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Die Bedeutung der Moore

Moore nehmen eine Sonderstellung im Stoffkreislauf ein. Ihre "selbstwachsende Kraft" (M. Succow) unterscheidet sie von allen anderen Ökosystemen auf der Erde. Moore sind Lebensräume mit positiver Stoffbilanz, das heißt: es bildet sich mehr organische Substanz durch die Photosynthese der Pflanzen als zersetzt und verbraucht wird, die Produktivität natürlicher Moorpflanzengesellschaften ist hoch: nährstoffarme, nur von Regenwasser gespeiste Moore produzieren jährlich bis zu acht Tonnen (trockene) Pflanzenmasse pro Hektar; nährstoffreiche Niedermoore mit Röhricht, Schilf und anderen Pflanzen bringen es sogar auf bis zu 16 Tonnen pro Hektar. Moore entsprechen damit in ihrer Produktivität den Laubwäldern.

Eine Wollgraswiese mit den charakteristischen weißen Wattebäuschchen (Rechte: SWR)

Das Wollgras ist typisch für Moore und Sümpfe

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Riesige Wasserspeicher

Die mächtigsten Torfmoore Europas sind Niedermoore bei Grenada in Spanien mit 70 Meter Schichtdicke und Niedermoore in Ostmazedonien (Griechenland), die gar 200 Meter dicke Schichtungen aufweisen.

Gewitterregen in einer Moorlandschaft (Rechte: SWR)

Moore speichern große Mengen Wasser

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Die Moore speichern große Mengen Wasser - sie bestehen zu 95 Prozent aus Wasser. Damit haben sie eine wichtige Rolle im Landschaftswasserhaushalt. Schon Alexander von Humboldt verglich sie mit riesigen Schwämmen, die schnell große Wassermengen aufnehmen und dann ganz allmählich wieder abgeben können. In niederschlagsreichen Jahren können Moore tatsächlich mehr als einen Meter "aufschwimmen". In der Folgezeit wird dieses Wasser dann langsam wieder abgegeben (etwa an die Atmosphäre). Dann sinkt das Moor wieder zusammen. So sind Moore hochwirksame Wasserspeicher, die die Gefahr von Überschwemmungen und Flutkatastrophen vermeiden helfen.

Nahaufnahme eines Sonnentaus (Rechte: SWR)

Eine der besonderen Pflanzen des Moors: der Sonnentau

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Wasserfilter und Kohlenstoffspeicher

Außerdem sind sie natürliche Filteranlagen: Moore halten Inhaltsstoffe des Wassers , das sie durchströmt, zurück und erfüllen so eine weitere, ökologisch wichtige Funktion. Schließlich sind Moore wichtige Kohlenstoffspeicher. Beinahe die Hälfte des als Kohlendioxid in der Atmosphäre vorhandenen Kohlenstoffs ist in Mooren gebunden.
All diese Eigenschaften und Selbstregulationsmechanismen machen Moore zu wichtigen Elementen im Haushalt der Natur.

Siegfried Klaschka, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Moor - Landschaft aus Urzeiten, 18.07.2008

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Bildcollage zum Thema Moore (Rechte: frei)

Moore


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