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Welpen

Ein Hund soll ins Haus. Mit diesem Entschluss beginnt sie meist, die gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund. Und da alles klein anfängt, zieht meist ein Welpe ein. Und stellt mit Sicherheit bald das Leben des Menschen auf den Kopf. Damit sich zwischen den beiden auch wirklich eine wunderbare Freundschaft entwickeln kann, müssen von Anfang an einige wichtige Grundsätze und Erziehungstipps beachtet werden.

Drei Welpen der Hunderasse Sibiran Husky. Der mittlere gähnt. (Rechte: imago stock&people/Alfred Schauhuber)

Niedlich, aber auch anstrengend

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Die Herkunft des Hundes

Hat man sich entschieden, einen Welpen anzuschaffen, sucht man in der Regel einen Züchter oder einen Wurf mit Mischlingswelpen. Doch egal, ob der Hund einen Stammbaum besitzt oder nicht, auf die Herkunft des kleinen Hundes kommt es an. Damit sind nicht nur die Mutterhündin und die Erbanlagen gemeint, sondern vor allem die Umgebung, in der ein Welpe die ersten Wochen seines Lebens verbringt. Um einen anpassungsfähigen, stabilen und gesunden Hund zu bekommen, sollte man sich Zeit nehmen und bei der Auswahl auf Vieles achten. Schließlich teilen Sie Ihr Leben mit diesem Tier für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Deshalb ist es auch besonders wichtig, bei welchem Züchter Sie Ihren Welpen kaufen.

Ein Züchter-Paar posiert mit seinen afrikanischen Basenjis. (Rechte: dpa/Fredrik von Erichsen)

Die Hundezucht ist eine anspruchsvolle Aufgabe

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Wie erkennt man einen guten Züchter?

Ein guter Züchter ist nicht der, der sich selbst dafür hält und das auch deutlich klar machen will. Ein guter Züchter ist der, der die Gesundheit und das Wohlbefinden der Hunde in den Mittelpunkt rückt. Eigene Zuchterfolge sieht er darin, glückliche und gesunde Tiere zu haben.
Beim Züchter sieht es sauber und gepflegt aus. Das heißt nicht, dass alles klinisch rein ist, als würden dort keine Hunde leben, aber die Näpfe sind sauber, die Schlafplätze an einem trockenen Ort, und die Tiere leben mit im Haus.
Der Züchter züchtet höchstens zwei Rassen. Denn um mehr kann sich kein Hundeliebhaber ausreichend kümmern und ihnen dabei auch noch voll gerecht werden. Auch die Anzahl der Hunde ist deshalb wichtig - mehr als 15 Hunde gleichzeitig sind mehr sich selbst überlassen als liebevoll umsorgt.
Die Hundekinder bleiben mindestens acht Wochen bei der Mutter, ideal wären sogar 10 bis 12 Wochen. Die Mutterhündin ist selbstverständlich mit dem Wurf zusammen. Auch macht sie einen gesunden und gepflegten Eindruck und reagiert auf den Züchter freudig und entspannt.

Ein Hundewelpe der Rasse Boxer schaut in die Kamera. (Rechte: Mauritius)

Ein Hund sollte zum Besitzer passen

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Das Gespräch mit dem Züchter

Ein guter Züchter erkundigt sich, warum der Welpeninteressent sich gerade für diese Rasse entschieden hat und prüft mit weiteren Fragen zu den Lebensumständen, ob die Rasse auch wirklich zum zukünftigen Hundehalter passt. Dabei informiert er den potentiellen Hundekäufer über die Bedürfnisse des Tieres, aber auch über seine rassetypischen Eigenheiten. Es geht in den ersten Gesprächen darum zu prüfen, ob sich der Hundekäufer seine Entscheidung wohl überlegt hat und ob er weiß, worauf er sich mit einer bestimmten Hunderasse einlässt.
Auf Wunsch zeigt ein guter Züchter auch gerne den Stammbaum, den Kaufvertrag und die tierärztlichen Unterlagen, die mit dem Wurf und der Hündin zu tun haben. Auch über alle anderen Dinge, die seine Hunde betreffen, sollte er gerne und geduldig Auskunft geben und nicht den Eindruck machen, sich belästigt zu fühlen.
Die meisten Züchter lieben es ohnehin, über ihre Hunde zu sprechen. Vor allem aber ist ein guter Züchter auch sehr daran interessiert, seine Welpen möglichst gut unterzubringen. Seine mühsam und liebevoll aufgezogenen Hunde sollen es schließlich auch dann gut haben, wenn sie das "sichere Nest" verlassen. Aus diesem Grund bietet er auch an, den Hund wieder zurückzunehmen, falls sich Lebensumstände ändern und ein Hundebesitzer seinen Hund nicht mehr halten kann. Er sucht dann selbst ein neues Zuhause, und als Übergang kommt der Hund in eine vertraute Umgebung, wo es ihm auf jeden Fall an nichts mangeln wird.

Nach dem Kauf

Ein guter Züchter muss für den Welpenkäufer eine Vertrauensperson werden können, mit der ein Hundebesitzer auch nach dem Kauf in Kontakt bleiben kann. Denn im Laufe eines Hundelebens werden Hundehalter mit vielen Fragen konfrontiert - gut, wenn man einen Fachmann kennt, den man ohne Hemmungen anrufen kann.

