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Schafe in der Bibel

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Vom verlorenen Schaf (Lukas 15, 01-07)

"Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet?
Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude.
Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen."

Quelle: Die Bibel (nach der Übersetzung Martin Luthers), Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1985.

Gemälde: Zu sehen ist die Geburtskrippe Jesu Christi. Das Christuskind umarmt ein Schaf. Um Jesus herum stehen Josef und Maria, ein Hirte und ein Engel. (Rechte: AKG)

Jesus umarmt ein Schaf

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Schafe als Symbol für den Menschen

In der Bibel werden Schafe häufig erwähnt und zu Gleichnissen herangezogen, und im Gegensatz zu anderen Tieren betrachtet man sie immer positiv. Die Schlange etwa, die den Menschen verführt, Verbotenes zu tun, ist die Inkarnation des Bösen. Schafe hingegen gelten als gutmütig und dienen als Sinnbild für Geduld.
Das Lamm, wahrscheinlich die älteste symbolische Darstellung Jesu, ist neben der Taube das am häufigsten vorkommende Tier in der christlichen Ikonografie. Auch von den Hütern der Schafe, den Hirten, ist in der Bibel oft die Rede. Am berühmtesten sind die Hirten der Weihnachtsgeschichte, die sich mit ihrer Herde auf den Weg zum neu geborenen Heiland machen. Zu den charakteristischen Tierfiguren der Weihnachtskrippe zählen neben Ochs und Esel auch Schafe.

Wenn in der Bibel von Schafen gesprochen wird, symbolisieren sie meist den Menschen. Laut christlichem Glauben ist Jesus Christus der Menschen guter Hirte, er sorgt für sie und führt sie den richtigen Weg. So, wie ein Vater für den Sohn sorgt, so setzt sich ein guter Hirte auch für alle seine Schafe ein, er ist für sie da und lässt sie nicht allein - das Gleichnis vom Verlorenen Sohn beschreibt es. Menschen, die nicht an Gott glauben, sind wie Schafe ohne Hirten, sie verirren sich. Häufig werden auch die Pfarrer und die Pastoren als Hirten dargestellt, die Gemeindemitglieder sind ihre "Schäfchen", die von ihnen geleitet werden. - Das Wort Pastor kommt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet Hirte.

Susanne Wagner, Stand vom 01.06.2009

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