• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen Startseite

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Mitmachen
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Tierisches
  • Intelligenz bei Tieren
  • Die "Einsteins" unter den Tieren

Die "Einsteins" unter den Tieren

Wie schlau sind Tiere? In Anbetracht der Vielfalt von Arten auf der Erde ist das eine schwierige Frage, die kein Wissenschafter pauschal beantworten kann. Einigkeit herrscht aber inzwischen darüber, dass es einzelne Spezies unter den Insekten, Säugern und Vögeln gibt, die nachweislich über Intelligenz verfügen und komplexe Probleme lösen können.

Drei Affen, die nebeneinander sitzen und die berühmte Affenpose nachstellen. Einer hält sich die Hände vor das Gesicht, einer vor den Mund und einer an die Ohren. (Rechte: Mauritius)

Was haben Tiere alles drauf?

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Intelligenz bei Tieren
Videos
Charakter bei Tieren?
Tierische "Einsteins"
Intelligenztests
Link-Tipps

Ein Hund, der Vokabeln paukt

Der Border Collie Rico aus Dortmund erlangte Berühmtheit, weil er 1999 bei der Fernsehsendung "Wetten, dass..?" 77 Wörter den jeweiligen Spielzeugen zuordnen und die Gegenstände auf Kommando aus einem Nebenraum holen konnte. Die Show sah auch die Forscherin Julia Fischer und testete Rico daraufhin in ihrem Labor. Zunächst gab sie ihm vertraute Objekte. Nannte sie den Namen, apportierte er mit einer Trefferquote von 92,5 Prozent den korrekten Gegenstand. Es folgten Versuche, bei denen sie Rico sieben vertraute Spielzeuge und einen neuen, unbekannten Gegenstand gab. Auf das Kommando "Rico, wo ist...", gefolgt von dem Namen des neuen Spielzeugs, brachte er in sieben von zehn Fällen tatsächlich das ihm unbekannte Objekt heran. Offenbar hatte er gelernt, dass Gegenstände Namen haben - und zwar nur einen - und verknüpfte die neue Lautfolge daher mit dem neuen Objekt. So lernte er die Namen von mehr als 260 Gegenständen und diese richtig zuzuordnen. Rico hat damit bewiesen, dass Hunde ihr Wissen auch in neuen Situationen anwenden können, über ein hohes Abstraktionsvermögen verfügen und neue Wörter nach einem ähnlichen Prinzip erlernen wie kleine Kinder.

Die Intelligenz der Menschenaffen (1'33")

Affen, die sprechen?

Ein Star ist auch das Gorillaweibchen Koko. Sie wurde 1971 in San Francisco geboren und kann die amerikanische Gebärdensprache sowohl verstehen als auch aktiv verwenden. Ihre Lehrerin, die Affenforscherin Penny Patterson, unterrichtet sie seit dem ersten Lebensjahr darin. Mittlerweile beherrscht Koko1000 Gesten, die sie, wenn sie muss, auch zu komplexeren Ausdrücken miteinander kombinieren kann. Weitere 2000 gesprochene englische Wörter kann sie verstehen.

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Methoden ausprobiert, Affen das Sprechen beizubringen – mal über Gesten, mal über Symboltasten, die mit der Bedeutung von Verben oder Substantiven assoziiert werden. Im Großen und Ganzen kommen Affen jedoch wohl nie über die Sprachfähigkeit von Kleinkindern hinaus. Eine rudimentäre Kommunikation ist jedoch möglich.

Eine Seelöwin, die Symbole erkennt

Nicht ganz so berühmt wie Koko war die Seelöwin Rocky. Sie lebte bis zum ihrem Tod 2004 ebenfalls in Kalifornien - im Institut für Meeressäugetiere an der University of California in Santa Cruz. Sie sprach zwar nicht, aber dafür konnte sie sich 90 grafische Symbole merken. Die Forscher brachten ihr sogar bei, die Grafiken in Gruppen zu sortieren. Rocky verstand und löste die Aufgabe, obwohl die Piktogramme für sie keinerlei Bedeutung besaßen. Trotzdem begriff Rocky, dass man einen Gegenstand aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann, dass der gleiche Ball einmal groß und einmal klein sein kann.

