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Raumstationen: Geschichte und Gegenwart

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19. April 1971

"Saljut-1" ist die erste Raumstation in der Geschichte der Raumfahrt. Insgesamt sieben Saljut-Stationen fliegen bis 1991 in erdnahen Umlaufbahnen. Die Stationen 2, 3, 4 und 5 werden bis 1977 auch im Rahmen des militärischen "Almaz" - Programms für die Beobachtung des amerikanischen Festlandes eingesetzt. Erst im Jahr 1981 werden auch in der Sowjetunion die Pläne für eine ständig mit Raumsoldaten besetzte militärische Station aufgegeben.

Die Raumstation 'Skylab' im Orbit. (Rechte: NASA)

Die Raumstation "Skylab" im Orbit

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14. Mai 1973

Start des ersten amerikanischen Weltraumlabors "Skylab" mit einer Saturn V – Rakete. In drei Missionen von 28, 54 und zuletzt 84 Tagen (28. Juli 1973 – 16. November 1973) machen je drei Astronauten tausende Fotos von Erde und Sonne sowie medizinische, biologische und technologische Experimente. Danach wird die Station nicht mehr besetzt. Sie verglüht am 11. Juli 1979 über Australien.

26. August 1978

Der DDR-Kosmonaut Siegmund Jähn fliegt mit einem Sojuz-Raumschiff zur Station "Saljut 6". Sein Aufenthalt dauert acht Tage.

Start des Space Shuttles mit 'Spacelab' an Bord. (Rechte: NASA)

Start des Space Shuttles mit "Spacelab" an Bord

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12. April 1981

Start des ersten Space Shuttles ("Columbia"). In der Nachfolge von "Skylab" wird von 1983 – 1998 wiederholt das Experimentalmodul "Spacelab" im Laderaum mitgeführt. Mangels eigener Stromversorgung kann dieses Modul nicht als eigenständige Raumstation fliegen.

 

19. April 1982

Start der letzten Saljut-Station in Baikonur. Mit zwei Docking-Stationen für Versorgungsraumsschiffe, einem Kühlschrank und ständiger Versorgung mit warmem Wasser erlaubt sie Langzeitflüge (Kosmonauten Berezovoj und Lebedew ab Mai 1982 für 211 Tage) und umfangreiche wissenschaftliche Experimente.

28. November 1983

Erstmals fliegt das "Spacelab" mit dem westdeutschen Astronauten Ulf Merbold an Bord des Space Shuttle mit der Flugbezeichnung STS-9.

20. Februar 1986

Start des ersten Moduls der Raumstation "Mir" vom sowjetischen Raumfahrtbahnhof Baikonur. Drei Wochen später trifft die erste Mannschaft auf der Station ein. Erst 1987 und 1989 folgen die Module Kwant 1 und 2 und Spektr.

1991

Während seiner Mission auf der "Mir" fliegt der Kosmonaut Sergej Krikalow als Bürger der Sowjetunion ins All und kommt nach der Auflösung der Sowjetunion als russischer Staatsbürger zur Erde zurück. Krikalow gehört im Oktober 2000 auch zur ersten Besatzung der Internationalen Raumstation ISS.

19. – 25. März 1992

Der deutsche Forschungskosmonaut Klaus-Dietrich Flade fliegt zur "Mir".

6. Oktober – 4. November 1994

Ulf Merbold fliegt bei seinem dritten Raumflug mit dem Raumschiff "Sojuz TM-20" zur "Mir".

29. Juni 1995

Die US-Raumfähre "Atlantis" koppelt an die "Mir"- Station. Erstmals seit der Sojuz-Apollo-Mission 1975 fliegen amerikanische und russische Raumschiffe wieder fest miteinander verbunden um die Erde. Bis Juni 1998 erfolgen noch acht weitere Kopplungen von US-Shuttles mit der "Mir".

5. September 1995 – 29. Februar 1996

Langzeitflug des deutschen Astronauten Thomas Reiter auf der "Mir".

18. Mai 1996

Mit dem Start des Umwelt-Modul "Priroda" wird die "Mir"-Station komplettiert.

12. Februar 1997

Trotz technischer Probleme koppelt das Raumschiff Sojuz TM-25 mit dem Deutschen Reinhold Ewald an Bord an der "Mir an. Am 2. März kehrt Ewald zur Erde zuück.

25. Juni 1997

Ein Progress-Versorgungsraumschiff rammt beim Andockmanöver das Spektr-Modul und reisst ein Loch in die Außenhaut. Auch mehrere Sonnenkollektoren werden beschädigt. Dieses Ereignis bringt die Besatzung in höchste Gefahr und löst den langsamen technischen Niedergang der Station aus. Die folgenden Besatzungen verbringen bis zu 70 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Reparaturen der Station.

20. November 1998

Start des Zentralmoduls der Internationalen Raumstation (ISS).

21. März 2001

Die "Mir" wird kontrolliert zum Absturz gebracht. Große Teile verglühen über dem Südpazifik.

Michael Hänel, Stand vom 10.02.2011

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

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