Umschlagplatz "Duisport"
Gründung 1716
Den Handel zu beleben und die Schifffahrt auf Rhein und Ruhr zu vereinfachen - so lautete der Plan des Ruhrorter Magistrats zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Damals war Stadt Ruhrort noch unabhängig von Duisburg. 1716 wurde mit dem Bau der Hafenanlage begonnen. Die Schiffbarmachung der Ruhr bis Herdecke ließ den Kohlehandel sprunghaft ansteigen, der Hafen bekam erste Ableger. Ein gutes Jahrhundert später sorgte die Industrialisierung mit der Einführung der Dampfschleppschifffahrt und der Erfindung der Eisenbahn dafür, dass die Umschlagzahlen des Ruhrorter Hafens rapide in die Höhe schnellten. Ein weiterer Ausbau wurde erforderlich. Aber erst die umfassende Erweiterung von 1872 bis 1890 band den Hafen direkt an den Rhein an und machte ihn dadurch zum wichtigsten Binnenhafen Europas. 1905 schloss sich der Ruhrorter Hafen schließlich mit dem kleineren Duisburger Hafen zusammen, der ihm heute seinen Namen gibt.
Perfekte Verbindungen
Der Duisburger Hafen, heute kurz "Duisport" genannt, bietet gleich zwei Vorteile: Er liegt in unmittelbarer Nähe der großen Industrieregionen und hat außerdem eine gut ausgebaute Verbindung zu den wichtigen Seehäfen von Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam. Darüber hinaus existieren optimale Verkehrsanbindungen zum Eisenbahnnetz und zu fünf Autobahnstrecken. Wurden im Hafen früher vor allem Kohle und Erz umgeschlagen, durchlief er inzwischen durch die Stahlkrise einen Strukturwandel: Heute ist der Duisburger Hafen ein multifunktionales Güterverkehrszentrum, in dem der Containerverkehr mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.
Christiane Kopka, Stand vom 15.12.2006
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