Großaufnahme eines Graupapageis mit grauem Gefieder und rotem Schwanz.

Ein Vogel mit Konzept

Vergrößern

Ein Papagei, der weiß, wovon er spricht

Der Graupapagei Alex (1976-2007) dagegen konnte sogar sprechen und rechnen. Beigebracht hatte ihm das die Verhaltensforscherin Dr. Irene Pepperberg. Ein kleiner Trick half ihr, den Ehrgeiz des Vogels anzustacheln. Sie überlistete Alex, indem sie so tat, als unterrichtete sie einen Forscherkollegen. Auf eine Frage folgte immer eine richtige Antwort des Kollegen, und sie lobte ihn dann überschwänglich. Alex durfte bei diesen Stunden dabei sein, wurde aber nicht direkt von ihr angesprochen. Es dauerte nicht lange, bis der Vogel sich mit dem Rivalen zu messen versuchte und sich selbst mit den richtigen Antworten in Szene setzte. Er mischte sich stets in das Gespräch ein, um selbst gelobt zu werden. Irgendwann konnte Alex über 100 verschiedene Gegenstände benennen. Er unterschied sie nach Form und Farbe. Seine Leistungen entsprachen in etwa denen eines fünfjährigen Kindes, emotional ähnelte er eher einem Zweijährigen. Wenn Alex keine Lust hatte, war er nämlich kaum zur Mitarbeit zu bewegen. Doch wenn er etwas sagte, dann wusste er, wovon er sprach. Alex hatte eine klare Vorstellung von der Sache hinter dem Begriff, verfügte über ein sogenanntes Konzept. Unter Konzept verstehen Biopsychologen die abstrakte Vorstellung von einem Gegenstand, zum Beispiel einem Stuhl.

Das rechnende Pferd (0'37")

Ein Pferd, das die Wissenschaftler narrte

Aber nicht immer ist es der Grips, sondern manchmal sind es auch Tricks, durch die Tiere auf uns intelligent wirken. Anfang des 20. Jahrhunderts sorgte der Berliner Gaul, der angeblich das Bruchrechnen beherrschte, für große Aufregung. Über die Rechenkünste von Hans entbrannte nicht nur ein Gelehrten- und Medienstreit. Das Tier genoss eine Popularität wie heute ein Popstar. Polizisten mussten das Pferd schließlich vor schaulustigem Volk schützen. Gelehrte dagegen durften sich von Hans’ außergewöhnlichen Fähigkeiten überzeugen: Das Pferd zählte Hüte oder Regenschirme und stampfte stets das korrekte Ergebnis mit dem Vorderhuf auf. Bruchrechnen konnte das Tier dem Augenschein nach auch, wenn sein Besitzer, ein pensionierter Grundschullehrer, Aufgaben stellte. Erst Experimental-Psychologen fanden heraus, dass Hans gar nicht rechnen konnte. Das Pferd las vielmehr das richtige Ergebnis an der Mimik und Gestik seines Lehrers ab. Er signalisierte Hans unbewusst, wann das richtige Ergebnis erreicht war und er aufhören musste, mit dem Huf zu scharren. Solche Tricks funktionieren allerdings nur, wenn das dressierte Tier über soziale Intelligenz verfügt. Hans war also doch schlau.

Michael Ringelsiep, Stand vom 02.05.2013
Sendung: Planet Wissen Extra – Clevere Tiere, 02.05.2013

Seite teilen

Über Social Bookmarks
  • Facebook LogoFacebook
  • Twitter LogoTwitter
  • VZ-Gruppe LogoVZ-Gruppe
  • Wer-Kennt-Wen LogoWer-Kennt-Wen
  • Delicious LogoDelicious
  • Mr. Wong LogoMr. Wong

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Tierisches

Tierisches


  • Lebende Urtiere
  • Gift als Waffe
  • Tierische Orientierung
  • Tiere als Architekten
  • Sex im Tierreich

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: /natur_technik/tierisches/intelligenz_bei_tieren/einsteins_unter_tieren.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2013

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.