Stimmt es, dass es im Rhein wieder Lachse gibt?
Über Jahrtausende war der Rhein eines der wichtigsten Laichgewässer des Lachses. Das hohe Vorkommen dieser Fischsorte führte um 1900 zu einer merkwürdigen Regelung: Dienstboten sollen in ihrem Verträgen die Klausel gehabt haben, nicht öfter als einmal in der Woche Lachs essen zu müssen. Doch ein halbes Jahrhundert später war es vorbei mit dem Überfluss. Die Verschmutzung des Stromes machte dem Rheinlachs zunehmend das Leben schwer: 1950 wurde der letzte Vertreter seiner Art aus dem Rhein gefischt.
In den 90er Jahren hat sich jedoch die Qualität des Wassers durch verschiedene Maßnahmen stark verbessert. Schon 1987 beschlossen die Anrainerstaaten, den Lachs wieder im Fluss einzubürgern: Mehrere hunderttausend Babylachse aus Kanada und Norwegen wurden in der Sieg, einem Nebenfluss des Rheins, ausgesetzt. 1990 entdeckten und feierten die Biologen dann den ersten Rückkehrer. Inzwischen sind es schon einige hundert Lachse, die jedes Jahr rheinaufwärts wandern. Wirklich heimisch sind die Tiere allerdings noch nicht: Denn der Sauerstoffgehalt des Rheins ist zu niedrig. Daher müssen die Lachse in Fischzuchtanlagen aufgezogen werden. Das Millionen-Projekt soll weiter fortgeführt werden.
Christiane Kopka, Stand vom 18.09.2009





