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Barfuß auf Eis - wie schaffen das die Pinguine?

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Ein Pinguin speichert die Wärme im Prinzip wie eine Thermoskanne. Außen sorgt ein Fell und eine dicke Fettschicht für gute Isolierung. Die Körperwärme bleibt für alle wichtigen, inneren Organe (Herz, Verdauungssystem) reserviert. An den Füßen gibt es dagegen keinen Federschutz und die Füsse sind eiskalt.

Doch im Gegensatz zu uns Menschen leiden Pinguine nicht unter kalten Füßen! Pinguinfüße sind speziell für das Stehen auf kaltem Eis konstruiert. Nervenversorgung und Kälterezeptoren sind an tiefe Minusgrade angepasst. Pinguinfüsse können ständig eiskalt sein.

Die dunklen Füße eines Pinguins auf Schnee. (Rechte: SWR Freeze)

Pinguinfüße sind speziell für das Stehen auf kaltem Eis konstruiert

Vergrößern

Um Wärmeverluste zu vermeiden, regulieren Pinguine den Wärmestrom im Körper nach dem Gegenstrom-Prinzip. Die Arterien im Bein arbeiten wie ein Muskel und ziehen sich zusammen. So fließt schon einmal weniger Blut und damit auch weniger Wärme in den kalten Fussbereich. Gleichzeitig geben die dem Körperinneren näher liegenden Arterien Wärme an die parallel dazu verlaufenden, aufsteigenden kalten äußeren Venen ab. Je näher das arterielle Blut also den Füssen kommt, desto kälter wird es.

In den Füssen (auf dem eiskalten Boden) wird daher kaum noch Wärme an den Eisboden abgegeben. Im Fussbereich kann man die das Blut seine tiefste Temperatur im Pinguin-Körper messen. Das von den Füßen aufströmende, kalte venöse Blut erwärmt sich automatisch, wenn es Wärme von den abströmenden Arterien aufnimmt.

Dieses Austauschen von Wärme nach dem Gegenstrom-Prinzip ist für das Überleben in der Antarktis essentiell - der Pinguin muss weniger Energie zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur aufbringen. Die Temperaturen im Fussbereich bleiben immer gleichbleibend kühl.

Bettina Wiegand, Stand vom 14.07.2010

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Wärmeregulierung beim Pinguin

Warum bekommen Pinguine keine kalten Füße? Eine sehr anschauliche Erklärung finden Sie hier.

http://www.planet-wissen.de

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