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Menschen in der Antarktis

Terra australis incognita - das unbekannte südliche Land - seine Existenz wurde bereits in der Antike vermutet. Um es zu entdecken, machte sich 1772 der Seefahrer James Cook auf den Weg Richtung Süden. Er segelte als erster über den Südpolarkreis. Das "Ende der Welt" erreichte er allerdings nicht. Gesichtet wurde der sechste Kontinent erstmals 1820. Seither wird der Mensch geradezu magnetisch vom Südpol angezogen: Abenteurer bieten dem unwirtlichen Kontinent die Stirn, Forscher ergründen seine eisigen Geheimnisse und Touristen begeistern sich für den "Planet der Pinguine".

Eisberge in der Antarktis (Rechte: Mauritius)

Magnetische Wirkung auf den Menschen

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Endstation: Südpol

Im Jahr 1820 sahen der russische Admiral Fabian von Bellingshausen, der Amerikaner Nathaniel Palmer und der Brite William Smith zum ersten Mal die antarktische Küste. Ein Jahr später betritt der Robbenjäger John Davies als erster Mensch die Antarktis. Ende des 19. Jahrhunderts wagten sich zahlreiche Expeditionen aus aller Herren Länder ins ewige Eis. Ein spannender Wettlauf zum Südpol begann.

Aufnahme der Gruppe, die mit Scott den Südpol erreichte: (von rechts nach links) Capt.Lt. Oates, Leutnant Bowers, R.F.Scott, Dr.Wilson, Leutnant Evans. (Rechte: AKG)

Robert Falcon Scott erreicht am 18.01.1912 den Südpol

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Am 14.12.1911 erreichte ihn der Norweger Roald Amundsen als erster, der Engländer Robert Falcon Scott kam einen Monat zu spät. Auf dem Rückweg fanden Scott und seine Mannschaft den Tod.
Drei Jahre später brach Sir Ernest Shackleton zu einer Durchquerung der Antarktis auf. Doch das Schiff, die "Endurance", wird vom Packeis eingeschlossen. Die Expeditionsteilnehmer müssen ihr Schiff verlassen und retten sich auf eine Insel. Shackleton und fünf seiner Männer gelingt in einem offenen Boot die 1500 Seemeilen lange Fahrt nach Südgeorgien. Dort gibt es Hilfe: Mit einem Schiff kann die übrige Mannschaft von der Insel gerettet werden. Shackleton verliert keinen einzigen seiner Männer.

Eine große Forschungsstation in der Antarktis. (Rechte: Mauritius)

Forschungsstationen sind inzwischen fester Bestandteil der Antarktis

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Forschungsstation: Eiswüste

Während des "Internationalen Geophysikalischen Jahrs" 1957/1958 gründeten zahlreiche Nationen Forschungsstationen in der Antarktis. Gemäß dem Antarktisvertrag von 1959 wurde der Kontinent der "Wissenschaft" übergeben. Die Vertragsstaaten verzichten auf jeden Gebietsanspruch. 1991 wurde der Vertrag im "Madrider Protokoll zum Schutz der Antarktis vor menschlichen Aktivitäten" verlängert: Das Gebiet darf bis 2041 weder militärisch noch industriell genutzt werden. Das Abkommen enthält auch wichtige Umweltvorschriften zum Schutz der antarktischen Tier- und Pflanzenwelt.
Derzeit werden mehr als 40 ganzjährige Forschungsstationen in der Antarktis unterhalten. Zu den Forschungsobjekten gehören neben Fauna und Flora vor allem Klima, Eis und Geologie des Kontinents. Mit Eisbohrungen versuchen Wissenschaftler die Geheimnisse unter dem weißen Schild zu ergründen: Hier lagern Informationen aus über 800.000 Jahren Klimageschichte.

Champagner Bar auf dem Ross Schelfeis in der Antarktis. (Rechte: Mauritius)

Das Interesse an der Antarktis als Urlaubsziel hat zugenommen

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Touristenattraktion: Eisiger Süden

Seit den 60er Jahren besuchen auch Touristen die weiße Eiswüste. Neben Kreuzfahrten werden Helikopterflüge, Ski- und Klettertouren angeboten. Das Interesse an der Antarktis als Urlaubsziel hat stark zugenommen. 1992 wurden rund 6700 Touristen gezählt, zehn Jahre später sind es doppelt so viele, Tendenz steigend.
Die meisten der in antarktischen Gewässern kreuzenden Expeditionsschiffe sind freiwillige Mitglieder bei der "International Association of Antarctica Tour Operators" (IAATO). Dieser Verbund antarktischer Reiseveranstalter will durch selbst auferlegte Verhaltensregeln möglichst umweltschonend vorgehen: Sanfter Tourismus ist die Devise. In Anlehnung an die Regelungen des Madrider Umweltschutzprotokolls (1991) wurde ein Besucher-Leitfaden für Antarktis-Urlauber entwickelt. Er schreibt unter anderem Mindestabstände zu Pinguinen und ein "Vorfahrtsrecht" für Tiere vor.
Um die Schönheit und Ursprünglichkeit des äußerst empfindlichen Ökosystems "Antarktis" zu erhalten, kommt es auf das Verhalten jedes Einzelnen an, egal ob Abenteurer, Wissenschaftler oder Tourist.

Susanne Wagner, Stand vom 06.10.2010
Sendung: Extremsituationen - Die Kusnt zu überleben, 06.10.2010

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