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Warum kann ein Hubschrauber in der Luft stehen?

In der Natur sind Kolibris die Vorbilder für Hubschrauber: Sie können fast reglos in der Luft stehen und kurze Strecken sogar rückwärts fliegen. Kein anderer Vogel auf der Welt ist dazu in der Lage. Die Kolibris bewegen ihre Flügel in Form einer liegenden Acht und können mit dieser Flugtechnik in der Luft anhalten. So wie sich der Kolibri unter den Vögeln durch seine Wendigkeit hervorhebt, kann der Hubschrauber im Gegensatz zum Flugzeug senkrecht starten und landen, in alle Richtungen manövrieren und vor allem in der Luft schweben. Der Hubschrauber ist ein sicheres Verkehrsmittel, das selbst bei einem Motorausfall wie ein Blatt nach unten schwebt.

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Warum kann ein Hubschrauber in der Luft stehen? (2'03'')
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Der Hubschrauber hat rotierende Blätter. Sie wirken wie die Tragflächen eines Flugzeugs. Aber durch die Drehung der Rotorblätter wird im Stand schon so viel Auftrieb erzeugt, dass der Hubschrauber, ohne sich vorwärts zu bewegen, aufsteigt. Dieser Effekt kann durch die veränderbaren Anstellwinkel der Blätter noch verstärkt werden.

Beim Auftrieb teilen die auf der Oberseite gewölbten Rotorblätter den Luftstrom. Die Luft muss oberhalb der Blätter einen längeren Weg zurücklegen als unterhalb. Damit beide Luftströme am Ende gleichzeitig ankommen, muss die Luft oben schneller fließen. Über dem Rotor entsteht ein Unterdruck und unter dem Rotor ein Überdruck, der den Hubschrauber nach oben fliegen lässt.

Mit einem Hebel kann der Pilot die Winkel der Rotorblätter so verstellen, dass sie mal mehr und mal weniger Luft verdrängen. Stellt er sie so ein, dass auf der einen Seite des Hubschraubers mehr Druck ist als auf der anderen, rutscht die Maschine zur Seite. Mit dieser Technik kann der Hubschrauber seitwärts, vorwärts und sogar rückwärts fliegen. Wenn die Winkel der Rotorblätter so eingestellt sind, dass der Hubschrauber weder zu Boden sinkt noch weiter aufsteigt, schwebt er in der Luft.

Annika Zeitler, Stand vom 01.06.2009

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