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Der Moorfrosch

Ein charakteristisches Tier der Moorgebiete ist der Moorfrosch. Normalerweise ist Rana arvalis, so der lateinische Name des Moorbewohners, recht unscheinbar. Er ist sechs bis acht Zentimeter groß und bräunlich gefleckt; so ist er im Laub oder auf dem Waldboden kaum zu entdecken. In der Paarungszeit werden die Männchen aber zu schillernden Kreaturen: Durch hormonelle Veränderungen speichern sie Flüssigkeit unter der Haut; die Haut schwemmt dann auf, das verändert die Lichtbrechung und die Frösche erscheinen in einem leuchtend blauen Prachtkleid.

Ein blauer männlicher Moorfrosch sitzt auf einem braunen Weibchen auf. (Rechte: HR)

Männliche Moorfrösche werden zur Paarung blau

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Hauptsache feucht

Der Moorfrosch lebt, entgegen seinem Namen, nicht nur im Moor. Er kommt auch in Bruchwäldern, Auwäldern, in sumpfigem Grünland oder auf Nasswiesen vor – Hauptsache der Lebensraum ist ausreichend feucht. Aber er ist gleichwohl sehr anspruchsvoll, was seinen Lebensraum betrifft. Er braucht ein Gewässer zum Ablaichen, er benötigt ein spezielles Sommer- und ein Winterquartier, und diese Elemente dürfen weder zu weit von einander entfernt noch zu sehr von Straßen zerschnitten sein; denn der Frosch wandert im Laufe eines Jahres zwischen diesen Plätzen hin und her. Gebiete, die all diese Anforderungen erfüllen, nahmen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland immer weiter ab.

Ein brauner Moorfrosch zwischen Gräsern, Moos und welkem Laub (Rechte: dpa)

Moorfrösche leben nicht nur im Moor

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Kaum noch Platz zum Leben

Auch das Absinken des Grundwasserspiegels durch Trinkwassergewinnung, das Austrocknen ehemals dauerfeuchter Wald- und Wiesengelände oder Flussbegradigungen und das Verschwinden von Auwäldern haben den Lebensraum des Moorfroschs kontinuierlich schrumpfen lassen. Dazu kommt, dass der Laich des Moorfroschs besonders empfindlich gegen säurehaltiges Wasser ist. In einem versauerten Gewässer verpilzt der Laich und die Kaulquappen können sich nicht entwickeln.

So gehört der Moorfrosch inzwischen zu den bedrohten Arten. Um ihm auch in Zukunft ein Überleben zu ermöglichen, müssen die verbliebenen Lebensräume besonders geschützt und, wenn möglich, in der Vergangenheit trockengelegte Flächen wieder vernässt und renaturiert werden.

Siegfried Klaschka, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Moor - Landschaft aus Urzeiten, 18.07.2008

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Bildcollage zum Thema Moore (Rechte: frei)

Moore


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