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Warum heißt der Mars "Roter Planet"?

Auf der Marsoberfläche liegt eisenhaltiger, kosmischer Staub und auch im Marsgestein ist Eisen enthalten. Dieses Eisen kann oxidieren, das heißt es kann verrosten und dabei eine rötliche Färbung annehmen. Auf der Erde passiert so etwas, wenn Feuchtigkeit (Wasser) vorhanden ist. Auf dem Mars ist dies anscheinend auch ohne große Wasservorkommen und ohne erdähnliche Atmosphäre möglich. Dies vermutet eine Forschergruppe um Albert Yen vom Jet Propulsion Laboratory der NASA.

Weltraumaufnahme des Mars (Rechte: NASA)

Der Mars ist offensichtlich rot - aber warum?

Vergrößern

Dort wurden verschiedene Eisenverbindungen in einer auf minus 60 Grad Celsius abgekühlten Kammer einer intensiven UV-Strahlung ausgesetzt. Der Behälter enthielt ein Gasgemisch, das der Atmosphäre des Mars glich. Nach einer Woche waren die Verbindungen auch ohne Wasser oxidiert und rot gefärbt.
Bisher war man davon ausgegangen, dass frühere Wasservorkommen auf dem Planeten das Eisen aus den Felsen gewaschen haben und sich dieses als "Rost" auf der Oberfläche gehalten hat. Wegen der unterschiedlichen mineralogischen Zusammensetzung von Marsboden und Marsgestein nimmt Yen jedoch vor allem einen kosmischen Ursprung des Eisens an. Diese Vermutung ließe sich bestätigen, wenn bei Proben des Marsbodens Nickel gefunden wird. Nickel ist in Eisenmeteoriten weit verbreitet, im Marsgestein jedoch äußerst selten.

Welche Risiken würde eine Marsmission für Astronauten mit sich bringen?

Mit der aktuellen Antriebstechnik dauert eine Marsreise mindestens sieben Monate, im schlechtesten Fall sogar vier Jahre - je nachdem, wo sich der Mars auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Sonne befindet. Das heißt: Berücksichtigt man Hin- und Rückflugzeit sowie einen Aufenthalt auf dem Mars, würden sich die Astronauten mindestens 14 Monate im All aufhalten. Dabei werden sie mit drei Hauptproblemen konfrontiert: die fehlende Schwerkraft, hohe Außenstrahlung sowie das eingeengte Leben im Raumschiff. All diese Probleme sind vermutlich lösbar. Schon heute leben Astronauten monatelang im All, wie etwa auf der Internationalen Raumstation (ISS). Gegen Muskelschwund und Osteoporose helfen Fitnessprogramme, die psychischen Belastungen werden schon auf der Erde simuliert und psychologische Lösungsstrategien vermittelt. Gegen die kosmische Strahlung im Weltraum müssten Marsraumschiffe speziell verkleidet werden.

Jochen Zielke, Stand vom 01.06.2009

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

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