• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Kritik an Zoos

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Tier und Mensch
  • Zoos
  • Kritik an Zoos

Kritik an Zoos

Tausende exotischer Wildtiere leben in Käfigen und Gehegen der Zoos. Alleine in Deutschland gibt es mehr als 700 Zoos, Wildparks, Aquarien oder Schmetterlingshäuser. Vor allem in Großstädten sind sie beliebte Ausflugsziele für Tierfreunde, Schulklassen und Familien. Tierschützer bezeichnen die Gefangenschaft der Tiere aber als Quälerei und Isolationsfolter. Eine artgerechte Haltung für Wildtiere ist nach ihrer Ansicht nicht möglich.

Das Bild zeigt ein Haifischbecken mit einem Glastunnel. Im Becken sind mehrere Haie zu sehen. (Rechte: Mauritius)

Zoos sind beliebte Ausflugsziele

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Zoos
Videos
Interview mit Claudia Sewig
Bernhard Grzimek
Kritik an Zoos
Geschichte des Zoos
Erlebniszoos
Frankfurter Zoo
Literatur & Co
Link-Tipps

Titanic oder Arche?

Wildtiere sind in ihrem Verhalten und Körperbau auf ein Leben in Freiheit ausgerichtet. Nach Meinung von Tierschützern verkümmern die Tiere in Gefangenschaft. Anzeichen dafür seien die sogenannten Stereotypien, immer gleiche Bewegungsabläufe, etwa pausenloses Hin- und Herlaufen oder Schwenken mit dem Kopf. Besonders häufig könnten solche Abnormitäten bei Bären und Großkatzen beobachtet werden. Der Großteil der Zootiere, so der Vorwurf der Tierschützer, fühle sich von den Besuchermassen gestört und werde aggressiv. Manche töteten sogar ihre Artgenossen, verstümmelten sich selbst oder zeigten andere Formen von Verhaltensstörungen.

Ein sibirisches Tigerweibchen und Junges nähern sich einem Wassergraben. (Rechte: dpa)

Großkatzen können kaum artgerecht gehalten werden

Vergrößern

Aber Tierpark ist nicht gleich Tierpark. Natürlich gibt es Zoos in denen die Tiere unter schlechtesten Bedingungen gehalten werden, aber es gibt auch positive Beispiele. Immer mehr Zoos versuchen die Tiere so artgerecht wie möglich zu halten. Durch größere, den Bedürfnissen der Tiere angepasste Gehege haben sich die Haltungsbedingungen in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Zudem wird versucht die Tiere auf verschiedene Art und Weise zu beschäftigen, indem es ihnen zum Beispiel erschwert wird an ihr Futter zu gelangen. So müssen Eisbären Fleischbrocken erst aus großen Eiswürfeln holen oder Schimpansen ihre Rosinen aus einem ausgehöhlten Baumstamm.

Das Bild zeigt das sechs Wochen alte Eisbärbaby 'Knut'. (Rechte: ddp)

Tierbabys sind Publikumsmagneten

Vergrößern

Zuchthaus statt Zucht-Haus?

Im Gegensatz zu früher können Zoologische Gärten heute immer größere Zuchterfolge verzeichnen. Zoogegner argumentieren jedoch, dass die in Tierparks geborenen und aufgewachsenen Tiere nicht mit ihren in der Wildnis lebenden Artgenossen zu vergleichen seien. Erbkrankheiten und andere Anomalien seien häufig die Folge der auf Inzucht basierenden eingeschränkten genetischen Vielfalt. Dagegen spricht allerdings, dass es mittlerweile weltweit operierende Netzwerke zwischen den Zoos gibt, um Tiere untereinander auszutauschen. Dabei wird, nach Aussage der Zoos, genau auf den Stammbaum der Tiere geachtet, um Inzucht zu vermeiden. Denn auch unabhängig vom Tierschutz liegt es im Interesse der Zoobetreiber möglichst gesunde Tiere zu züchten. Kein Besucher möchte sich kranke Tiger, Elefanten oder Eisbären ansehen.

Das Bild zeigt drei kleinen Geparden mit ihrer Mutter. (Rechte: dpa)

Zuchterfolg im Zoo

Vergrößern

Zootier ist nicht gleich Wildtier

Die Rolle der Zoos als Zuchtstation und Artenschutz-Pension wird von Tierschützern in Frage gestellt. Bei der Wiederauswilderung ergeben sich nicht selten große Schwierigkeiten: Zootiere sind in der freien Wildbahn kaum überlebensfähig, da sie nicht gelernt haben sich durchzusetzen. Nicht zuletzt, so die Naturschützer, können Zoos keinen Beitrag zum Artenschutz leisten, solange nicht gleichzeitig die natürlichen Lebensräume geschützt werden. Dass viele Zoos genau das tun, übersehen einige Tierschützern dabei. Auswilderungsprogramme, internationale Naturschutzprogramme und die Wildhüter in den Heimatländern der Tiere werden von vielen großen Zoos unterstützt. Denn dass die Nachzucht und Auswilderung von bedrohten Tierarten nur Sinn machen, wenn es in den Heimatländern noch einen natürlichen Lebensraum für die Tiere gibt, ist auch für Zoobetreiber keine Frage. Zusammen mit Naturschützern können Tierparks so einen Beitrag dazu leisten, das Überleben einer Spezies in freier Wildbahn zu sichern. Aus diesem Grund arbeiten auch große Naturschutzorganisationen wie zum Beispiel der “World Wide Fund For Nature“ (WWF) mit Zoos zusammen.
.

Das Bild zeigt drei Elefanten im Freigehege und das Kölner Elefantenhaus. (Rechte: WDR)

Elefanten brauchen viel Platz

Vergrößern

Vergnügungspark und Volksverdummung?

Schon lange sind Zoos ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Neben der Erholung und Unterhaltung sollen sie heute vor allem der Bildung dienen, um den Besuchern sowohl die "Welt der Tiere" als auch die Probleme des Arten- und Naturschutzes nahe zu bringen. Tierschützer kritisieren aber, dass Zoos ein völlig falsches Bild der Natur vermitteln. Zum einen werde die Gefangenschaft von Tieren als völlig unproblematisch dargestellt, zum anderen seien die in Gehegen und Käfigen lebenden Tiere keine echten Vertreter ihrer freilebenden Artgenossen. Im Zoo wie auch im Zirkus neige man dazu, die Tiere zu vermenschlichen und sich auf ihre Kosten zu amüsieren. Während die meisten Besucher nur einmal im Jahr für ein paar Stunden in den Zoo gehen, müssten die Tiere ihr Leben lang hinter Gittern und auf wenig Raum ihr Dasein fristen. Den perfekten Zoo wird es wahrscheinlich nie geben, aber in der Regel sind Zoologische Gärten darauf bedacht, dass ihre Tiere möglichst artgerecht gehalten werden und verbessern die Haltung ihrer Tiere immer weiter.

Susanne Wagner/Christian Görzel, Stand vom 30.09.2010

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Tier und Mensch (Rechte: SWR)

Tier und Mensch


  • Tierschutz
  • Tiere der Stadt
  • Esel
  • Tiermedizin
  • Tierzucht

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/tier_und_mensch/arche_zoo/kritik_an_zoos.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.