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Gibt es einen Roboter mit Selbsterhaltungstrieb?

Ob Roboter wirklich jemals etwas wie Bewusstsein in unserem Sinne erlangen können, ist äußerst fraglich. Aber einige Entwicklungen zeigen zumindest heute schon einmal, in welche Richtung es gehen könnte. Im Projekt "Wamoeba" an der Universität in Tokio versucht man, Robotern nicht nur eigenständiges Handeln – Interaktion mit Menschen - zu ermöglichen, "Wamoeba" besitzt auch einen Selbsterhaltungstrieb. Er kann also seinen eigene Zustand reflektieren. Äußere und innere Sensoren geben ihm seinen "Ist-Zustände" an. Die inneren Sensoren zeigen zum Beispiel den Batteriespannungszustand und die Motortemperatur an. Sinkt der Spannungszustand, versucht "Wamoeba" eine Ladestation zu erreichen beziehugsweise Hilfe zu finden. Findet er sie nicht, geht er in einen Ruhezustand über. Ob so ein Verhalten schon als Bewusstsein über die eigene Lage definiert werden kann, bleibt offen.

Ein Ei-förmiger Roboter auf Rädern. Er hat große Augen und keine Arme. (Rechte: WDR)

Der "R 100" kann das Heim vor Einbrechern schützen

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Können Roboter als "Hausmädchen" eingesetzt werden?

Der Hausmädchenroboter "R 100" wurde im Juli 1999 von den NEC Central Research Laboratories vorgestellt. Er verwendet Bilderkennung und Stimmverarbeitung, mit denen er individuelle Gesichter und Sprachkommandos erkennen kann. "R 100" bewegt sich in einer häuslichen Umgebung und umgeht dabei Hindernisse wie Tische und Stühle.

Der Roboter kann die Mitglieder einer Familie anhand ihrer Gesichter unterscheiden. Wenn er gerufen wird, kommt er angerollt und fragt, was er tun kann. Mit seiner Internetverbindung empfängt und verschickt er E-Mails; er kann außerdem Videonachrichten aufnehmen, versenden und auf dem Fernseher abspielen.

Ist "R 100" allein, dann überwacht er seine Umgebung, und wenn er auf etwas Ungewöhnliches wie einen Einbrecher trifft, dann nimmt er ihn auf Video auf und benachrichtigt seinen Besitzer über das Internet. Er erfüllt auch kleine Dienste wie das Ein- oder Ausschalten von Geräten im Haushalt.

Der "R 100" ist damit in der Tat eine Mischung aus Hausmädchen, Butler und Wachhund - auch wenn er noch in den Lehrjahren ist.

Sabine Kern/Jochen Zielke, Stand vom 02.06.2006

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Computer und Roboter (Rechte: SWR)

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