Pfeilgiftfrösche - klein, aber wirkungsvoll
Gift für Blasrohrpfeile
Ihren Namen tragen Pfeilgiftfrösche nicht zuletzt auch deshalb, weil die Indianer Kolumbiens und Panamas das Hautsekret der Frösche als Pfeilgift verwenden. Manche Froscharten enthalten soviel Gift, dass die Indianer ihre Blasrohrpfeile nur über den Rücken des lebenden Frosches streichen müssen. Andere Arten werden auf Holzstäbchen aufgespießt und über dem Feuer leicht erwärmt. Das dabei austretende Sekret wird auf die Pfeilspitzen aufgetragen. Tiere, die von einem Giftpfeil getroffen werden sind sofort tot. Die Blasrohrpfeile können aber auch für den Menschen tödlich sein.
Hochentwickelte Brutpflege
Die meisten Pfeilgiftfrösche leben am Boden, einige steigen auch auf Bäume, wo sie ihren Wasserbedarf in Bromelien decken, trichterförmige Pflanzen, die mit ihren Blättern Regenwasser auffangen. Die bunten Frösche werden daher auch als "Baumsteigerfrösche" bezeichnet. Neben der erstaunlichen Farbvielfalt haben sich die tropischen Frösche auch aufgrund ihrer hoch entwickelten Brutpflege einen Namen gemacht. Pfeilgiftfrösche zeugen nur sehr wenig Nachwuchs, um den sie sich aber intensiv kümmern. Die frisch geschlüpften Larven klettern auf den Rücken der Eltern und lassen sich so zum nächsten Gewässer tragen, wo sich die Quappen zum Frosch entwickeln.
Ungiftige Zuchttiere
Die größte Bedrohung der Pfeilgiftfrösche ist der Mensch. Mit der Zerstörung des Regenwalds verschwindet auch der Lebensraum dieser Tiere. Viele Färberfrösche sind außerdem beliebte Terrarientiere, die in großen Mengen importiert werden. Interessanterweise enthalten nur der Natur entnommene Baumsteigerfrösche die Toxine. Nachzuchttiere sind völlig ungiftig. Fügt man ihrem Futter jedoch Giftstoffe zu, so speichern sie diese in ihrer Haut.
Susanne Wagner, Stand vom 01.03.2011






