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Pfeilgiftfrösche - klein, aber wirkungsvoll

Allein ihr Name klingt gefährlich: Pfeilgiftfrösche sind mit 12 bis 50 Millimeter Länge zwar sehr kleine Frösche. Ihr Aussehen jedoch erregt Aufsehen: Fast alle Arten sind leuchtend bunt. Daher werden sie auch "Färberfrösche" genannt. Während andere Amphibien vorsichtshalber auf Tarnfarben setzen, ist es bei den Pfeilgiftfröschen genau umgekehrt. Mit ihrer kontrastreichen und grellen Färbung signalisieren sie ihren Feinden: "Vorsicht, ich bin ungenießbar!" Und das ist nicht nur ein leeres Versprechen. Denn die in Süd- und Mittelamerika lebenden Frösche besitzen Hautsekrete, die zu den stärksten tierischen Giften gehören. Das plötzliche Ausstoßen der Stoffe ist eine wirkungsvolle Abwehrstrategie, die auch viele andere Tiere einsetzen, etwa der Feuersalamander oder der Riesentausendfüßler.

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Gift für Blasrohrpfeile

Ihren Namen tragen Pfeilgiftfrösche nicht zuletzt auch deshalb, weil die Indianer Kolumbiens und Panamas das Hautsekret der Frösche als Pfeilgift verwenden. Manche Froscharten enthalten soviel Gift, dass die Indianer ihre Blasrohrpfeile nur über den Rücken des lebenden Frosches streichen müssen. Andere Arten werden auf Holzstäbchen aufgespießt und über dem Feuer leicht erwärmt. Das dabei austretende Sekret wird auf die Pfeilspitzen aufgetragen. Tiere, die von einem Giftpfeil getroffen werden sind sofort tot. Die Blasrohrpfeile können aber auch für den Menschen tödlich sein.

Das Bild zeigt einen gelben Phyllobates terribilis, den giftigsten Frosch der Welt, der in den Urwäldern Südamerikas lebt. (Rechte: dpa)

Vorsicht giftig!

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Hochentwickelte Brutpflege

Die meisten Pfeilgiftfrösche leben am Boden, einige steigen auch auf Bäume, wo sie ihren Wasserbedarf in Bromelien decken, trichterförmige Pflanzen, die mit ihren Blättern Regenwasser auffangen. Die bunten Frösche werden daher auch als "Baumsteigerfrösche" bezeichnet. Neben der erstaunlichen Farbvielfalt haben sich die tropischen Frösche auch aufgrund ihrer hoch entwickelten Brutpflege einen Namen gemacht. Pfeilgiftfrösche zeugen nur sehr wenig Nachwuchs, um den sie sich aber intensiv kümmern. Die frisch geschlüpften Larven klettern auf den Rücken der Eltern und lassen sich so zum nächsten Gewässer tragen, wo sich die Quappen zum Frosch entwickeln.

Das Bild zeigt einen Pfeilgiftfrosch auf einer Hand. (Rechte: WDR Freeze)

In Gefangenschaft sind Pfeilgiftfrösche meist ungiftig

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Ungiftige Zuchttiere

Die größte Bedrohung der Pfeilgiftfrösche ist der Mensch. Mit der Zerstörung des Regenwalds verschwindet auch der Lebensraum dieser Tiere. Viele Färberfrösche sind außerdem beliebte Terrarientiere, die in großen Mengen importiert werden. Interessanterweise enthalten nur der Natur entnommene Baumsteigerfrösche die Toxine. Nachzuchttiere sind völlig ungiftig. Fügt man ihrem Futter jedoch Giftstoffe zu, so speichern sie diese in ihrer Haut.

Susanne Wagner, Stand vom 01.03.2011

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Bildcollage zum Thema Tierisches (Rechte: dpa)

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