Literatur & Co.
Bücher
Die Fahndung nach dem Ich: Eine neurophilosophische Kriminalgeschichte
Bücher über unser Gehirn sind oft trocken und schwer zugänglich. Der Autor dieses Buches beschreibt wissenschaftliche Erkenntnisse geschickt im Stil eines Kriminalromans. Die Suche nach dem "Ich" geht dabei quer durch alle Wissenschaften, von den Anfängen der Suche bis zum derzeitigen Stand der Hirnforschung.
Meditation für Skeptiker
Meditation hat oft einen esoterischen Beigeschmack. Der Psychologe Ulrich Ott stellt in diesem Buch die Meditation auf ein wissenschaftliches Fundament. Er erklärt, was beim Meditieren in unserem Gehirn passiert und stellt verschiedene Meditationstechniken vor.
Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
Der Neurologe Oliver Sacks hat in diesem Klassiker merkwürdige Fälle aus seiner Praxis gesammelt, die unser Wissen von der Welt und unseren Möglichkeiten erschüttern. Auch wenn die meisten neurologischen Defekte zu schrecklichen Krankheiten führen, gibt es eine Reihe von Veränderungen im Gehirn, die Wahrnehmungen und Fähigkeiten erweitern können.
Das Gehirn und seine Wirklichkeit
Die Forschungsergebnisse der Neurobiologie erschüttern unser Weltbild stärker, als die jeder anderen Disziplin. Der Neurobiologe Gerhard Roth gehört zu den Wissenschaftlern, die die Konsequenzen aus den wissenschaftlichen Resultaten der Hirnforschung offen darlegen und die Konflikte beschreiben, die sich hieraus für unser Alltagsverständnis von uns selbst ergeben. Das Buch versucht Begriffe wie "Geist", "Bewusstsein" und "Wirklichkeit" aus neurobiologischer Sicht zu erklären und beschäftigt sich mit den philosophischen Konsequenzen dieser Sichtweise.
Das Unsterblichkeitsprogramm
Der Roman ist das Erstlingswerk des britischen Autors. Die Science-Fiction-Geschichte beschreibt die Möglichkeit, das menschliche Bewusstsein auf Datenträgern auszulagern und in neue Körper einzupflanzen. Zwar sind die Neurologen noch weit entfernt davon, ein Abbild der Hirnaktivitäten digital zu speichern, doch ist die Vision des Autors in ferner Zukunft vielleicht nicht unrealistisch. Der bisweilen brutale Roman sorgte aber nicht nur wegen dieser Idee für Furore, sondern vor allem wegen des brillanten Stils seines Autors.
Buntschatten und Fledermäuse
In diesem autobiografischen Roman erzählt Axel Brauns in einer ganz eigenen Sprache über seine Kindheit und Jugend in einer nichtautistischen Welt. Das Buch vermittelt einen guten Eindruck, wie sich Autisten in einer ihnen völlig fremden Welt fühlen.
Elf ist freundlich und Fünf ist laut
Daniel Tammet ist ein Savant, ein sogenannter Inselbegabter. Er kann wie ein Computer rechnen und in einer Woche eine neue Sprache lernen. In diesem Buch schildert er, wie er denkt, fühlt und mit seiner außerordentlichen Begabung umgeht.
Das Asperger-Syndrom
Guter und ausführlicher Ratgeber für Angehörige, Therapeuten und Lehrer, die mit Kindern umgehen müssen, die das Asperger-Syndrom haben. Vor allem die Erfahrungsberichte der Kinder, die erzählen, wie sie fühlen und denken, sind sehr hilfreich.
Ratgeber Autistische Störungen
Knapp gehaltener, übersichtlicher Ratgeber, der sich vor allem an Eltern von Kindern mit frühkindlichem Autismus richtet. Komplizierte Sachverhalte werden einfach und verständlich dargestellt.
Männer - Das schwache Geschlecht und sein Gehirn
"Wie wird ein Mann ein Mann? Oder etwas präziser: Wie wird aus dem, was ein Mann werden könnte, schließlich das, wofür sich der Betreffende irgendwann hält – ein Mann?" Mit dieser Frage setzt sich der Biologe und Hirnforscher Prof. Gerald Hüther in seinem Buch auseinander. Hier geht es nicht um die Frage, wodurch und auf welche Weise sich Männer von Frauen unterscheiden, sondern darum, wie es dazu kommt, dass Männer anders fühlen, denken und handeln.
Der Ego-Tunnel
Der Autor geht davon aus, dass unser bewusstes "Ich" oder "Selbst" vielleicht nur ein Konstrukt unseres Gehirns ist. In seinem Buch denkt er diesen Gedanken konsequent zu Ende und analysiert die Folgen: Was bedeutet diese Annahme für unser Menschenbild? Welche Folgen ergeben sich technologisch und kulturell. Und schließlich wirft er die Frage auf, ob wir neben der Neuroethik auch eine Bewusstseinsethik brauchen. Das Buch ist für Laien gut und verständlich zu lesen.
Zeitschriften
Gehirn & Geist
Die Zeitschrift beschäftigt sich in jeder Ausgabe mit Themen aus der Neurologie und Psychologie. Das Magazin gibt Einblick in die aktuellen Experimente der Hirnforscher und in die Fragestellungen, die sich daraus ergeben. Obwohl die Zeitschrift ein Wissenschaftsmagazin ist, sind die einzelnen Artikel sehr verständlich geschrieben und auch für absolute Laien gut lesbar.
Hörbücher
Welcome to your brain: Ein respektloser Führer durch die Welt unseres Gehirns
Dieses Hörbuch ist eine Art Benutzerhandbuch für das Gehirn. Dem Hörer wird unterhaltsam erklärt, wie sein Gehirn funktioniert. Die Autoren räumen dabei auch mit zahlreichen Vorurteilen auf, zum Beispiel, dass wir nur zehn Prozent unseres Gehirns nutzen. Als Buch ist "Welcome to your brain" bei dtv erschienen.
DVDs
Snow Cake
Ein toller Film, der sich einfühlsam mit dem Thema Autismus auseinandersetzt. "Snow Cake" mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle erzählt jenseits aller Klischees die Geschichte eines Mannes, der einer Autistin die Nachricht von dem Tod ihrer Tochter überbringen muss. Die Frau reagiert jedoch völlig anders, als er es erwartet. Zudem ist sie ohne ihre Tochter im Alltag völlig überfordert. Der Überbringer der Nachricht zieht kurzerhand bei ihr ein.
WDR/SWR, Stand vom 19.10.2010





