• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Geschichte der Marsmissionen

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Natur & Technik
  • Weltall
  • Mars
  • Geschichte der Marsmissionen

Geschichte der Marsmissionen

Die Geschichte der Marsexpeditionen ist lang. Nachdem schon der deutsche Raumfahrtpionier Wernher von Braun in den Vorkriegsjahren von einer Mission zum Mars träumte und sie in den Nachkriegsjahren auch ganz offen beschrieb, dauerte es schließlich bis 1960, ehe erstmals das Missionsziel Mars angesteuert wurde. Aber es waren nicht die Amerikaner, die den Startpunkt der langen Reihe von Marsmissionen setzten. Die Russen starteten als Erste zum Roten Planeten. Über 30 weitere Missionen folgten bis heute - und mehr als die Hälfte davon schlug fehl. Milliarden Dollar gingen verloren - aber das Ziel Mars hat auch heute seine Anziehungskraft nicht verloren. Im Folgenden haben wir eine kurze Chronologie der Ereignisse zusammengestellt.

Mehr zum Artikel

Mars
Video
Steckbrief Mars
Zahlen, Daten, Fakten
Marsmissionen
Wissensfrage
Literatur & Co

1960

Die Sowjetunion schickt am 10. Oktober als erste Nation eine Sonde auf den Weg zum Mars. Sie erreicht nicht einmal die Erdumlaufbahn.

1962

Die Sowjet-Sonden Sputnik 22, Mars 1 und Sputnik 24 schlagen fehl.

1964

Auch die erste NASA-Marsmission, Mariner 3, missglückt. Die Sonde konnte nicht von der Trägerrakete getrennt werden.

Schwarzweißaufnahme der Marsoberfläche, auf der einzelne Krater zu erkennen sind. (Rechte: NASA)

Endlich die ersten Bilder vom Mars

Vergrößern

1965

"Mariner 4" passiert als erste Sonde den Roten Planeten. Sie war mit einer Kamera ausgestattet und schießt 22 Fotos - darüber hinaus verfügt sie über Instrumente, mit denen unter anderem kosmischer Staub, kosmische Strahlung und Magnetfelder untersucht werden sollen. Eine wichtige, aus den Aufnahmen gewonnene Erkenntnis: Die Marsoberfläche ist karg, öde und gleicht eher einer Mondlandschaft. Von höherem Leben keine Spur. Mariner 4 bleibt drei Jahre funktionsfähig und wird in dieser Zeit für Untersuchungen des Sonnenwindes genutzt.
Die Sowjet-Sonde "Zond 2" fliegt zwar am Mars vorbei, der Funkkontakt geht jedoch verloren.

Grafik auf der Mariner 6 in unmittelbarer Nähe zum Mars abgebildet ist (Rechte: NASA)

Die Fotos der Sonden werden immer besser

Vergrößern

1969

Die NASA schickt Mariner 6 und Mariner 7 zum Mars. Sie liefern zusammen rund 200 Fotos von unserem Nachbarplaneten. Die Aufnahmen der Sonden konnten zeigen, dass die berühmten Marskanäle, die der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli 1877 entdeckt zu haben glaubte, nicht existieren. Fehlstart zweier sowjetischer Sonden.

Ein Foto von Mariner 9 aus dem Jahr 1972. Abgebildet ist ein Ausschnitt aus dem 'Valles Marineris', einem riesigen Grabenbruchsystem auf dem Mars. (Rechte: NASA/JPL/MSSS)

Mariner 9 lieferte tausende Marsfotos

Vergrößern

1971

Auch Mariner 8 schlägt bereits beim Start fehl. Die Sowjet- Sonde Kosmos 419, die als erste auf dem Mars landen soll, kommt nur bis zur Erdumlaufbahn. Mars 2 und Mars 3 (Sowjetunion) erreichen den Planeten, liefern jedoch nur wenige Daten. Das Landemodul von Mars 3 setzt als erstes irdisches Objekt auf dem Roten Planeten auf. Die NASA startet Mariner 9, die mehrere tausend Marsfotos liefert.

