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U-Boot-Technik

Die U-Boote der Klasse 212A, die zu den modernsten konventionellen U-Booten weltweit gehören, sind cirka 56 Meter lang und über dem Zentraleaufbau 11,5 Meter hoch. Der Durchmesser eines solchen U-Bootes beträgt sieben Meter und es verdrängt durchschnittlich 1450 Tonnen Wasser. Der Tauchvorgang und die Versorgung mit Sauerstoff funktionieren auf allen Unterwasserbooten ähnlich.

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Ab- und Auftauchen

Was ein U-Boot zu einem U-Boot macht, ist - so banal es klingen mag - die Möglichkeit ab- und wieder aufzutauchen. U-Boote haben sogenannte Tauch- und Regelzellen, durch die sie auf Tauchkurs gehen können. Tauchzellen sind spezielle Tanks, die beim Tauchen mit Wasser gefüllt werden. Auf diese Weise bekommt das U-Boot ein größeres Gewicht als das Wasser und sinkt. Das Abtauchen kann durch Betätigen des Tiefenruders unterstützt werden. Durch die Trimmzellen, die ebenfalls geflutet werden können, kann der Schwerpunkt des U-Bootes verlagert werden und das Boot kann zum Beispiel nach vorne sinken. Durch das Herausdrücken des Wassers aus den Zellen, beziehungsweise durch das Auspumpen der gefluteten Zellen, wird die Dichte des Bootes kleiner als die des Wassers und das Boot taucht wieder auf. Beim Abtauchen nimmt ein U-Boot die äußeren Druckverhältnisse mit ins Bootinnere. Taucht es in einem Tiefdruckgebiet ab und kommt es in einem Hochdruckgebiet wieder an die Wasseroberfläche, so saugt das Boot über den Schnorchel Luft an, um die Druckverhältnisse auszugleichen.

Nach seinem dreimonatigem Mittelmeer-Einsatz kehrt das deutsche U-Boot U32 2006 in den Hafen von Emden zurück. Dort wird das HighTech-Tauchboot mit Brennstoffzellenantrieb der Klasse 212A nach seiner ersten großen Fahrt einer planmäßigen Inspektion durch die Bauwerft Nordseewerke Emden unterzogen. (Rechte: dpa Picture-Alliance / Ingo Wagner)

2006 stellte die U32 mit einer zweiwöchigen außenluftunabhängigen Tauchfahrt einen neuen Rekord für konventionelle U-Boote auf

Vergrößern

In einem U-Boot der Klasse 212A befinden sich große Sauerstofftanks, von denen Sauerstoff ins U-Boot gepumpt wird, der das Boot mit genügend Atemluft versorgt. Das ausgeatmete Kohlendioxid wird durch ein Gasgemisch wieder in Sauerstoff umgewandelt. Atom-U-Boote filtern ihren Sauerstoff durch Elektrolyse direkt aus dem Meerwasser. Wenn genügend Sauerstoff und Treibstoff an Bord vorhanden sind, kann ein U-Boot mehrere Wochen unter Wasser operieren. Die Tauchtiefe hängt immer von dem Druck ab, dem ein U-Boot widerstehen kann. Moderne U-Boote können auf eine Tiefe von 250 bis 400 Metern gehen. Einige sowjetische Atom-U-Boote besitzen Druckkörper aus Titan und sind in der Lage, noch in 900 Meter Tiefe zu operieren. Ein U-Boot, das tiefer hinabtaucht als vorgesehen, kann dem Wasserdruck nicht mehr standhalten. Sein Druckkörper würde brechen, die Hülle reißen und das Boot würde sich sehr schnell mit Wasser füllen.

Sabine Kaufmann, Stand vom 25.09.2009
Sendung: Die Geschichte der U-Boote - Vom Seemannsleben unter Wasser, 25.09.2009

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