• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Das Kongo-Becken - Afrikas grünes Herz

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Flüsse und Seen
  • Kongo
  • Das Kongo-Becken - Afrikas grünes Herz

Das Kongo-Becken - Afrikas grünes Herz

Mitten in Afrika, rund um den Äquator, erstreckt sich der zweitgrößte tropische Regenwald der Erde. Er beherbergt ein ausgeklügeltes Ökosystem und birgt bis heute spannende Geheimnisse. Im Kongo-Becken leben Mensch und Natur eng zusammen - mit gravierenden Folgen für Wald und Tiere.

Luftaufnahme des Regenwaldes im Kongo. (Rechte: Imago)

Fünfmal größer als Deutschland

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Kongo
Videos
Das Kongo-Becken
Kampf um die Kongo-Schätze
Henry Morton Stanley
Pionier der Afrikaforschung
Literatur & Co
Link-Tipps

Sümpfe und Mangrovenwälder

Der Regenwald im Kongo-Becken erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1,7 Millionen Quadratkilometern und ist damit fünfmal größer als Deutschland - nur der Urwald im Amazonas-Gebiet ist noch größer. Ein Viertel des weltweiten Regenwaldbestandes macht das grüne Herz Afrikas aus. Es reicht von Kamerun, Gabun und der Demokratischen Republik Kongo an der Westküste des Kontinents bis zur Region der Großen Seen mit Uganda, Ruanda und Tansania in Ostafrika.

Das Kongo-Becken nördlich und südlich des Äquators ist ein ausbalanciertes Ökosystem. Der Fluss Kongo spielt dabei eine wesentliche Rolle. Er transportiert nährstoffreiches Wasser - unter anderem aus dem Viktoria- und dem Kivusee - durch die trockenen Steppen der Region Katanga in das feuchte Kongo-Becken. Hier bildet das weitverzweigte Flusssystem mit den umliegenden Sümpfen und Mangrovenwäldern einen wasserreichen Lebensraum für Flora und Fauna.

Fische im Kongo - Evolution auf Steroiden

Im Kongo und seinen Nebenflüssen leben extrem viele und ungewöhnliche Tierarten. Die Unterwasserwelt des Kongo-Beckens ist so unzugänglich, dass bis jetzt nur ein kleiner Teil erforscht werden konnte. An einigen Stellen ist der Fluss 220 Meter tief, daher bleiben manche Tierarten bis heute im Verborgenen.

Im Unterlauf des Kongos, etwa auf den letzten 350 Kilometern vor der Mündung in den Atlantik, entdeckten Forscher des "American Museum of Natural History" (AMNH) erst 2008 eine Vielzahl neuer Fischarten. Durch die tiefen Gräben, die den Flussgrund durchziehen, und das braune Wasser blieben sie bisher unentdeckt. Äußerlich erinnern die neu entdeckten Fische zum Teil an die bizarren Wesen der Tiefsee - sie haben lange scharfe Zähne, riesige Mäuler oder seltsame Formen. Einige Exemplare wogen bis zu 70 Kilogramm.

Die Fluten des Kongos sind so tief und nährstoffreich, dass sich die Arten darin extrem schnell verändern und ausdifferenzieren. Das Forscherteam des AMNH beschrieb die Entwicklung im Fluss als "Evolution auf Steroiden", Team-Leiterin Melanie Stiassny nannte den Kongo eine "Spezies-Fabrik".

Tonnenschwere Meerjungfrau

Im Kongo-Becken lebt auch der Afrikanische Manati, eine fast ausgestorbene Seekuh-Art. Weltweit gibt es nur noch vier kleine Manati-Populationen, eine davon in den Mangroven-Sümpfen des Kongos. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Afrikanische Manati als gefährdet eingestuft. Wie viele Seekühe es im Kongo-Becken noch genau gibt, ist laut IUCN allerdings nicht bekannt.

Der Manati ist ein friedlicher Pflanzenfresser, der bis zu vier Metern lang und je nach Art bis zu 1500 Kilogramm schwer werden kann. Sein Körper ist stromlinienförmig und ziemlich dick, sein Kopf dagegen relativ klein. Anatomisch ist er eng verwandt mit Elefanten und Walen. Wenn man ihn sieht, versteht man kaum, warum er in den letzten zwei Jahrhunderten immer wieder mit Meerjungfrauen oder den Sirenen aus der griechischen Mythologie verglichen wurde. Gejagt werden die Tiere hauptsächlich wegen ihres Fleisches und Fells.

