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Ranger und Wildhüter

Ob Luchs, Wolf oder Bär - lange waren die großen Wildtiere aus deutschen Wäldern verschwunden. Sie wurden vom Menschen gejagt und schließlich ausgerottet. Jetzt kehren sie Schritt für Schritt in ihre alte Heimat zurück. Von Rangern und Wildhütern bewachte Schutzgebiete bieten ihnen die Chance dazu.

Ranger erklärt Wanderer etwas auf einer Karte. (Rechte: ddp)

Ranger in der Eifel

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Ranger und Wildhüter
Traumberuf Ranger
Das Brachsenkraut
Der Feldberg

Der Beruf Ranger

Ranger heißen in Deutschland offiziell "geprüfte Natur- und Landschaftspfleger". Ihre Aufgaben zwischen Flensburg und Konstanz umfassen zwei Hauptfelder: die Öffentlichkeitsarbeit und den Naturschutz. Auf der einen Seite führen Ranger Besuchergruppen durch die Schutzgebiete, halten Vorträge und geben Seminare, um der Bevölkerung Natur und Naturschutz nahezubringen. Auf der anderen Seite installieren und kontrollieren sie Lehrpfade, Informationstafeln, Zonierungs- und Hinweisschilder, erfassen im Schutzgebiet vorkommende Pflanzen und Tiere, dokumentieren mögliche Veränderungen des Naturraumes und achten darauf, dass sich die Besucher zum Schutz der Landschaft an die Vorschriften halten.

Nationalpark versus Naturpark

Je nachdem, in welcher Art von Schutzgebiet die Ranger eingesetzt sind, greifen sie mal mehr, mal weniger stark in die Natur ein und sind mal streng und mal weniger streng mit den Besuchern. So soll sich die Natur in Nationalparks zum Beispiel frei von nutzenden und lenkenden Eingriffen des Menschen entwickeln können, während Naturschutzgebiete häufig auch land-, forst- und wasserwirtschaftlich oder für die Freizeitgestaltung genutzt werden.

Das Naturschutzgebiet Feldberg

Das Naturschutzgebiet Feldberg wurde 1937 gegründet und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 4200 Hektar. Damit ist es nicht nur das höchstgelegene und älteste, sondern auch das größte Naturschutzgebiet Baden-Württembergs. Aufgrund seiner eiszeitlich geprägten Oberflächenformen und seines rauen Klimas im Winter wird der Feldberg auch "subalpine Insel" genannt. Er bietet beste Voraussetzungen für eine Flora und Fauna, die man so sonst nur in den Alpen findet: Alpentroddelblume, Sumpfenzian, Schweizer Löwenzahn, Alpenhelm, stachelsporiges Brachsenkraut und viele andere seltene Pflanzen wachsen hier.

Ein Luchs in freier Wildbahn (Rechte: Zentralbild)

Neuzugang im Schwarzwald: Der Luchs

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Luchs und Co.

Die botanische Vielfalt auf dem Feldberg lockt ganz unterschiedliche Tiere an: Seltene Heuschreckenarten wie die alpine Gebirgsschrecke, wunderschöne Schmetterlinge, den Auerhahn - Europas größten Hühnervogel -, Hirsche und Gämsen. Auch zwei Neuzugänge streifen seit einiger Zeit durch den Schwarzwald: der Biber und der Luchs.

Interessenkonflikte zwischen Mensch und Natur

Doch nicht nur für Pflanzen und Tiere ist der Feldberg äußerst attraktiv. Jedes Jahr kommen 1,5 Millionen Besucher auf den Feldberg. Außerdem werden Teile des Naturschutz(grenz)gebietes landwirtschaftlich genutzt. Diese Kombination macht den Feldberg zu einem Brennpunkt naturschützerischen, touristischen und kommerziellen Interesses, wo die verschiedenen Ansprüche an die Landschaft sensibel aufeinander abgestimmt werden müssen. Seit 1989 arbeitet daher ein Ranger auf dem Feldberg. Er überwacht und kontrolliert das Gebiet und achtet darauf, dass Mensch und Natur sich nicht allzu sehr in die Quere kommen.

Feldberg-Ranger Achim Laber im Studio von Planet Wissen. (Rechte: SWR)

Feldberg-Ranger Achim Laber

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Elektronische Unterstützung für Naturliebhaber

Unterstützung besonderer Art bekommen Ranger in Zukunft vielleicht dank modernster Satelliten-Technik. Führungen durch Natur- und Nationalparks gehören zwar zu den ureigensten Aufgaben der Ranger, aber so mancher Naturliebhaber möchte die Schönheiten der Nationalparks manchmal vielleicht auch lieber selbst entdecken. Das ist stellenweise schon - wie im Nationalpark Berchtesgaden - mit Hilfe eines "elektronisches Rangers" möglich.

In einem kleinen Handcomputer sind dort Wanderrouten, Naturhighlights und vieles mehr gespeichert. Erreicht der Wanderer die speziellen Gebiete, informiert der "Hosentaschen-Ranger" ihn über die Besonderheiten. Der jeweilige Standort des Wanderers wird über GPS-Signale (Global Positioning System) erfasst. So ist sichergestellt, dass man auch jeweils an den richtigen Orten automatisch vom Computer mit den richtigen Informationen versorgt wird. Die Standortbestimmung über GPS ist gleichzeitig auch Notfallsystem - man kann schnell Kontakt zu Rettungskräften bekommen, falls einmal etwas passieren sollte. In Schweizer Nationalparks ist die Entwicklung sogar schon etwas weiter vorangeschritten. Dort bekommen Naturliebhaber über den elektronischen Ranger sogar Informationen und Routenhinweise zum Aufenthaltsort von Wildtieren wie Bartgeiern und Gämsen. Die Aufenthaltsorte werden ständig von patrouillierenden

Lena Ganschow, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Ranger und Wildhüter - Einsatz in der Wildnis, 19.05.2009

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Collage: Zwei geöffnete Hände, darüber die Erde. (Rechte: ddp)

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