Die Bedeutung der Moore
Riesige Wasserspeicher
Die mächtigsten Torfmoore Europas sind Niedermoore bei Grenada in Spanien mit 70 Meter Schichtdicke und Niedermoore in Ostmazedonien (Griechenland), die gar 200 Meter dicke Schichtungen aufweisen.
Die Moore speichern große Mengen Wasser - sie bestehen zu 95 Prozent aus Wasser. Damit haben sie eine wichtige Rolle im Landschaftswasserhaushalt. Schon Alexander von Humboldt verglich sie mit riesigen Schwämmen, die schnell große Wassermengen aufnehmen und dann ganz allmählich wieder abgeben können. In niederschlagsreichen Jahren können Moore tatsächlich mehr als einen Meter "aufschwimmen". In der Folgezeit wird dieses Wasser dann langsam wieder abgegeben (etwa an die Atmosphäre). Dann sinkt das Moor wieder zusammen. So sind Moore hochwirksame Wasserspeicher, die die Gefahr von Überschwemmungen und Flutkatastrophen vermeiden helfen.
Wasserfilter und Kohlenstoffspeicher
Außerdem sind sie natürliche Filteranlagen: Moore halten Inhaltsstoffe des Wassers , das sie durchströmt, zurück und erfüllen so eine weitere, ökologisch wichtige Funktion. Schließlich sind Moore wichtige Kohlenstoffspeicher. Beinahe die Hälfte des als Kohlendioxid in der Atmosphäre vorhandenen Kohlenstoffs ist in Mooren gebunden.
All diese Eigenschaften und Selbstregulationsmechanismen machen Moore zu wichtigen Elementen im Haushalt der Natur.
Siegfried Klaschka, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Moor - Landschaft aus Urzeiten, 18.07.2008