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
http://www.macromedia.com/go/getflashplayer_de

Gorillas im Kongo (5'01'')
Zur Video-Großansicht

Virunga-Nationalpark - Heimat der Gorillas

Am östlichen Rand des Regenwaldes liegt der älteste Nationalpark Afrikas. 1969 ging der Virunga-Nationalpark aus dem schon 1925 gegründeten Albert-Nationalpark hervor, 1979 wurde er von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Der Park umfasst ein großes Gebiet rund um die Virunga-Vulkankette auf dem Staatsgebiet der Demokratischen Republik Kongo, Ugandas und Ruandas. Das Gebiet ist deshalb schon lange im Fokus der Naturschützer, weil dort einige der letzten Berggorillas der Erde leben. Dieses Stück Regenwald beherbergt schätzungsweise 150 der letzten 700 Berggorillas weltweit. Für das Fortbestehen der in sozialen Verbänden lebenden Tiere ist der Virunga-Nationalpark enorm wichtig. Es wird streng kontrolliert, dass sie weder gejagt noch vertrieben werden.

Die Gorillabestände sind in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter zurückgegangen. Wilderer jagten die Tiere wegen ihres Fells oder um aus ihren Knochen und anderen Körperteilen traditionelle Heilmittel herzustellen. Durch die Abholzung der Regenwälder schwand zudem der Lebensraum der Menschenaffen. Ein besonderes Problem im Virunga-Nationalpark war, dass die Tiere während der ständigen bewaffneten Konflikte in der Kivu-Region auch als Nahrung für Flüchtlinge gejagt wurden, genauso wie andere Tierarten, die dadurch vom Aussterben bedroht sind.

Neben den Berggorillas kommen im Virunga-Nationalpark auch andere seltene Tierarten vor, etwa die fast ausgestorbenen Waldelefanten oder das Okapi, das aussieht wie eine Mischung aus Giraffe, Pferd und Zebra.

Arbeiter fällt tropischen Baum. (Rechte: Mauritius)

Der Wald wird kleiner und kleiner

Vergrößern

Der Regenwald zerfällt

Der Regenwald im Kongo-Becken wird schnell kleiner, und schuld daran ist der Mensch. Eine Ursache ist der globale Klimawandel, der sich in so empfindlichen ökologischen Gebieten wie den Tropen stärker zeigt. Schon eine kleine Veränderung des Gleichgewichts zwischen Tier- und Pflanzenwelt zieht eine Kettenreaktion nach sich.

Das Kongo-Becken leidet aber auch extrem unter den kriegerischen Auseinandersetzungen und der Ausbeutung der Bodenschätze, die seit über zwei Jahrhunderten die Region prägen. Hier lagern dicht an dicht die verschiedensten Rohstoffe, für deren Abbau große Flächen abgeholzt wurden und werden. Die Arbeiter brauchen Platz für Camps und Feuerholz; die Bevölkerung wächst und braucht größere Agrarflächen. Chemikalien und giftige Abfallprodukte der Rohstoffförderung sickern in den Boden und werden von Pflanzen aufgenommen, die wiederum von Tieren gegessen werden.

Folgenreiche Probleme für die Tierwelt des Kongo-Beckens sind auch Wilderei und "Bushmeat". Immer noch exportieren gewissenlose Händler Felle, Fleisch und lebende Exemplare, gerade von den Tierarten, die schon fast ausgestorben sind, wie Affen, Wildkatzen, Reptilien und Vögeln. "Bushmeat" nennen die Einheimischen das Fleisch der Tiere, die sie in den Wäldern jagen, um davon zu leben. Als der Regenwald noch groß genug war, konnten die Völker der Region, besonders die Nomaden, die Tiere problemlos als Nahrungsquelle nutzen. Doch heute ist das illegal und unter Strafe gestellt, besonders bei bedrohten Tierarten.

Danielle Schippers, Stand vom 01.07.2010

Verwandte Themen bei Planet Wissen

Regenwald interaktiv

Erkunden Sie auf eigene Faust den Regenwald - ohne von Mücken zerstochen zu werden.

http://www.planet-wissen.de

Menschenaffen

Unsere nächsten Verwandten sind uns in ihrem Verhalten sehr ähnlich. Sie leben in sozialen Gruppen, benutzen Werkzeuge, kommunizieren mit spezifischen Lauten und sehen uns oft verblüffend ähnlich. Erfahren Sie mehr über die vier letzten lebenden Menschenaffen-Arten.

http://www.planet-wissen.de

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Flüsse (Rechte: SWR)

Flüsse und Seen


  • Bodensee
  • Staudämme
  • Lebensraum Fluss
  • Elbe
  • Oder

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema Regenwald (Rechte: WDR/SWR)

Regenwald

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/fluesse_und_seen/kongo/kongo_becken.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.