• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Das Nutztier Ziege

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Haustiere
  • Ziegen
  • Das Nutztier Ziege

Das Nutztier Ziege

Mehr zum Artikel

Ziegen
Video
Interview mit Ulrich Jaudas
Das Nutztier Ziege
Biologie der Ziege
Literatur & Co

Ziegenmilch

Ziegenmilch ist das Haupterzeugnis der Ziege und auch die erste Viehmilch, die der Mensch in der Geschichte überhaupt zu sich genommen hat. Heute ist der Genuss von Ziegenmilch zurückgegangen, was mit dem vermeintlichen Bock-Geschmack zu tun hat.

Ziegen an einer Melkmaschine (Rechte: Mauritius)

Ziegenmilch ist besser als ihr Ruf

Vergrößern

Dieser strenge Geschmack entsteht durch die Caprinsäure, die sich aber erst bildet, wenn die Milch länger steht. Der schlechte Ruf der Ziegenmilch stammt auch aus den 50er Jahren, als die Ziegen meist in kleinen Ställen gehalten wurden, die im Winter außerdem fest verschlossen waren. Den so entstehenden Stallgeruch nimmt die Ziegenmilch schnell an. Daher wird heute draußen oder in einem luftigen Stall gemolken. Allergikern und besonders Kindern mit Neurodermitis wird empfohlen, statt Kuhmilch Ziegenmilch zu konsumieren. Tatsächlich kann die feinere Eiweiß- und Fettstruktur der Ziegenmilch besser verdaut werden und bei einer Allergie, die auf Kuhmilch-Unverträglichkeit basiert, helfen.

Ziegenkäse mit getrockneten Kräutern (Rechte: Mauritius)

Ein eigenwilliger Geschmack

Vergrößern

Ziegenkäse

Was bei der Ziegenmilch stört, ist beim Käse gefragt: der eigenwillige Ziegengeschmack. Besonders der französische Käse hat in Deutschland den Weg für eigene Käseproduktionen geebnet. Eine Million Milchziegen werden in Frankreich gehalten und über 100 verschiedene Sorten Ziegenkäse produziert. Das zunehmende Gesundheitsbewusstsein fördert hierzulande ebenfalls die Verbreitung von Ziegenprodukten, schließlich sucht sich die wählerische Ziege nur das Beste und Aromatischste aus der Weide heraus.

Gebratenes Ziegenfleisch auf einem Teller (Rechte: Mauritius)

Ziegenfleisch ist auf dem Vormarsch

Vergrößern

Ziegenfleisch und -wurst

Die in Deutschland am meisten verbreitete Fleischziegenrasse ist die Burenziege, die man in den 1980er Jahren aus dem südlichen Afrika in hiesige Rassen eingekreuzt hat. Diese Rasse nimmt seit Jahren kontinuierlich zu - ein Zeichen, dass Ziegenfleisch in Deutschland wieder auf dem Vormarsch ist. Der etwas eigene Geschmack wird dabei von den Konsumenten sehr geschätzt. Auch zu Ostern ist Zickleinfleisch wieder sehr gefragt, allerdings nicht von Deutschen, sondern von Griechen, deren traditionelles orthodoxes Osterfest ein wenig nach dem christlichen Osterfest mit einem jungen Ziegenkitz gefeiert wird. Als Frischfleisch werden bei der Ziege eher Jungziegen oder Milchlämmer vermarktet, aus älteren Ziegen wird Wurst hergestellt.

Foto eine Kaschmirziege (Rechte: Mauritius)

Das "Gold der Nomaden"

Vergrößern

Haare (Kaschmir)

Anders als Schafwolle ist bei den meisten Ziegenrassen das dünne und borstige Fell wenig attraktiv - mit einer Ausnahme: der Kaschmirziege. Diese Ziegenrasse lebt ausschließlich in extremen Höhenlagen. Im Himalaja auf über 4000 Metern Höhe ziehen Nomadenstämme mit ihren Kaschmirziegenherden durch das Hochland. Die feine Wolle entsteht durch die extreme Kälte als warmer, weicher Flaum im Unterfell. Traditionell wird dieser Unterflaum gegen Ende des Winters ausgekämmt und kiloweise verkauft. Das "Gold der Nomaden" kann dabei bis zu 100 US-Dollar pro Kilo erzielen.

Ziege als Landschaftspfleger

In Deutschland feiert die Ziege ihr Comeback vor allem in der Landschaftspflege. Besonders für verbuschte Flächen eignen sich Ziegen, denn anders als Schafe oder Kühe schrecken Ziegen noch nicht einmal vor dornigen Brombeerhecken zurück. Mit ihren beweglichen Lippen verstehen sie es, geschickt die Blätter von den Zweigen zu zupfen, ohne sich zu verletzen. Schickt man Ziegen zwei bis drei Jahre immer wieder auf die verbuschte Weide, so sterben die missliebigen Büsche ab. Diese Methode ist sogar effektiver, als mit Maschinen zu roden. Denn durch den Schnitt treiben die Hölzer im Folgejahr stark aus, sodass im nächsten Jahr teure Waldarbeiter noch mehr Arbeit haben. In verschiedenen Tälern, zum Beispiel des Schwarzwalds, haben die Bewohner diese Vorzüge der Ziege wiederentdeckt und Ziegenherden angeschafft, um das typische Landschaftsbild, nämlich offene grüne Wiesentäler, wieder herzustellen.

Christiane Gorse, Stand vom 13.10.2009

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Haustiere (Rechte: frei)

Haustiere


  • Pferde
  • Esel
  • Hasen und Kaninchen
  • Hunde
  • Katzen

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/haustiere/ziegen/nutztier_ziege.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.