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Intelligenztests für Haustiere

Intelligenz bezeichnet meist die Fähigkeit, Probleme zu lösen und Zusammenhänge zu erkennen. Doch nicht immer ist ein Verhalten von Tieren, das uns als höchst intelligent erscheint, auch tatsächlich auf Intelligenz zurückzuführen. Viele Handlungen basieren auf genetisch bedingten Verhaltensmustern oder Instinkten. Die folgenden Tests sind deshalb so aufgebaut, dass diese reine Instinktreaktionen ausschließen. Sie funktionieren allerdings nur, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden und Ihnen vertrauen. Haben Sie Geduld! Auch Sie haben ja das Lesen nicht an einem Tag gelernt.

Die Intelligenz von Vögeln erforschen (2'44")Die Menschenaffen galten lange als die intelligentesten Tiere. In den 1970er Jahren brachte Irene Pepperberg einem Vogel das Sprechen bei und zeigte damit, dass auch Vögel ziemlich clever sind. Das kann unser Studiogast Christian Schlögl bestätigen. Der Wissenschaftler vom Deutschen Primatenzentrum forscht an Rabenvögeln.

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Rechenaufgaben für den Liebling

Geben Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze mehrmals am Tag vier Leckerchen. Achten Sie darauf, dass es immer genau vier sind, nicht mehr und nicht weniger. Schon nach kurzer Zeit können Sie beobachten, dass Ihr Hund oder Ihre Katze nach dem vierten Stück abdreht. Ihr Liebling hat mitgezählt. Klappt der Trick nicht, ist Liebling entweder sehr verfressen - oder nicht ganz so intelligent.

Bis drei können übrigens auch Wellensittiche und Papageien zählen, einige sehr schlaue Vögel sogar noch wesentlich weiter. Nehmen Sie drei Futterschalen und legen Sie in eine von ihnen Futter. Dann decken Sie die Schalen mit Pappdeckelchen ab, auf die jeweils ein, zwei oder drei Punkte gemalt sind. Nun zeigen Sie dem Tier eine Karte, auf der genauso viele Punkte sind wie auf der Futterschale mit dem Fressen. Ihr Vogel wird wahrscheinlich schnell verstehen und bald auf Anhieb seine Belohnung unter den entsprechenden Pappdeckeln finden.

Schwarzweiß-Foto einer schwarzweißen Katze vor einem Schachbrett. (Rechte: dpa)

So weit sind Katzen noch nicht

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Kluge Katzen wählen den kürzesten Weg

Für diesen Katzentest brauchen Sie einen Plastikbecher und eine Plastiktasse. Beide kippen Sie um und verstecken vor den Augen Ihrer Katze eine Belohnung unter dem Becher. Die Katze merkt sich das Versteck. Nachdem Sie zehn Tage lang das Futter unter dem Becher versteckt haben, fordern Sie ihre Katze heraus: Sie legen die Belohnung unter die Tasse. Ihre Katze wird natürlich zuerst zum Becher gehen, doch schlaue Tiere schauen anschließend sofort unter der Tasse nach.

Der Hundetest - nicht mit Gewalt, sondern mit Köpfchen zum Erfolg

Nehmen Sie ein schweres Brett und legen Sie es über drei Futternäpfe mit Fressen. Die erste Reaktion wird sein, dass Ihr Hund mit der Pfote kratzt und versucht, das Brett mit der Schnauze wegzudrücken. Klappt das nicht, wählen schlaue Hunde einen anderen Weg und heben das Brett einfach mit ihrer Schnauze an.

Spielen Sie "Stöckchen holen" mit Ihrem Hund. Werfen Sie den Stock über einen Zaun. Ihr Hund wird irritiert sein, an den Zaun laufen, bellen und graben. Dann zeigen Sie ihm das offene Gartentor und führen ihn zu seinem Stock. Ist Ihr Hund schlau, wird er beim zweiten Wurf das Tor benutzen.

Ein weißer Kakadu fährt auf einem Spielzeugfahrrad in seiner Größe. (Rechte: dpa)

Papageien haben einiges drauf

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Papageien können abstrakt denken

Nehmen Sie mehrere Holzklötzchen in Form von Dreiecken, Würfeln und Scheiben und ein Brett mit Aussparungen, in denen die Figuren je nach ihrer Form nach Platz haben. Wenn Sie nicht selbst sägen möchten, können Sie auch ein Steckspiel für Kleinkinder benutzen. Es sollte allerdings nicht zu verschnörkelt sein und einfache, klare geometrische Formen haben. Zeigen Sie nun Ihrem Papagei zuerst, was Sie von ihm erwarten. Geben Sie ihm ein Klötzchen zum Spielen. Nach ein paar Minuten nehmen Sie es ihm ab und legen es auf das Brett in die passende Vertiefung. Ihr Vogel holt sich den Klotz zurück. Sie nehmen ihn ihm wieder ab und stecken ihn ins Brett. Sie wiederholen das Spiel, bis der Vogel seine Aufgabe begreift und den Klotz selbst auf das Brett zurücklegt. Dafür gibt es dann natürlich eine Belohnung. Das Training wiederholen Sie mit alle Klötzen. Ihr Vogel wird irgendwann alle Klötze, Scheiben und Dreiecke einsortieren können.

Michael Ringelsiep, Stand vom 02.05.2013
Sendung: Planet Wissen Extra – Clevere Tiere, 02.05.2013

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