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Gefährdete Arten

In beinahe jedem Land, für nahezu jede Region gibt es eine sogenannte "Rote Liste", die vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten verzeichnet. Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) hat eine internationale Liste erstellt, aus der hier fünf bedrohte Tier- und Pflanzenarten vorgestellt werden.

Rote Blüte der hibiskusartigen Mandrinette. (Rechte: dpa)

Auf Mauritius gibt es nur noch wenige Mandrinetten

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Mandrinette

Die Mandrinette (Hibiscus fragilis) gehört zu den stark gefährdeten Pflanzenarten. In ihrer Heimat Mauritius soll es laut Roter Liste nur noch weinger als 50 Pflanzen geben, die sich aber bedauerlicherweise nicht mehr vermehren, weil importierte, nicht-einheimische Pflanzen ihr den Lebensraum streitig machen.

Die immergrünen Pflanzen mit den roten Blüten gedeihen ausschließlich an trockenen Steilhängen. Doch es scheint relativ gut möglich zu sein, die Mandrinette mithilfe von Ablegern und Samen zu züchten. Vielleicht kann diese Art also doch noch gerettet werden.

Ein ausgewachsener Kleideraffe hält ein Jungtier auf dem Arm. (Rechte: dpa)

Lebt in Vietnam und Laos: der Kleideraffe

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Kleideraffe

Der Kleideraffe (Pygathrix nemaeus) lebt in Zentral- und Südvietnam sowie im Nachbarland Laos. Die natürliche Lebensumwelt des Primaten, der tropische Regenwald, wird immer mehr zerstört. Zudem wird der Kleideraffe wegen seines Fleisches gejagt. Aus diversen seiner Körperteile werden traditionelle Heilmittel hergestellt.

Der Körper des Kleideraffen wird etwa 54 bis 70 Zentimeter lang, sein Schwanz noch einmal 60 bis 70 Zentimeter. Auf seinem Speiseplan stehen Blätter, Knospen und Blüten. Der Kölner Zoo ist laut eigenen Angaben der einzige Tiergarten in Europa, dem es in den vergangenen Jahren gelang, den Nahrungsspezialisten über mehrere Generationen zu züchten.

Ein Sägefisch schwimmt in grünlich schimmerndem Wasser am Meeresgrund. (Rechte: IUCN Red List/Sun International Ressort Inc.)

Vom Fischfang bedroht

Westlicher Sägefisch

Der Westliche Sägefisch (Pristis pectinata) ist aus seiner natürlich Umgebung im Nordatlantik und den Küstenregionen des Südwestatlantik nahezu völlig verschwunden. Vor allem der Fischfang hat den Beständen des bis zu sechs Meter langen Fisches enorm zugesetzt.

Laut IUCN sind die verbliebenen Populationen "klein, verstreut und sehr gefährdet". Die Bestände im Nordostatlantik sind möglicherweise bereits ausgestorben. Die "Sägen" dieser Tiere sind trotzdem immer noch begehrte Trophäen und Bestandteile traditioneller Medizin.

Ein Bastard Quiver Tree in der Wüste von Namibia. Der Stamm des karg aussehenden Bäumchens teilt sich in der Mitte in drei Arme mit einer palmenähnlichen Krone. (Rechte: IUCN Red List/Craig Hilton-Taylor)

Der "Bastard Quiver Tree" ist vom Aussterben bedroht

Bastard Quiver Tree

Der Bastard Quiver Tree (Aloe pillansii) kommt überwiegend in der Grenzregion zwischen Südafrika und Namibia vor. Von dieser Baumart existieren nur noch einige wenige hundert Exemplare. Während die älteren Pflanzen allmählich aussterben, wachsen jüngere Bäume nicht nach. Wahrscheinlich ist das auf grasende Ziegen und Esel zurückzuführen.

Dreistreifen-Scharnier-Schildkröte unter Wasser. (Rechte: IUCN Red List/Kurt A. Buhlmann)

Die dreigestreifte Schönheit in ihrem Element

Asiatische Dreistreifen-Scharnier-Schildkröte

Die Asiatische Dreistreifen-Scharnier-Schildkröte (Cuora trifasciata) gehört zu den am meisten gefährdeten Süßwasser-Schildkröten Asiens. Die bis zu 20 Zentimeter große Schildkröte, die sicherlich zu den schönsten ihrer Art gehört, lebt im südlichen China und dem nördlichen Vietnam. Besonders in Vietnam ist der Allesfresser inzwischen fast ausgerottet, denn die traditionelle chinesische Medizin schreibt dieser Schildkröte Krebs heilende Kräfte zu. Darüber hinaus wird sie wegen ihrer auffälligen Schönheit als Haustier gejagt und - illegalerweise - gehandelt.

Melanie Wieland, Stand vom 15.01.2010

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Collage: Zwei geöffnete Hände, darüber die Erde. (Rechte: ddp)

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