Ein Welpe der Rasse Golden Retriever liegt im Gras. (Rechte: Interfoto)

Die ersten Wochen sind prägend

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Die Entwicklung der Welpen

Die ersten Wochen im Leben eines Welpen sind wichtig, denn alles, was in dieser Zeit passiert, beeinflusst das Verhalten des Hundes bis ins Erwachsenenalter. Wer sich für einen Welpen entscheidet, sollte deshalb die Entwicklungsstadien von Geburt an kennen. Der Hundebesitzer tut sich zudem bei der Erziehung und im Zusammenleben leichter, wenn er weiß, in welchem Entwicklungsstadium sein Hund gerade steckt und warum er sich zu einem bestimmten Zeitpunkt so verhält.

Geburt und die ersten Monate

Junge Hunde werden taub und blind geboren. Sie können ihre Körpertemperatur nicht selbst halten. Urinieren und Koten können sie nur, wenn die Mutter ihre Bäuche leckt. Daher ist die Nähe, Wärme und Geborgenheit der Hündin jetzt das Wichtigste. Die Welpen schlafen etwa 90 Prozent der Zeit. Am 7. Tag beginnen die ersten Welpen umherzukrabbeln.

11. Tag
Augen und Ohren beginnen sich zu öffnen. Spätestens nach drei Tagen sind Augen und Ohren ganz offen.

18. Tag
Die Welpen werden ihre Ausscheidungen nun ohne Hilfe der Hündin los. Solange die Welpen nur Muttermilch bekommen, hält die Mutterhündin die Kleinen und das Nest sauber.

3. Woche
Beginn der Sozialisierungsphase. Die Welpen fangen an, miteinander zu spielen und die Welt innerhalb der Wurfkiste zu erkunden.

4. Woche
Die kleinen Hunde spielen mit Gegenständen, tragen sie herum, knabbern sie an. Die Wurfkiste ist fast nur noch zum Schlafen da. Meist Beginn des Zufütterns. Von nun an kümmert sich die Hündin nicht mehr um die Sauberkeit der Welpen.

Drei Jack-Russell-Terrierwelpen untersuchen einen Eimer. (Rechte: WDR/Juniors Bildarchiv )

Was da wohl drin ist?

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5. Woche
Die Hündin fängt mit der Erziehung an. Treibt es ein Welpe beim Spiel "zu doll", folgt die Zurechtweisung der Mutter blitzschnell. Knurren und ein Biss in die Schnauze des Welpen, bis er sich unterwirft. Dann lässt sie los, und das Spiel kann weitergehen. Diese Erziehung ist sehr wichtig in der Entwicklung eines Welpen, denn nur so lernt er frühzeitig Grenzen kennen. Verlässt der Welpe später seine Mutter, muss der Mensch hier anknüpfen.

6. Woche
Spielerisch bildet sich die erste Rudel-Hierarchie unter den Geschwistern. Sozialverhalten und Rollen werden ausprobiert. Jetzt lernt der Hund, wie man sich anderen Artgenossen gegenüber zu verhalten hat.

8. Woche
Die meisten Welpen werden in diesem Alter an ihre neuen Besitzer abgegeben. Doch dies ist eine besonders empfindliche Entwicklungsphase. Denn die jungen Hunde lernen jetzt, Angst zu haben. Die Ängste, die ein Welpe nun kennen lernt, ohne sie zu verkraften, werden ihn ein Leben lang begleiten. Besser ist es, wenn der kleine Hund noch ein wenig länger in seiner gewohnten Umgebung bleiben darf. Schon eine Woche später ist er stabiler und kommt mit neuen Erfahrungen besser klar.

12. Woche
Mit zehn bis zwölf Wochen ist ein guter Zeitpunkt, um ein neues Leben in der neuen Familie anzufangen. Der Welpe ist jetzt stabil, die Sozialisierungsphase ist in der zwölften Woche abgeschlossen. Regeln kann der Kleine jetzt schon verstehen, wenn sie ihm deutlich gemacht werden. Der Hund ist jetzt kein Baby mehr, sondern entspricht im Entwicklungszustand in etwa einem Kleinkind. Erziehung durch den Menschen muss hier unbedingt mit Konsequenz und Liebe ansetzen. Nicht immer leicht bei einem so niedlichen Welpengesicht, aber wirklich wichtig!

16. Woche
Die Milchzähne fallen aus, das neue Gebiss wächst nach. Der junge Hund knabbert alles an, was er zu beißen kriegt. Abhilfe schaffen Büffelhautknochen. Sie helfen dem Welpen und Ihren Möbeln. Der Welpe stellt den Menschen vor die ersten Machtproben und testet, wie ernst ein "Nein" wirklich gemeint ist. Strafen Sie schnell, gerecht und seien Sie niemals nachtragend. Genau so kennt der kleine Hund das schon von seiner Mutter und versteht diese Art der Strafe am besten. Grundsätzlich sollte der Welpe aber jetzt viel Spaß mit Ihnen haben, Erziehung sollte spielerisch geschehen, mit viel Lob und Streicheleinheiten. Denn die Lust am Leben, die Sie ihm jetzt gönnen, wird ihn dann sein ganzes Leben lang begleiten.

7 bis 8 Monate
Der Welpe kommt in die "Pubertät" und testet alle Regeln auf Gültigkeit. Diese Zeit können Sie gut dazu nutzen, ihre eigene Konsequenz zu festigen, denn sonst sind Sie verloren. Wenn Sie aber weiterhin an den aufgestellten Grenzen festhalten, wird sich der junge Hund einfügen und seinen Platz im "Rudel" finden.

Ute Brunne, Stand vom 12.05.2010
Sendung: Die Tricks der Tiertrainer - Wie Vierbeiner zu Filmstars werden, 14.05.2010

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