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Rekorde in der Schwerelosigkeit

Lange Zeit war sich die Wissenschaft uneins darüber, wie der Blutkreislauf eines Menschen oder Tieres auf die Schwerelosigkeit reagieren würde: Würde er zusammenbrechen, so dass das Lebewesen binnen weniger Minuten sterben müsste? Oder sollte man von einem flexiblen Organismus ausgehen, der sich an die Schwerelosigkeit gewöhnen kann?

Laika beim Testliegen. (Rechte: dpa)

Die Hündin Laika war das erste Lebewesen im All

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Das erste Lebewesen im Weltraum: Die Hündin Laika

Am 3. November 1957 sandten die Russen die Hündin Laika im Satellit Sputnik 2 ins All. Der Ausflug endete für das Tier tödlich: Schon wenige Stunden nach dem Start starb Laika - vermutlich an Überhitzung und Stress. Die wurde aber verschwiegen und stattdessen jahrzehntelang die Legende gepflegt, nach der Laika den Flug eine Woche lang überlebt habe - bis schließlich der Sauerstoffvorrat zur Neige ging. Das Experiment wurde jedenfalls damals schon von Tierschützern heftig kritisiert. Gleichwohl war es für die UdSSR ein wissenschaftlicher und propagandistischer Erfolg. Es lieferte den ersten Beweis dafür, dass ein Überleben in der Schwerelosigkeit prinzipiell möglich ist.

Foto Jurij Gagarins in der Raumkapsel Wostok (Rechte: dpa)

Jurij Gagarin kurz vor dem Start

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Der erste Mensch im Weltall: Jurij Gagarin

Am 12. April 1961 gelang den Sowjets ein neuerlicher Erfolg. Am frühen Morgen startete der Russe Jurij Gagarin in einer Wostok-Raumkapsel in die Erdumlaufbahn. Nach 68 Minuten zündeten die Bremsraketen und die Kapsel gelangte zurück in die Erdatmosphäre. In 7000 Meter Höhe wurde Gagarin hinausgeschleudert und landete per Fallschirm auf einem frisch gepflügten Feld nahe der Wolga. Gagarin hatte den Zustand der Schwerelosigkeit ohne Probleme überstanden. Im Sommer 1961 verbrachte Gagarins Ersatzmann German Titow einen ganzen Tag im Weltraum. Als erster Mensch litt er unter der Raumkrankheit, was sich durch starke Übelkeit und eine Ohrenerkrankung bemerkbar machte.

Neil Armstorng lächelt im Astronautenanzug kurz vor dem Abflug in die Kamera. (Rechte: dpa)

Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond

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Der erste Mensch auf dem Mond: Neil Armstrong

Nach den Erfolgen der Russen hatten die Amerikaner nur noch ein Ziel: Als erste Nation auf dem Mond zu landen. Am 16. Juli 1969 startete Apollo 11 mit Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins an Bord. Während Collins den Mond umkreiste, setzten die Astronauten Armstrong und Aldrin als erste Menschen ihren Fuß auf den Mond. 600 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten ihre auf Grund der geringeren Anziehungskraft des Mondes zeitlupenartigen, fließenden Bewegungen.

Porträtfoto John Glenn 1962 (Rechte: dpa)

Der erste Amerikaner im All war John Glenn

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Ältester Mensch im Weltraum: John Glenn

Als erster Amerikaner umkreiste John Glenn im Jahr 1962 in einer Mercury-Kapsel die Erde. Nach dem Start seiner Rakete bangte die Bodenstation, bis sie Glenns Stimme vernahm: "Roger. Schwerelosigkeit, mir geht es gut." John Glenn bekam die Schwerelosigkeit im Gegensatz zu vielen anderen Astronauten sehr gut. Er sagte folgendes nach seinem Flug: "Ich empfand die Schwerelosigkeit als äußerst angenehm ... Die Tatsache, dass man dieses seltsame Phänomen da oben als so natürlich empfindet, bezeugt, wie schnell der Mensch sich einer neuen Umgebung anpassen kann. Ich bin sicher, ich hätte noch viel länger im Zustand der Schwerelosigkeit verharren können, ohne dass mich das belästigt hätte. Dieser Zustand ist sogar so angenehm, dass wir schließlich scherzhaft meinten, der Mensch könne leicht süchtig danach werden. Ich zumindest könnte es." Im Jahr 1998 sorgte John Glenn für einen neuen Rekord, als er an Bord der Discovery ins All flog. Mit 77 Jahren war er der bisher älteste Mensch im Weltraum. Glenn bewies damit, dass auch ältere Menschen die Anforderungen erfüllen können, die der schwerelose Zustand an den Organismus stellt.

Julia Ucsnay, Stand vom 01.06.2009

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

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