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Tierische Einwanderer durch Klimawandel

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Feuerlibelle (Crocothemis erythraea)

Warm und trocken mag sie's gerne - die knallrote Feuerlibelle. Wandern ist ihre Spezialität. Dort wo's ihr gefällt, bleibt sie dann auch schon mal länger. Und so hat sie sich, nach einer langen Reise, die in ihrer afrikanischen Heimat begann, Süddeutschland als neue Heimat ausgesucht. Die Region ist durch die Klimaerwärmung genau richtig temperiert. Inzwischen kann sie sich - nicht zuletzt wegen ihres aggressiven Temperamentes - gegen die heimischen Arten durchsetzen und hat sich schon bis Norddeutschland ausgebreitet.

Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii)

Winzig klein ist sie (fünf Zentimeter Körpergröße und vier bis fünf Gramm Gewicht) und auch sie hat es gerne angenehm warm. Ihre ursprüngliche Heimat ist der Mittelmeerraum. Inzwischen fühlt sie sich aber auch bei uns wohl und überrascht in Süddeutschland mit kleinen Fortpflanzungskolonien, die sich mit Vorliebe in Gebäudespalten wie zum Beispiel Rollladenkästen einnisten.

Eine Pazifische Auster aus dem Wattenmeer vor der ostfriesischen Insel Norderney (Rechte: unbekannt)

Starke Konkurrenz für die Miesmuschel

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Pazifische Auster (Crassostrea pacifica)

Da von Seiten der Restaurantbesucher große Nachfrage bestand, begann man in den 80er Jahren auf Sylt die Pazifische Auster in Freiland-Aquakulturen zu mästen. Eine unkontrollierte Verbreitung war zunächst nicht zu befürchten, da die Nordsee damals noch zu kalt war, um die fremde Muschel in Fortpflanzungsstimmung zu versetzen. Allerdings stieg die Durchschnittstemperatur in der Nordsee wegen der Klimaerwärmung um mehr als ein Grad Celsius an. Inzwischen hat sich die Pazifische Auster in den nord-, west- und ostfriesischen Küstenregionen stark verbreitet und verdrängt die heimische Miesmuschel.

Ein Päarchen Bienenfresser (Rechte: Mauritius)

Eigentlich ein typischer Mittelmeerbewohner

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Bienenfresser (Merops apiaster)

Vor mehr als zehn Jahren sah der schöne Vogel namens Bienenfresser mit seinem farbenprächtigen Gefieder nicht nur aus wie ein Exot, da war er auch noch einer. Das hat sich inzwischen geändert, denn der eigentlich typische Mittelmeerbewohner findet es bei uns inzwischen auch ganz angenehm. So angenehm sogar, dass es inzwischen schon über 500 Brutpaare in Deutschland gibt. Eine große Brutkolonie lebt zum Beispiel in den Löss-Steilwänden an den Weinhängen der Region um den Kaiserstuhl in Südbaden.

Susanne Decker, Stand vom 24.07.2009

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