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Am 23. Januar 1960 fand ein historischer Tauchgang statt: Die Trieste sollte versuchen, einen Rekord für die Ewigkeit aufzustellen: Als erstes Tauchboot hinab tauchen zum tiefsten Punkt der Meere. Wer war damals mit an Bord und wo tauchte die Trieste ab?


Einer der beiden waghalsigen Abenteurer war Jacques Piccard. Der hatte Abenteuer-Blut: Sein Vater Auguste Piccard wurde weltbekannt, als er mit einem überdimensionalen, großen Ballon samt Gondel den Weltraum erreichte und dort Forschungsarbeiten anging. 10 Jahre lang tüftelte er danach an dem Tauchboot Trieste, um auch die Tiefe erkunden zu können - den Traum verwirklichte sich sein Sohn Jacques zusammen mit dem Amerikaner Don Walsh. Sie sanken in die Tiefe des Mariannen-Grabens, auf den Grund der Challenger-Tiefe in 10.916 Meter Tiefe und sicherten sich einen Platz in den Geschichtsbüchern. Doch den wirklich tiefsten Punkt der Weltmeere verfehlten Sie knapp - um 116 Meter. (Witjatiefe I)

Ein Anglerfisch (Rechte: Mauritius Images)

Anglerfisch

Vergrößern

Stimmt es, dass bei manchen Tiefseefischen das Männchen nur als Parasit des Weibchens existiert?

Bei manchen Arten von Anglerfischen, zum Beispiel Cryptopsaras couesi, sind die Männchen winzig klein und haben nur eingeschränkte Lebensfunktionen. Alles, was sie in ihrem Leben tun müssen, ist, ein Weibchen zu finden, an das sie sich anheften können. Die Weibchen sind rund zehnmal so groß wie die Männchen, jagen nach Nahrung und versorgen die Männchen über ihren Blutkreislauf mit. Irgendwann in ihrem Leben befruchten sie mit dem männlichen Sperma ihre Eier. Diese Lebensweise hat sich offensichtlich als vorteilhaft erwiesen in einer weiten, dunklen Unterwasserwelt, in der es fast aussichtslos ist, paarungsbereite Artgenossen zu treffen.

Martin Rosenberg, Stand vom 01.06.2009

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Meer (Rechte: dpa)

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