Motorik und Koordination
Koordinative Fähigkeiten
Die wichtigsten koordinativen Fähigkeiten sind: Bewegungen mit hoher Präzision und in Feinabstimmung mit anderen Bewegungen ausführen können, kurze Reaktionszeiten auf Signale, räumliche Orientierungsfähigkeit, Rhythmus- und Gleichgewichtsfähigkeit. All diese Fähigkeiten können durch spezielle Übungen geschult und verbessert werden.
Einschränkungen in den motorischen Fähigkeiten können vor allem für ältere Menschen ein Problem werden. Die Sturzgefahr nimmt zu: Senioren können Mehrfachhandlungen nicht mehr koordinieren, zum Beispiel gehen und gleichzeitig die Nase putzen. Wie hilfreich sensomotorisches Training ist, hat eine Studie des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Freiburg gezeigt. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass gezieltes Training erheblich zur Sturzprävention beiträgt.
Aber auch im Alltag eines Büromenschen bleibt die Feinabstimmung von Bewegungen häufig auf der Strecke. Sportwissenschaftler und Sportmediziner plädieren generell für eine Aufwertung koordinativer Tätigkeiten im Gesundheitssport. Denn bei diesen Aktivitäten joggt das Gehirn quasi mit: Koordination ist Bewegung mit allen Sinnen, die informationsorientierte Steuerung von Bewegung.
Harald Brenner, Stand vom 30.01.2012





