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Blutspende

Wer Blut spendet, rettet Leben. Jedes Jahr spenden in Deutschland Millionen Bundesbürger freiwillig Blut und helfen so den Krankenhäusern, eine umfangreiche Versorgung mit dem kostbaren Lebenssaft zu gewährleisten. Blutspenden ist nicht kompliziert, fast jeder gesunde Mensch darf es. Und auch die Sicherheitsbestimmungen sind so hoch, dass etwaige Bedenken vor Krankheiten leicht zerstreut werden können.

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
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Jo Hiller spendet Blut (7'23'')
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Ablauf der Spende

Zunächst muss ein Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte des Spenders ausgefüllt werden. Danach misst ein Arzt Puls, Blutdruck und Temperatur des Patienten und überprüft dessen Kreislauffunktionen. In einem Schnelltest werden anschließend der Hämoglobingehalt des Blutes getestet und die Blutgruppe bestimmt. Die eigentliche Blutspende wird dann auf einer Liege durchgeführt. Nach einem kleinen Pieks in den Arm wird etwa ein halber Liter in extra dafür konzipierte Beutel "abgezapft". Die ganze Prozedur dauert circa 15 Minuten, danach verbringt der Spender weitere zehn Minuten in einem Ruheraum. Anschließend gibt es zur Stärkung Getränke und Essen, damit der Körper wieder zu Kräften kommt. Das Trinken vor und nach einer Blutspende ist sehr wichtig, da es den Flüssigkeitsverlust durch die Spende rasch ausgleicht. Das Spenderblut wird nach der Blutentnahme auf die wichtigsten Krankheiten und Krankheitserreger wie HIV, Hepatitis oder Syphilis untersucht. Anschließend wird es in seine einzelnen Bestandteile (rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Blutplättchen und Blutplasma) zerlegt und in einer Blutdatenbank gelagert. Eine Vollbluttransfusion wird in der Medizin nur noch selten durchgeführt, da der Körper eines Empfängers meist nur Einzelbestandteile des Blutes benötigt.

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Blutspenden (3'47'')
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Wer darf spenden?

Blut spenden darf in Deutschland jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren, nur bei Erstspendern ist das Höchstalter 60 Jahre. Jeder Spender muss ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm haben. Der Abstand zwischen zwei Blutspenden sollte mindestens acht Wochen betragen. Empfohlen wird ein Abstand von zwölf Wochen, damit sich der Körper ausreichend regenerieren kann. Männer dürfen maximal sechs Mal im Jahr spenden, Frauen nur vier Mal. Nicht spenden dürfen Menschen, die in den vergangenen fünf Monaten tätowiert oder gepierct wurden oder sich innerhalb des vergangenen halben Jahres einer größeren Operation unterziehen mussten. Der größte Blutspendedienst in Deutschland ist das Rote Kreuz. Es deckt über 80 Prozent des bundesweiten Bedarfs an Blutkonserven ab. Gespendet werden kann aber auch in manchen Krankenhäusern, in universitären Einrichtungen oder bei Pharmaunternehmen.

Zwei nebeneinander parkende Kastenwagen des Deutschen Roten Kreuzes mit der Aufschrift 'Blutspendedienst'. (Rechte: WDR/Sepp Spiegl)

Mobile Blutspendewagen

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Was kann gespendet werden?

Bei der Blutspende unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Arten. Die Vollblutspende ist die geläufigste Art. Bei dieser Spende wird das gesamte Blut des Spenders entnommen.
Bei der Blutplasmaspende dagegen wird nur die Blutflüssigkeit entnommen. Alle zellulären Bestandteile wie rote und weiße Blutkörperchen und die Blutplättchen werden dem Körper sofort wieder zugeführt. Blutplasma wird bei Störungen der Blutgerinnung eingesetzt und ist Grundstoff zur Herstellung verschiedener Medikamente.
Die Thrombozytenspende ist enorm wichtig bei Blutgerinnungsproblemen und Blutplättchenmangel. Hierbei werden dem Körper nur die Blutplättchen entnommen, die Blutkörperchen werden ihm anschließend wieder zugeführt. Eine Thrombozytenspende dauert etwa eine Stunde und ist aufwendiger als die normale Blutspende. Sie kann jedoch ebenso wie die Blutplasmaspende theoretisch alle zwei Wochen wiederholt werden, da sich die entnommenen Bestandteile schneller regenerieren.
Eine Sonderform der Blutspende ist die Eigenblutspende. Vor einer Operation ist es in einem geeigneten Zeitraum möglich, dem Patienten bis zu vier Mal Blut abzunehmen, um einen späteren Blutverlust zu kompensieren. Das Blut wird dann in Blutplasma und ein Konzentrat von roten Blutkörperchen getrennt.

Tobias Aufmkolk, Stand vom 18.04.2012

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