Wissensfrage
Stimmt es, dass Pflanzen besser wachsen, wenn man ihnen klassische Musik vorspielt?
Den Klängen von Mozart, Beethoven und Verdi wird so manche wundersame Wirkung nachgesagt. So soll es angeblich gut für die Entwicklung eines ungeborenen Kindes sein, wenn ihm die Mutter schon früh klassische Musik vorspielt. U-Bahnhöfe wurden schon mit klassischen Klängen beschallt, um unerwünschten Personen dort einen längeren Aufenthalt zu vergällen. Warum sollte also die Klassik nicht auch dabei helfen, Blumen besser wachsen zu lassen?
Ein Team des WDR ließ im Pflanzenversuchslabor im Forschungszentrum Jülich einige Sonnenblumen mehrere Tage lang mit klassischer Musik, Ausschnitten aus dem "Dschungelbuch" und Naturgeräuschen beschallen - ohne erkennbare Auswirkungen oder Unterschiede. Wurde dagegen die Menge des Lichts oder des Wassers verändert, reagierten die Pflanzen sofort.
Es gab bereits Studien, die nachzuweisen versuchten, dass Musikstücke von Mozart, Beethoven oder Tschaikowsky das Pflanzenwachstum günstig beeinflussen. Trotz diverser Versuche konnten derartige Zusammenhänge aber nicht zweifelsfrei festgestellt werden.
Es scheint allerdings zumindest so zu sein, dass jemand, der regelmäßig mit seinen Pflanzen spricht, eher merkt, ob diese mal wieder gegossen oder gedüngt werden sollten. Positive Auswirkungen hat auch das regelmäßige Abzupfen welker Blätter und Blüten - sie sind ein Einfallstor für Pilze und Bakterien.
Rita Gudermann, Stand vom 01.06.2009





