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Der "Zeppelin NT"

Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts machten sich ein paar Zeppelinbegeisterte in Friedrichshafen Gedanken, ob es nicht an der Zeit sei, noch einmal ein Starrluftschiff mit dem Namen Zeppelin zu bauen. Die Vision wurde an der historischen Stätte im Namen der Zeppelin Luftschifftechnik schnell umgesetzt. Schon im September 1997 machte der Prototyp des "Zeppelin NT" seine Jungfernfahrt.

Ein Zeppelin NT landet auf dem Flughafen in Gera-Leumnitz (Rechte: ddp)

Viel kleiner als sein bekannter Vorfahr

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Ein "Kleiner" mit viel Komfort

Zwar ist der NT – NT steht für "Neue Technologie" – erheblich kleiner als seine weltbekannten Vorfahren aber das Prinzip ist im wesentlichen das gleiche. Eine starre Konstruktion gibt dem gasgefüllten Zeppelin Struktur und Form. Diese Technologie hat gegenüber den Blimps (das sind die zeppelinähnlichen Ballons ohne tragendes Gerüst, die oft Werbung fliegen) den Vorteil, dass die Motoren nicht an der Gondel, sondern an den aerodynamisch günstigen Positionen in der Mitte des Schiffes und am Heck befestigt sind.

So lässt sich der NT besser manövrieren und der Komfort in der Passagiergondel ist wesentlich größer. Die gute Manövrierfähigkeit macht es möglich, den NT mit nur drei Mann am Boden sicher zu starten und zu landen. Die Zeppeline vergangener Tage benötigten nicht selten über 150 Mann Bodenpersonal um das Schiff an seinen Haltemast zu bekommen. Dafür ist der NT aber auch wesentlich kleiner als die großen Luftschiffe von damals. Während die „Hindenburg“ 245 Meter lang war und 200.000 Kubikmeter Gas fassen konnte, hat der Zeppelin LZ N07 der neuen Generation von 1997 nur ein Länge von 75 Metern und fasst 8225 Kubikmeter Gas. Die „Hindenburg“ konnte 72 Passagiere befördern, der LZ N07 nur zwölf.

Der Zeppelin NT bei einer Flugvorführung (Rechte: ddp)

Der "Zeppelin NT" "fliegt", er "fährt" nicht

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Der "Zeppelin NT" hat vielfältige Aufgaben

Selbstverständlich fliegen die heutigen NT's, von denen bis 2008 vier gebaut wurden, ausschließlich mit unbrennbarem Helium. Übrigens "fliegen“ die Neuen tatsächlich, da sie den dynamischen Auftrieb ihrer Motoren benötigen, um in die Luft zu kommen. Die "Alten" sind - wie heute noch die Heißluft- und Gasballons – "gefahren", da sie leichter waren als Luft.

Die NTs werden vor allem auf touristischen Flügen eingesetzt, sie dienen aber auch als Forschungs- und Wissenschaftsplattform. Auch in der großräumigen Verkehrsüberwachung finden sie Einsatz. Beliebt sind die neuen Zeppeline auch für Film- und Fernsehproduktionen oder als Werbeplattformen.

Fliegen mit dem Zeppelin

Wer in einem Zeppelin fliegen will, der fährt am besten nach Friedrichshafen. Dort kann man Rundfahrten mit dem Zeppelin NT über den Bodensee buchen. Beim Besuch des Nachfolgeunternehmens der von Graf Zeppelin 1908 gründeten die Luftschiffbau Zeppelin GmbH lohnt sich auch ein Abstecher ins nahegelegene Zeppelin-Museum. Es vermittelt die Geschichte der Luftfahrt und gibt Einblicke in die vergangene Epoche der großen Luftfahrtschiffe wie der "Graf Zeppelin" oder der "Hindenburg“.

Rolf Stephan, Stand vom 01.06.2009

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