• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Asteroiden - eine Gefahr?

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Weltall
  • Asteroiden
  • Asteroiden - eine Gefahr?

Asteroiden - eine Gefahr?

Immer wieder sorgen sie in den Schlagzeilen für Aufregung: Asteroiden, die oft sehr plötzlich in Erdnähe auftauchen. Welche Gefahr stellen diese Kleinplaneten für die Erde dar? Was könnten wir im Ernstfall gegen eine drohende Kollision unternehmen?

Mehr zum Artikel

Asteroiden
Deep Impact
Kometen-Mission
Gefahr durch Asteroiden?
Wissensfrage
Literatur & Co

Wie oft kommen Einschläge vor?

Ein "globaler Killer", wie er vor 65 Millionen Jahren auf der Erde einschlug und vermutlich die Dinosaurier auslöschte, droht uns etwa alle 15 bis 60 Millionen Jahre. Sein Durchmesser betrug mehr als 10 Kilometer. Ein Asteroid mit 30 Meter Durchmesser kann uns laut Statistik in 200 Jahren einmal treffen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Asteroideneinschlag ums Leben zu kommen immerhin größer als bei einem Flugzeugunglück.

Flugzeugaufnahme eines riesigen Kraters in einer Wüstenlandschaft (Rechte: SWR Freeze)

30 Meter groß war der Asteroid, der den Barringer-Krater verursachte

Vergrößern

Die Folgen eines Einschlags hängen von der Größe, genauer von der Masse, des Asteroiden und seiner Geschwindigkeit ab. Ein Beispiel: Ein Asteroid mit 350 Meter Durchmesser hinterlässt einen Krater von 6 Kilometer Durchmesser und verwüstet ein Gebiet doppelt so groß wie das Saarland. Seine Sprengkraft beträgt zwischen einer und zehn Gigatonnen TNT, was 77.000 Hiroshima-Bomben entspricht! Schlägt der Himmelskörper im Meer ein, muss mit gewaltigen Überschwemmungen gerechnet werden. Ist der Asteroid fünfmal so groß, also 1,75 Kilometer im Durchmesser, droht eine Katastrophe globalen Ausmaßes: Eine Fläche von der Größe Frankreichs würde direkt zerstört. Durch den hochgeschleuderten Staub kommt es zu weltweiten Klimaänderungen und einer globalen Zerstörung der Ozonschicht. Man kann sich leicht vorstellen, dass ein 10 Kilometer großer Brocken zu einem Massensterben führen würde.

Luftaufnahme einer vulkanischen Bergspitze, auf der sich zahlreich Observatorien befinden (Rechte: SWR Freeze)

Beste Sicht auf den Nachthimmel: der Mauna Kea in Hawaii

Vergrößern

Wie findet man gefährliche Asteroiden?

In den USA nimmt man die Bedrohung sehr ernst, dort suchen Institutionen wie Spacewatch im Regierungsauftrag nach gefährlichen Himmelskörpern. Neustes Vorzeigeprojekt ist Pan-Starrs, ein System aus vier Teleskopen, das vom Astronomischen Institut Hawaii auf dem Mauna Kea gebaut wird und das 2007 einsatzbereit sein soll. Dafür bauen Techniker die größten elektronischen Kameras der Welt und entwickeln spezielle Computertechnik, um die riesigen Datenmengen zu verarbeiten. So wollen die Forscher innerhalb von fünf Jahren alle Asteroiden finden, die größer als 300 Meter sind, und sie katalogisieren. Zusätzlich sollen die Bahnen der Kleinplaneten auf 30 Jahre im voraus berechnet werden. Danach blieben uns also drei Jahrzehnte Zeit, bei einer drohenden Kollision Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Pessimisten halten diese Zeitspanne beim heutigen Stand der Raumfahrttechnik für zu knapp. Optimisten halten dagegen, dass innerhalb dieser Zeitspanne durchaus Abwehrmaßnahmen entwickelt werden können.

Grafik mit einem großen Gesteinsbrocken im dunklen Weltraum (Rechte: SWR Freeze)

Werden wir künftig einen Asteroiden auf Kollisionskurs stoppen können?

Vergrößern

Welche Abwehrmaßnahmen sind denkbar?

Hollywood schlägt im Streifen Deep Impact eine Sprengung mit Nuklearraketen vor. Das Unternehmen misslingt, der Himmelskörper zerbricht lediglich in zwei Teile ohne seine Bahn zu ändern und verwüstet die Erde. Eine realistische Einschätzung, meinen Astronomen vom Astronomischen Institut Hawaii, die als Berater für den Film tätig waren. So ließe sich eine Katastrophe mit ziemlicher Sicherheit nicht verhindern. Seit man weiß, dass Asteroiden auch durch die Reflektion des Sonnenlichts ihre Bahn verändern, gibt es bessere Ideen, die aber auf den ersten Blick etwas abenteuerlich erscheinen: Man könnte einen Asteroiden einfach mit weißer Farbe überziehen. Er reflektiert dann das Sonnenlicht besser und erfährt dadurch einen Strahlungsdruck, der ihn von seinem Kollisionskurs mit der Erde ablenkt.

Den gleichen Effekt könnte das gebündelte Licht riesiger Parabolspiegel haben, die in die Nähe gefährlicher Asteroiden geflogen werden müssten. Eine weitere Idee ist, ein Ionentriebwerk am Asteroiden zu befestigen. Sein geringer aber über lange Zeit wirksamer Rückstoß sollte ebenfalls den Orbit des Felsbrockens im All ein ganz klein wenig verändern. Solche Ideen sind keine Hirngespinste von Science-Fiction-Autoren, sondern Theorien hochkarätiger Wissenschaftler. Sie wurden im renommierten Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in der Ausgabe vom 19. April 2003 veröffentlicht. Tatsache ist aber, dass wir zur Zeit über keine Technologie verfügen, mit der auch nur eine dieser Abwehrmaßnahmen in kurzer Zeit realisierbar wäre.

Harald Brenner, Stand vom 16.07.2008

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

Weltall


  • Erdatmosphäre
  • Mond
  • Kometen
  • Universum
  • Sonne

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/weltall/asteroiden/asteroiden_gefahr.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.