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Tipps für Reisende

Das Risiko von Gifttierunfällen in anderen Ländern wird zwar häufig überschätzt, dennoch gibt es gewisse Ratschläge, die jeder Reisende - vor allem mit dem Ziel "Tropen und Subtropen" - befolgen sollte.

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Allgemeine Tipps

Grundsätzlich ist es ratsam, sich zu informieren, mit welchen Gifttieren man es im Urlaubsland möglicherweise zu tun haben könnte. Beim Wandern sind schützende Kleidung (lange Hosen) und feste, geschlossen Schuhe von Vorteil.

Eine junge Schnmorchlerin hält die Schale eines Seeigels in der Hand. (Rechte: picture-alliance/ZB)

Beim Tauchen nur anfassen, was eindeutig ungefährlich ist

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Stets darauf achten, wohin man greift, wohin man tritt und worauf man sich setzt. Beliebte Plätze für Gifttiere sind etwa Erdhöhlen, Holz- und Steinhaufen. Da viele Gifttiere nachtaktiv sind, sollte man vor allem nachts auf der Hut sein und niemals barfuss laufen. Vor dem Anziehen ist es wichtig, Kleider und Schuhe auszuschütteln und sie nach ungebetenen Gästen zu durchsuchen. Für Badeurlauber gilt die Regel, nach Möglichkeit niemals alleine zu baden. Bei der Sichtung von Quallen ist erhöhte Vorsicht geboten. Gegen Seeigelstachel und Giftstacheln von Fischen helfen (wenn auch nicht immer) Badeschuhe oder Flossen. Schnorchler und Taucher sollten nicht zu dicht über dem Boden schwimmen und nichts anfassen, was nicht eindeutig als "ungefährlich" identifiziert wurde.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Unfälle mit Gifttiere lösen bei Betroffenen wie Beteiligten schnell Panik aus. Zu den meist qualvollen Schmerzen für den Verletzten, kommt die Unsicherheit, inwiefern die Vergiftung lebensgefährlich sein kann. Nach Möglichkeit sollte sofort ein Arzt beziehungsweise eine Klinik aufgesucht werden. Hilfeleistungen an Ort und Stelle entsprechen in etwa auch den Erste-Hilfe-Maßnahmen wie sie ganz allgemein bei Unfallverletzungen angewendet werden. Darüber hinaus sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Den Betroffenen umgehend von der Gefahrenquelle bergen und beruhigend auf ihn einwirken. Ihn nach Möglichkeit nicht allein lassen. Der Betroffene sollte sich möglichst wenig bewegen und die verletzte Extremität sollte ruhig gestellt werden (Arm in Schlinge, Bein schienen). Ringe und Armbänder sind abzunehmen.
  • Raschen Transport zum Arzt beziehungsweise zur nächsten Klinik organisieren. Falls möglich das Gifttier identifizieren, damit eine gezielte Behandlung erfolgen kann. Vorsicht! Selbst bei toten Gifttieren, etwa bei Schlangen, ist der Giftapparat häufig noch intakt.
  • Biß- oder Einstichstellen sollten nicht manipuliert, etwa ausgeschnitten oder ausgesaugt werden. Ebenso sollten keinerlei Medikamente ohne Befragen des Arztes eingerieben beziehungsweise eingenommen werden. Die betroffenen Extremitäten nicht abbinden.

Susanne Wagner, Stand vom 01.03.2011

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