• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Artensterben

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Naturschutz
  • Artensterben

Artensterben

Wie viele Tier- und Pflanzenarten es auf der Welt gibt, weiß niemand genau. Eine Zusammenstellung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) kam Mitte der 90er Jahre auf rund 1,75 Millionen beschriebene Arten. Doch längst sind nicht alle Arten bekannt, gerade in unzugänglichen Gegenden wie dem Amazonasgebiet werden noch unbekannte Tiere und Pflanzen vermutet. Manche Wissenschaftler schätzen, dass es auf der Erde sogar über 13 Millionen Arten gibt. Doch auch wenn der Mensch von Zeit zu Zeit auf eine neue Art stößt - die Artenvielfalt auf der Erde ist gefährdet.

Ein Kolibri saugt Nektar aus einer Blume. (Rechte: Mauritius)

Wunderbare Artenwelt

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Artensterben
Video
Zersiedelung
Landschaft mit Hindernissen
Interview
Regenwald
Wissensfrage
Nashörner
Gefährdete Arten
Tropenholz
Literatur & Co
Link-Tipps

Intensive Landwirtschaft schadet der Artenvielfalt

Regelmäßig veröffentlicht die Weltnaturschutzunion (IUCN) ihre "Rote Liste" der bedrohten Arten. Im September 2007 enthielt die Liste 41.415 Arten, 16.306 davon waren laut IUCN vom Aussterben bedroht. Bei der geschätzten Gesamtmenge scheint das keine große Zahl zu sein. Doch das ökologische Gleichgewicht ist empfindlich. Stirbt beispielsweise eine Pflanze aus, von der sich eine bestimmte Insektenart vorwiegend ernährt, ist auch diese in ihrem Bestand gefährdet. Die Gründe für das Artensterben sind vielfältig. Aber fast immer ist der Mensch der Auslöser. Alleine der intensiven Landwirtschaft und der monokulturellen Bebauung der Ackerflächen sind viele Tier- und Pflanzenarten zum Opfer gefallen. Insektizide und Pestizide töten nie nur die Schädlinge, sondern schaden auch anderen Lebewesen und Pflanzen. Wird ihr Lebensraum vergiftet, werden sie zurückgedrängt. Nur in den seltensten Fällen suchen sich die Arten neue Nischen und neue Lebensräume - und selbst wenn das geschieht, müssen aus den neu besiedelten Flächen wiederum andere Arten verdrängt werden.

Weiß und lila blühende Blumen in einer Bergwiese. (Rechte: dpa)

Blühende Bergwiesen werden seltener

Vergrößern

Auch Wiesen und Weiden, auf denen sich früher verschiedene Arten tummelten, werden weiter vernichtet. Was nicht für die Landwirtschaft gebraucht wird, wird in Bauland umgewandelt oder für Verkehrswege verbraucht. Dazu kommt noch, dass in den Industrieländern immer weniger Obst-, Gemüse- und Getreidesorten kultiviert werden. Die gängigen Kartoffel- und Apfelsorten, die überall zu kaufen sind, sind nur ein winziger Bruchteil des Sortiments. Doch die anderen Sorten geraten nach und nach in Vergessenheit - langsam sterben sie aus. Dieses Verhalten des Menschen nennt die Umweltorganisation Greenpeace "genetische Erosion".

Grüne und rote Pflanzen im tropischen Regenwald. (Rechte: dpa)

Viele Pflanzen im Regenwald sind noch nicht erforscht

Vergrößern

Naturwunder tropischer Regenwald

Die zunehmende Zerstörung des Lebensraumes ist für viele Arten tödlich. Besonders gefährdet ist der tropische Regenwald im Amazonas-Gebiet, in Zentralafrika und in Südostasien. Hier exisitieren schätzungsweise 70 Prozent aller tierischen und pflanzlichen Landlebewesen. Doch das grüne Naturwunder ist bedroht - und mit ihm das Weltklima und viele Arten. Jährlich werden enorme Flächen des Regenwaldes abgeholzt und in Industrieland oder - schlimmer noch - in Brachen umgewandelt. Das Holz wird an die Möbel- und Papierindustrie verkauft. Die in den Wäldern lebenden Arten werden immer weiter verdrängt, die Populationen schrumpfen oder sterben ganz aus. Was aber einmal vom Erdboden verschwunden ist, ist für alle Zeiten verloren.

In den Ozeanen sieht es nicht viel besser aus. Die Meere bedecken 71 Prozent der Erdoberfläche. Angefangen von Bakterien und Plankton über Garnelen, Krabben und Krebse bis hin zu gigantischen Kraken vermutet man über zehn Millionen Arten von Meeresbewohnern. Doch auch hier droht der Mensch, vielen Arten durch Überfischung und Verschmutzung den Garaus zu machen.

Eine Zollfahnderin holt aus einem Koffer eine ausgestopfte Schildkröte. (Rechte: dpa)

Auch ausgestopft verboten: Schildkröte als Souvenir

Vergrößern

Trophäenjäger und "Volksmediziner"

Andere Tiere und Pflanzen sind in ihrer Existenz bedroht, weil Urlauber gefährdete Arten vom ihren Reisen mitbringen - lebend, ausgestopft oder "verarbeitet". Allein die Zollfahnder am Frankfuerter Flughafen beschlagnahmten 2006 7.024 Schlangen, 5.000 Wasserschildkröten und 3.500 Leguane. Jäger, die nur auf Felle, Hörner oder Geweihe der getöteten Tiere aus sind, tun ein Übriges bei der Ausrottung bedrohter Tierarten.

Auch sogenannte "Volksmedizinen" fügen der Natur großen Schaden zu. Vielen exotischen Tiere werden beispielsweise in asiatischen Ländern bestimmte Heilkräfte zugeschrieben. Tigerknochen sollen gegen Rheuma helfen, Schlangenfett gegen Asthma und Schildkrötenpanzer bei Heiserkeit. Die meisten dieser Tiere sind vom Aussterben bedroht. Dennoch werden sie teilweise gegen sehr hohe Prämien gejagt, denn mit ihnen lässt sich eine Menge Geld verdienen.

Aber es gibt auch Licht im dunklen Kapitel des Artensterbens. Viele Staaten haben erkannt, dass die Artenvielfalt, die sogenannte Biodiversität, erhalten werden muss und haben Programme zum Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen aufgelegt. Bildungsmaßnahmen in armen Ländern und Schutzabkommen sollen der Ausrottung einen Riegel vorschieben. Nicht zuletzt die gezielte Aufklärung der Verbraucher trägt ebenfalls dazu bei, die Artenvielfalt der Erde zu erhalten - oder zumindest das Aussterben zu verlangsamen.

Melanie Wieland, Stand vom 18.11.2011
Sendung: Deutschlands wandernde Tiere, 21.11.2011

Mehr zum Thema

Collage: Zwei geöffnete Hände, darüber die Erde. (Rechte: ddp)

Naturschutz


  • Naturschutzgeschichte
  • Naturlandschaften
  • Heide in Europa
  • Lebensraum Moor
  • Ranger und Wildhüter

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema Überfischung (Rechte: WDR/SWR)

Überfischung

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/naturschutz/artensterben/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.