Wegbereiter der künstlichen Intelligenz
Der Abakus
Der Abakus ist ein Rechenbrett, das seit dem Altertum bis zum Aufkommen des Rechnens mit indisch-arabischen Ziffern (um 15./16. Jahrhundert) für die vier Grundrechenarten benutzt wurde. Besonders die Römer benutzten den Abakus, denn mit den römischen Ziffern konnten viele Rechenoperationen nicht durchgeführt werden, da sie keine Einer-, Zehner- und Hunderterstellen aufweisen.
Hollerith-Lochkarte
Seit ihrer Erfindung durch den Ingenieur Hermann Hollerith, Ende des 19. Jahrhunderts, war die Lochkarte der gebräuchlichste Datenträger bei Rechenmaschinen. Sie diente als Speichermedium und zur Datenverarbeitung. 80 Ziffern oder Zeichen konnten in Form von verschiedenen Lochkombinationen auf einer Karte aufgenommen werden. Die erste große Bewährungsprobe für das Lochkartensystem kam im Jahr 1890, als zur Auswertung der Volkszählung in den USA umfangreiche statistische Zahlenmengen zu verarbeiten waren.
Z3
Konrad Zuse, Ingenieur und Industrieller, schuf 1941 den ersten voll arbeitsfähigen, programmgesteuerten, elektromechanischen Digitalrechner der Welt. 1955 folgte das erste elektronische Gerät, der Z22. Im Jahre 1949 gründete Zuse die Zuse KG für Relais- und Rechenautomaten. Heute gehört das Unternehmen zur Siemens AG.
Home-Computer
Der erste Computer für den Hausgebrauch entstand in einer Garage. Ein Student namens Steven Wozniak baute sich 1972 mit Hilfe eines Freundes einen kleinen Computer zusammen, der keinen Mikroprozessor hatte, sondern in Eigenarbeit gebaute Recheneinheiten. Er wurde mit Schaltern für Adressen- und Dateneingabe programmiert.
Wozniak tüftelte weiter an "seinem" idealen Computer, gründete 1976 die Firma Apple, und ein Jahr später gelang ihm ein weiterer Schachzug: er baute einen Floppycontroller für den Apple II, der den Anschluss eines Diskettenlaufwerks gestattete und dadurch die Entwicklung einiger berühmter Programme, wie VisiCalc (die erste Tabellenkalkulation) oder AppleWriter (Textverarbeitung) ermöglichte. Anfang der 1980er Jahre wurden grafische Benutzeroberflächen entwickelt: der MacIntosh war geboren.
Neuronale Netze
Eine natürliche Nervenzelle heißt Neuron und besteht aus Zellkern, Zellkörper, Dendriten, Synapsen, einem Axon und verarbeitet elektrische Signale. Dabei sind die Dendriten die "Eingabeleitungen" und das Axon die "Ausgabeleitung" der elektrischen Impulse. Axonen können über Synapsen an Dendriten anderer Neuronen gekoppelt sein. Etwa 90 Prozent der Neuronen sind auf diese Weise vernetzt. Das menschliche Gehirn besteht aus 10 bis 1.000 Milliarden Neuronen.
Künstliche Nachbildungen der Nervenzellen im Gehirn bezeichnet man als neuronale Netze. Sie haben ebenfalls Eingabeleitungen (vgl. Dendriten), Gewichtungen (vgl. Synapsen) und Ausgabeleitungen (vgl. Axon). Die Ein- und Ausgabeleitungen dienen auch hier der Vernetzung der (künstlichen) Neuronen untereinander. In Computerprogrammen lassen sich solche komplexen Netze inzwischen realisieren.
Sabine Kern, Stand vom 02.06.2006






