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Warum essen Muslime kein Schweinefleisch?

Laut Koran dürfen Muslime kein Schweinefleisch essen. Nur wiederkäuende Huftiere mit "gespaltenen Klauen", also Paarhufer, sind zum Verzehr geeignet. Das Schwein ist zwar ein Paarhufer aber kein Wiederkäuer und wird deshalb als "unrein" angesehen. Rinder, Schafe und Ziegen sind wie alle wiederkäuenden Paarhufer reine Pflanzenfresser, ihr Fleisch wird von Muslimen als Nahrungsmittel verarbeitet. Jegliches Fleisch von Tieren, die natürlich verendet sind, also nicht geschlachtet wurden, soll laut Koran nicht verspeist werden, denn zum Verzehr geeignetes Fleisch muss völlig ausgeblutet sein. Blut darf weder gegessen noch getrunken werden.

Im Koran heißt es: "Verboten ist euch das Verendete sowie Blut und Schweinefleisch." Für strenggläubige Muslime ist jedes Fleisch unrein, das zum Beispiel mit einem Messer in Berührung gekommen ist, das zuvor ein Stück Schweinefleisch zerschnitten hat.

Ein Hängebauchschwein schaut neugierig in die Kamera (Rechte: BR)

Rüssel mit hervorragendem Geruchssinn

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Haben Schweine einen guten Geruchssinn?

Ein Schwein hat mehr Riechzellen im Rüssel als der für seine feine Nase bekannte Hund. Feinste Geruchspartikel aus der bodennahen Luft vermitteln dem Schwein ein "Riechbild" der Umgebung. Bis in eine Tiefe von 50 Zentimetern spüren sie so Wurzeln, Trüffel und sonstige Leckereien auf. Ihr robuster Rüssel dient dabei sozusagen als Hand, mit der sie tief unter der Erde verborgene Nahrungsmittel ausgraben. Dank ihrer feinen Nase werden Schweine sogar als "Spürhunde" bei der Drogenfahndung eingesetzt.

In Italien und Südfrankreich setzt man Schweine wegen ihrer feinen Nase bei der Trüffelsuche ein. Meist spüren weibliche Schweine die wertvollen Pilze auf, denn Trüffel enthalten Substanzen, die den Sexuallockstoffen der männlichen Schweine ähneln. Dann ist schnelles Handeln gefragt, damit die Sauen die Trüffel nicht selbst fressen. Im Gegensatz zu Trüffelhunden würden Schweine die wertvollen Pilze sofort verspeisen. Schweine haben nämlich auch einen guten Geschmackssinn. Dafür sind sie nicht so ausdauernd wie Hunde. Wenn sie keine Lust mehr haben, können die Trüffelsucher abbrechen. Denn dann ist kein Trüffelschwein mehr dazu bereit, weiter zu machen.

Erdferkel am Eingang seines Baus. (Rechte: Mauritius)

Das Erdferkel hat eindeutig eine Schweinenase

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Sind Erdferkel mit den Schweinen verwandt?

Das afrikanische Erdferkel hat zwar einen Rüssel wie ein Schwein, es ist aber keins. Erdferkel gehören zur Ordnung der "Röhrenzähner", deren einziger verbliebener Vertreter sie auch sind. Sie werden als letzte Überlebende der Urhuftiere angesehen, obwohl sie noch Krallen und keine Hufe besitzen, denn Hufe sind erst später in der Evolution entstanden. Die ältesten fossilen Funde dieser Tiere sind 20 Millionen Jahre alt. Man geht aber davon aus, dass sie schon zur Zeit der Dinosaurier, als vor mehr als 60 Millionen Jahren, gelebt haben.

Nilpferdkopf im Wasser. (Rechte: ddp/Michael Gottschalk)

Nilpferde sind eng verwandt mit Schweinen

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Heute besteht die Gruppe der Huftiere aus den Unpaarhufern mit Vertretern wie Pferden, Zebras und Nashörnern und den Paarhufern, zu denen auch die Schweine und Flusspferde gehören. Die Bezeichnung Paarhufer kommt daher, dass ihre Hufe zweigeteilt sind, wie wir es von Schweinen, Kühen und Schafen kennen. Schweine sind eng verwandt mit den Flusspferden und den Südamerikanischen Nabelschweinen oder Pekaris, denn diese drei Familien sind als einzige unter den Paarhufern keine Wiederkäuer. Kamele, Kühe, Rinder, Schafe und Giraffen gehören zwar zur selben Ordnung (Paarhufer) wie die Schweine, sind als Wiederkäuer aber weniger eng mit ihnen verwandt als Flusspferde.

Pia Grzesiak, Stand vom 18.07.2010

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