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Wie hoch ist das Risiko, ohne sofortige medizinische Hilfe an einem Herzinfarkt zu sterben?

Der Kampf gegen einen Herzinfarkt ist immer ein Kampf gegen die Zeit, jede Sekunde ist kostbar. Sobald die Durchblutung der Herzmuskulatur unterbrochen ist, droht das Absterben der Herzmuskelzellen. Ohne Behandlung sind sie innerhalb weniger Stunden unwiederbringlich verloren. Dann drohen der Tod oder zumindest bleibende Herzschäden. Innerhalb der ersten Stunden nach einem Herzinfarkt ist das Herz auch besonders anfällig für Herzrhythmusstörungen. Dabei kommt es häufig zum sogenannten Kammerflimmern oder -flattern.

Ein Mitarbeiter des 'ASB' kniet neben einem orangefarbenen elektronischen Gerät. (Rechte: WDR/version)

Dieses Gerät dient zur Wiederbelebung

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Unabhängig von der Schwere des vorausgegangenen Infarktes schlägt das Herz dann bis zu 300 Mal in der Minute. Der Kreislauf bricht zusammen, weil sich die Herzkammern überhaupt nicht mehr mit Blut füllen. In der Klinik kann der Arzt mit einem Stromstoß das Herz wieder in den richtigen Takt bringen. Dieser Vorgang nennt sich Defibrillation.

Wichtig bei der Behandlung eines Herzinfarktes ist die korrekte Diagnose, die am besten in einer Klinik mit ihrer umfassenden Ausrüstung gestellt werden kann. Sollte sich ein vermeintlicher Herzinfarkt etwa als Darmblutung oder Gallenkolik entpuppen, wären Maßnahmen wie die Lyse-Therapie oder die Gabe von gerinnungshemmenden Substanzen unter Umständen hochgefährlich. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu überleben, bei sofortiger klinischer Handlung am größten. Wer ganz ohne ärztliche Hilfe bleibt, hat eine Überlebenschance von rund 40 Prozent.

Johannes Hirschler, Stand vom 18.04.2012

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