1973

Die sowjetischen Sonden Mars 4 bis Mars 7 machen sich auf den Weg zum Roten Planeten. Sie liefern 1974 einige Daten und Fotos. Mars 6 setzt erneut eine Kapsel auf dem Roten Planeten ab, zu der jedoch der Funkkontakt abreißt.

1975

Die NASA-Sonden Viking 1 und Viking 2 starten zum Mars - die ersten amerikanischen Missionen, bei denen Raumfahrzeuge auf der Oberfläche des Mars aufsetzen sollen.

Farbaufnahme der Marsoberfläche aufgenommen von Viking 1 (Rechte: NASA)

Eine Sensation waren die ersten Bilder direkt von der Marsoberfläche

Vergrößern

1976

Viking 1 gelingt am 20. Juni die weiche Landung auf dem Roten Planeten, auch Viking 2 landet erfolgreich. Die beiden Sonden liefern eine Fülle von Daten und mehr als 50.000 Fotos. Ausgerüstet sind die Lander unter anderem mit Gas-Chromatografen, Massenspektrometern, meteorologischen Instrumenten, Farbkameras, einer Vorrichtung zur Entnahme von Bodenproben und Instrumenten für biologische Versuche. Die Hoffnung, Spuren von Leben zu finden, erfüllte sich jedoch nicht. Die Viking Orbiter funktionieren noch bis 1978 und 1980. Die Landegeräte halten länger. Viking 1 Lander sendet bis zum 11. November 1982, Viking 2 Lander immerhin bis zum 11. April 1980.

1988

Nach 15-jähriger Pause startet die Sowjetunion die Marssonden Phobos 1 und Phobos 2. Beide gehen auf dem Weg verloren.

1993

Die NASA verliert den 1992 gestarteten Mars-Observer kurz vor dem Ziel.

1996

Die multinationale Mission Mars 96 unter russischer Führung schlägt schon beim Start fehl. Die Rakete stürzt ins Meer - für viele beteiligte deutsche Wissenschaftler ein herber Rückschlag.

Schwarzweißaufnahme einer Wüstengegend mit Dünenbildung (Rechte: NASA)

Strukturen, die an die Erde erinnern, zeigen die hochauflösenden Bilder des Mars Global Surveyor

Vergrößern

1997

Die NASA feiert einen Doppelerfolg. Mit dem Pathfinder landet erstmals seit der Viking-Serie wieder eine Sonde auf dem Roten Planeten. Der Pathfinder und sein Robotfahrzeug Sojourner funken 16.000 Aufnahmen zur Erde. Im September erreicht der Mars Global Surveyor die Umlaufbahn des Mars. Er kartiert die Oberfläche. Die wichtigste Entdeckung der Mission: Die Radardaten lassen auf umfangreiche Vorkommen von Wassereis im Untergrund der Polargebiete des Mars schließen.

1998

Japan steigt mit dem Start der Sonde Nozomi (Hoffnung) in die Marserkundung ein. Doch die Mission scheitert. Durch eine starke Sonneneruption beschädigt, kann Nozomi nicht mehr in den Orbit um den Mars eintreten. Die Sonde wird Ende 2003 aufgegeben.

Grafik des Mars Polar Lander auf der Marsoberfläche (Rechte: NASA)

So war es geplant: der Mars Polar Lander an seinem Ziel

Vergrößern

1999

Die 1998 gestarteten NASA-Sonden Mars Climate Orbiter und Mars Polar Lander gehen beide bei Ankunft am Ziel verloren. Ein peinliche Pleite für die NASA, denn bei Mars Climate Orbiter wurden anscheinend die Maßeinheiten Meter und Fuß bei der Programmierung verwechselt, was zu Berechnungsfehlern führte - die Sonde verglühte in der Marsatmosphäre. Falsche Befehlszeilen in der Software des Bordcomputers ließen vermutlich auch Mars Polar Lander am Boden zerschellen. Die Bremstriebwerke wurden zu früh abgeschaltet. Heute kontrollieren Kontrolleure die eigentlichen Kontrolleure ...

