• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Wissensfrage

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Sinne
  • Sinnestäuschung
  • Wissensfrage

Wissensfrage

Mehr zum Artikel

Sinnestäuschung
Optische Wahrnehmung
Wissensfrage
Illusionen in der Natur
Wie das Gehirn die Welt sieht
Literatur & Co

Wie entsteht ein Ohrwurm?

Das ist wohl schon jedem so ergangen. Im Radio wird ein Hit gespielt, und wenn man ihn mitten im Stück abstellt, gehen Melodie und Text im Kopf weiter. Man wird den musikalischen Gast im Ohr nicht so schnell los, was mitunter ganz schön nerven kann. Aber was genau steckt dahinter?

Schwarzweißaufnahme der 'Beatles', die auf einer Bühne im Studio spielen. (Rechte: AKG)

Ihre Lieder sind noch heute Ohrwürmer - die Beatles

Vergrößern

Hits werden dauernd gespielt, oft mehrmals am Tag. Eingängige Melodien und leicht zu merkende Texte sind schon nach einigen Wiederholungen in unserem Gehirn gespeichert. Es ist ein Lernvorgang, der nicht bewusst abläuft. Hört man ein bekanntes Lied und bricht es plötzlich ab, arbeitet der Teil des Gehirns, der für die akustische Verarbeitung zuständig ist, genauso weiter, als wenn das Lied noch erklingen würde. Es ergänzt unwillkürlich den Rest, indem es die Erinnerung zu Hilfe nimmt.

'Trink Cola, iss Popcorn' - die Zeilen prangen über einem Filmbild. (Rechte: WDR Freeze)

Mit einem ähnlichen Bild soll das Kinopublikum manipuliert worden sein

Vergrößern

Stimmt es, dass man mit nicht wahrnehmbaren Filmbildern Menschen unterschwellig manipulieren kann?

Der amerikanische Werbefachmann James Vicary soll eigenen Angaben zufolge im Jahr 1957 Kinobesucher mit der Botschaft "Trink Cola, iss Popcorn" zu entsprechendem Verhalten angeregt haben. Dazu habe er Bilder mit dem Text in sehr kurzen Sequenzen von 1/3000-Sekunde Dauer in den Film eingeblendet. Dieses zusätzliche Bild, so hieß es, würde dem Betrachter nicht auffallen, aber von ihm unbewusst wahrgenommen und ihn deshalb beeinflussen.

Diese Geschichte war eine reine Erfindung, sozusagen ein Marketing-Effekt um Aufmerksamkeit zu erregen. Dies ist Vicary allerdings hervorragend gelungen, denn es wurden in den USA sogar Gesetze gegen diese Art der Manipulation erlassen. Auch Vicarys Dementi, dass dieses Experiment nie stattgefunden habe, konnte die Verbreitung der Geschichte nicht verhindern. Noch heute halten sie angeblich rund 80 Prozent der US-Amerikaner für wahr.

In Versuchen wurde festgestellt, dass eine derartige Manipulation nicht funktionieren kann. Jede Sekunde Film besteht aus mindestens 24 Einzelbildern. Ein zusätzliches kurzes Bild mit einem anderen Inhalt würde vom Publikum in jedem Fall als störend empfunden. Je nach ihrer individuellen Wahrnehmungsschwelle könnten einige Zuschauer sogar den Inhalt erkennen. Spätestens dann ist es keine unterschwellige Botschaft mehr.

Günter Wagner, Stand vom 01.06.2009

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven des Themas Sinne (Rechte: WDR)

Sinne


  • Hören
  • Schmecken
  • Riechen
  • Sehen
  • Fühlen

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema Optische Täuschung (Rechte: WDR/SWR)

Optische Täuschung

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/sinne/sinnestaeuschung/wissensfrage.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.