wissenschaft aufgehoben. Beide Bereiche menschlichen Strebens und Schaffens gehörten für ihn untrennbar zusammen.