Künstlerische Darstellung der NASA-Raumsonde 'Mars Odyssey', die gerade den Südpol des Mars überfliegt. (Rechte: NASA)

Mars Odyssey über dem Südpol des Mars

Vergrößern

2001

Am 24. Oktober 2002 schwenkt die NASA-Sonde 2001 Mars Odyssey in eine Umlaufbahn um den Roten Planeten ein. In rund 400 Kilometer Höhe umrundet sie alle zwei Stunden den Mars. Sie liefert Daten über die Marsoberfläche, sucht nach Spuren früherer Wasservorkommen und erfasst mit einem Gammaspektrometer die Oberflächen- und Mineralienzusammensetzung. Mars Odyssey ist technisch so ausgerüstet, dass sie für nachfolgende Landemissionen als Funkrelais zur Erde dienen kann.

Grafik mit der Sonde Mars Express vor dem Mars im Weltraum (Rechte: ESA)

Die europäische Marsmission Mars Express

Vergrößern

2003

Die Mission Mars Express ist ein Erfolg. Die Sonde erstellt eine dreidimensionale Karte der Marsoberfläche mit nie dagewesener Auflösung. Der zugehörige Lander Beagle 2 jedoch bleibt verschollen. Er verlässt Mitte Dezember Mars Express. Danach kann kein Kontakt mehr hergestellt werden.

Die Mission Mars Exploration Rover von der NASA besteht aus zwei Landerobotern, die mit Hilfe einer Delta II-Trägerrakete am 10. Juni 2003 um 19.58 Uhr und am 8. Juli 2003 um 5.18 Uhr starten.

Künstlerische Darstellung eines der Marsrover auf der rötlichen Oberfläche des Mars. (Rechte: NASA)

Zwei der Marsrover gingen auf Marserkundung

Vergrößern

2004

Im Januar 2004 landen die beiden Marsrover der NASA, Spirit und Opportunity, auf dem Mars. Anfang März liefern sie die Sensation: Es gab einst flüssiges Wasser auf dem Mars. Opportunity findet Sulfate (Schwefelverbindungen), die sich nur in flüssigem Wasser bilden können. Die beiden Rover haben bis heute mehrere hunderttausend Fotos zur Erde geschickt und sind weiterhin aktiv.

2006

Im November 2006 schwenkt der Mars Reconnaissance Orbiter der NASA in eine Umlaufbahn ein. Er entdeckt Spuren der wechselhaften Klimageschichte des Mars, in deren Verlauf auch Wasser für mehrere hundert Millionen Jahre auf der Oberfläche vorhanden gewesen sein muss. Die Sonde kartiert weite Teile des Mars und übermittelt Wetterdaten. Wie Mars Odyssey kann auch der Mars Reconnaissance Orbiter als Funkrelais für die Rover auf der Marsoberfläche eingesetzt werden.

Künstlerische Darstellung der Phoenixsonde wenige Sekunden vor ihrer Landung auf der Marsoberfläche. (Rechte: NASA/JPL-Calech/University of Arizona)

Phoenix bei seiner Landung auf dem Mars

Vergrößern

2008

Im Mai 2008 landet die NASA-Sonde Phoenix in den arktischen Breiten der nördlichen Marshemisphäre. Mit einem mehr als zwei Meter langen Greifarm ist sie in der Lage, nach dem im Untergrund vermuteten Eis zu suchen. Die ersten Baggerarbeiten auf dem Mars werden ein Erfolg: Schon wenige Zentimeter unter dem Marsstaub kann Phoenix zweifelsfrei Wassereis nachweisen. Da im hohen Norden des Mars, ähnlich wie auf der Erde, mit dem nahenden Winter die Tage immer kürzer werden, ist die Lebensdauer der auf Solarenergie angewiesenen Sonde begrenzt. Ihre letzten Signale werden am 2. November 2008 aufgefangen.

Jochen Zielke / Uwe Gradwohl, Stand vom 12.12.2008

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

Weltall


  • Erdatmosphäre
  • Asteroiden
  • Kometen
  • Schwerelosigkeit
  • Universum

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/weltall/mars/geschichte_marsmissionen.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.