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Wälder in Flammen

2007 war ein im wahrsten Sinne des Wortes heißes Jahr. In Südeuropa und dort besonders in Griechenland wüteten verheerende Feuer. Auch Kalifornien hatte wieder mit einer gefährlichen Feuersbrunst zu kämpfen. Die Zahl der Waldbrände in den USA ist in den letzten 20 Jahren stark angestiegen, ein Trend, der sich auch in anderen Regionen der Welt abzeichnet. Experten sehen darin ein Zeichen für die globale Klimaerwärmung. Durch die häufiger auftretenden Hitze- und Trockenperioden brennen Bäume und Unterholz wie Zunder.

Ein Wald steht in Flammen. (Rechte: SWR)

Feuer auf dem Balkan

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Brände in Südeuropa

Seit Beginn der Aufzeichnungen hat Südeuropa noch nie solche riesigen Waldbrände erlebt wie in Griechenland. Dass die Flammen solch einen enormen Schaden anrichten konnten, liegt nach Meinung des Freiburger Feuerökologen Johann Goldammer wesentlich an der veränderten Landnutzung. Die junge Bevölkerung verlässt die Dörfer und wandert in die Städte ab. Die Folge: Viele Agrarflächen liegen brach und werden nach und nach von Büschen und Bäumen überwuchert. Einst durch Äcker und Wiesen getrennte Waldgebiete wachsen zusammen. Dadurch können sich Feuer großflächiger ausbreiten. Dazu kommt, dass durch die schwindende Nutzung der Wälder die Menge an brennbarer Biomasse ansteigt. Brände brechen viel leichter aus und die Feuer lodern heißer.

Um Waldbränden Paroli zu bieten, empfiehlt Johann Goldammer das kontrollierte Abbrennen verwilderter Wiesen und Felder, um die früher intensiv genutzten Flächen frei zu halten. Derart gepflegt würden sie dem Feuer keine Nahrung bieten und wie Flammen hemmende Barrieren wirken.

Die Brandstifter

Warum es in Griechenland immer wieder zu spektakulären Brandkatastrophen kommt, ist nicht endgültig geklärt. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass Bodenspekulanten Brände legen, um Bauland zu gewinnen. Die freizügige Erteilung von Baugenehmigungen für die abgebrannten Areale begünstigt offenbar kriminelle Machenschaften. Vermutlich sind etliche Feuer auch auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. In Griechenland brennen noch viele Bauern nach der Erntezeit ihre Stoppelfelder ab, um den Boden nährstoffreicher zu machen. Eine riskante Methode, bei der die Flammen auf den Wald übergreifen können. In Deutschland ist diese Praxis deshalb verboten.

Flammen vernichten ein Waldstück. (Rechte: Johann Goldammer)

Die Waldbrände heizen den Treibhauseffekt an

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Waldbrände und Klima

Waldbrände haben nicht nur lokale, sondern auch globale Auswirkungen. Das in den Bäumen gespeicherte Kohlendioxid wird durch die Flammen freigesetzt und gelangt zusammen mit anderen Verbrennungsgasen in die Atmosphäre. Die dramatische Folge: Das Klima erwärmt sich zusätzlich. Forscher haben in den vergangenen Jahren herausgefunden, dass vor allem die häufigen Feuer in tropischen Regenwäldern den Treibhauseffekt anheizen. Aus wirtschaftlichen Gründen wird dort in großem Umfang Brandrodung betrieben, um Plantagen anzulegen. Brasilien etwa baut im großen Stil Zuckerrohr für die Herstellung von Biokraftstoff an. Viele gerodete Flächen dienen der Herstellung von Palmöl, das international vermarktet wird.

In Indonesien, einem der Staaten, in dem die Bevölkerung extrem schnell wächst, startete die Regierung Umsiedlungsaktionen. Große Waldgebiete auf der Insel Borneo wurden ein Raub der Flammen, um Ackerland zu schaffen.

Aus Gründen des Klimaschutzes lohnt es sich also, Wälder zu erhalten und geeignete Flächen wieder aufzuforsten. Geschieht das nicht, wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt. Weniger Bäume begünstigen den globalen Temperaturanstieg, der wiederum Waldbrände begünstigt, die wiederum den Treibhauseffekt verstärken.

Hans Jürgen von der Burchard, Stand vom 03.12.2007
Sendung: Feuer und Brände - Von der Macht der Flammen, 26.08.2008

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Bildcollage zum Thema Feuer und Flamme (Rechte: WDR)

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