Warum klopfen Spechte eigentlich und warum bekommen sie davon keine Kopfschmerzen?
Es gibt mehrere Gründe, weshalb Spechte klopfen:
1. Sie hacken die Baumrinde auf, um an Nahrung zu kommen. Mit der bis zu vier Zentimeter langen Zunge kommen sie so unter der Rinde an versteckte, fette Maden. Auch Zapfen werden aufgeklopft, um an die süßen Samen im Inneren zu kommen.
2. Spechte klopfen auch, um ihr Revier abzustecken - bis zu 1000 Meter weit kann man sie hören, und ein Rivale wird sich genau überlegen, ob er wirklich in das bereits besetzte Revier eindringen soll.
3. Mit dem Klopfen lockt ein Männchen ein passendes Spechtweibchen an.
4. Am fleißigsten wird beim Nestbau geklopft. Etwa vier Wochen dauert es, bis ein Loch entstanden ist, das groß genug für ein Nest ist.
Kopfschmerzen bekommen Spechte von der ganzen Klopferei aber nicht, da sie so etwas wie eingebaute Stoßdämpfer haben. Zum einen besitzen Spechte nur sehr wenig Gehirnflüssigkeit, das heißt das Gehirn wird während des Klopfvorgangs nicht sehr stark hin- und hergeschüttelt. Zum anderen haben Spechte eine ausgeprägte Schädelmuskulatur, die Schläge sehr stark abfedern kann. Dazu führen sie ihre Bewegung extrem gradlinig aus. Kopf und Hals bleiben zueinander starr, jegliche andere Bewegung wird vermieden. So bleiben die Scherkräfte, die einen Körper unter Einwirkung einer Kraft verformen, relativ gering.
Kerstin Eva Zeter, Tobias Aufmkolk, Stand vom 12.09.2011







Seite teilen