• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Manganknollen

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Meer
  • Energie aus dem Meer
  • Manganknollen

Manganknollen

In der Tiefsee sind Schatzsucher unterwegs. Doch sie suchen am Meeresboden keine Kisten voller Gold. Die heutigen Schätze der Tiefsee sind kartoffel- bis salatkopfgroße, schwarze Knollen - Manganknollen. Mal liegen sie mehr, mal weniger dicht am Meeresboden. Manganknollen könnten Deutschlands Rohstoffquelle der Zukunft sein.

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
http://www.macromedia.com/go/getflashplayer_de

Manganknollen – Rohstoffe aus dem Meer (3'30'')
Zur Video-Großansicht

Mehr zum Artikel

Energie aus dem Meer
Videos
Methanhydrat
Wissensfrage
Manganknollen
Wem gehört das Meer?
Literatur & Co
Link-Tipps

Viel mehr als nur Mangan…

Manganknollen enthalten die Metalle Mangan und Eisen, aber auch die wirtschaftlich interessanten Elemente Kupfer, Nickel und Kobalt. Diese Metalle kommen in der Erdkruste nicht allzu häufig vor und werden vor allem in der Stahlverarbeitung und Elektroindustrie gebraucht. Hinzu kommen noch Spuren anderer bedeutsamer Elemente wie Platin oder Tellur für die Computer- oder Handyherstellung.

Deutschland hat selbst keine Vorkommen an Kupfer, Nickel oder Kobalt. Sie werden bisher zu hundert Prozent aus Ländern wie Chile, Russland und der Demokratischen Republik Kongo importiert. In jeder Tonne Manganknollen steckt durchschnittlich etwa doppelt so viel Kupfer, Nickel und Kobalt wie in einer Tonne Erzgestein an Land.

Tiefseeroboter Kiel 6000. (Rechte: picture alliance/dpa)

Bergbau der Tiefsee mithilfe von Tauchrobotern

Vergrößern

Manganknollen-Fieber unter den Staaten

Der Boden der Tiefsee ist übersät mit Manganknollen. Sie liegen in 5000 Meter Tiefe am Meeresboden. Die höchste Dichte an Knollen findet sich vor der Westküste Mexikos, im Peru-Becken und im Indischen Ozean. Manganknollen wachsen extrem langsam, gerade einmal fünf Millimeter bis ein Zentimeter in einer Million Jahren.

Bisher bestand wenig Interesse an den Mineralien am Meeresgrund, aber mit steigenden Rohstoffpreisen wird der Meeresbergbau für die Industrie immer interessanter. Als die Weltmarktpreise für Rohstoffe in den 1970er Jahren zur Zeit der Erdölkrise erstmals zu explodieren drohten, brach weltweit ein Manganknollen-Fieber aus. Spezialfirmen entwickelten Tiefseeroboter und Förderschiffe, um die Knollen der Tiefe einzusammeln.

Ein Nautilus vor Korallen in der Tiefsee. (Rechte: picture alliance/Reinhard Dirs)

Wie wirkt sich ein Abbau auf die Tiefseebewohner aus?

Vergrößern

Erster Abbautest in den 70ern

Im März 1978 wurden Manganknollen erstmals über einen langen Schlauch erfolgreich an die Meeresoberfläche gepumpt - eine Sternstunde des Tiefseebergbaus. Der Abbau ist technisch kein Problem, aber Forscher können die Auswirkungen auf das Ökosystem Meer bis heute nicht abschätzen. Noch immer sind die Spuren der Abbaugeräte von damals deutlich am Meeresboden zu erkennen, als sei dort erst gestern ein Bagger durchgefahren. Dabei war es nur ein kleiner Test.

Insgesamt 800 Tonnen Manganknollen wurden damals nach oben gepumpt. Die Geologen hatten allerdings errechnet, dass etwa 5000 Tonnen pro Tag nötig seien, damit sich der Tiefseebergbau lohne. Die Menge der geförderten Knollen reichte also nicht aus und die Förderung wurde erst einmal eingestellt.

Tiefseefisch. (Rechte: Mauritius )

Lebensraum Tiefsee: nahezu unerforscht

Vergrößern

Lebensraum Tiefsee in Gefahr

Manganknollen liegen in der Tiefsee auf kaum verfestigten Sedimenten. Sobald etwas von den Knollen abtragen wird, ist der Boden aufgewirbelt. Auch wenn Geologen und Forscher statt eines Rechens eine Art Staubsauger für den Abbau der Knollenfelder benutzen würden: Eine gewaltige Menge an Sediment, Wasser und zahllosen Lebewesen würde so oder so mitgefördert. Der Eingriff in den Lebensraum ist also erheblich. Ob und wie eine Wiederbesiedlung der abgeernteten Areale erfolgt, ist bisher nicht geklärt. Welche Technik sich also am besten für den Abbau eignet, gilt es noch herauszufinden.

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
http://www.macromedia.com/go/getflashplayer_de

Forschung am Pazifikboden (3'54'')
Zur Video-Großansicht

Deutschlands 17. Bundesland

Seit 2001 werden von der Internationalen Meeresbehörde der Vereinten Nationen Lizenzen zur Erkundung von Manganknollenfeldern vergeben. Noch dreht es sich nicht um einen Abbau, sondern nur um die genaue Untersuchung der potenziellen Abbaugebiete. Auch Deutschland hat sich eine Tiefseelizenz im Pazifik gesichert. Neben dem deutschen Lizenzgebiet liegen die von Südkorea, Russland, Kuba und Frankreich.

Die Ausbeutung der Lagerstätten in der Tiefsee ist sehr teuer. Demnach wird es wohl noch eine Weile dauern, bis sich der Abbau der Manganknollen für die Industrie wirklich lohnen könnte. Rohstoffexperten schätzen, dass die vergleichsweise leicht zu fördernden weltweiten Kobalt- und Nickelvorkommen an Land noch rund 60 Jahre reichen werden.

Annika Zeitler, Stand vom 25.08.2011
Sendung: Tauchfahrt zu den größten Bodenschätzen der Erde, 25.08.2011

Verwandte Themen bei Planet Wissen

Tiefsee

Selbst die Rückseite des Mondes ist gründlicher erforscht als die dunklen Weiten unter den Weltmeeren. Die Tiefsee ist für Landbewohner eine völlig fremde Welt.

http://www.planet-wissen.de

Tiere der Tiefsee

Selbst in den tiefsten Seegräben und an heißen, toxischen Thermalquellen gibt es Leben. Meterlange Röhrenwürmer, riesige Einzeller, bizarre Fische, räuberische Krebse, elegante Seefedern - nur einige Beispiele für die Artenvielfalt in der Tiefe.

http://www.planet-wissen.de

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven zum Thema Meer (Rechte: dpa)

Meer


  • Meereswellen
  • Korallenriffe
  • Schwarzes Meer
  • Atlantik
  • Leuchttürme

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema Weltmeere (Rechte: WDR/SWR)

Weltmeere

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/meer/energie_aus_dem_meer/manganknollen.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.