Raketen - Unfälle und Beinahekatastrophen in der bemannten Raumfahrt
27. Januar 1967:
Bei einem Starttest an Bord von "Apollo 1" bricht Feuer in der Raumkapsel aus. Alle drei US-Astronauten Edward White, Roger Chaffee, Virgil Grissom verbrennen. Die Ursache des Unglücks wird nie endgültig geklärt.
24. April 1967:
Bei der Landung der sowjetischen "Sojus 1"-Kapsel öffnen sich die Fallschirme nicht richtig. Der Kosmonaut Wladimir Komarov kommt ums Leben. Offiziell war das der erste tödliche Unfall der sowjetischen bemannten Raumfahrt. "Sojus 1" war Teil des sowjetischen Mondflugprogramms.
13. April 1970:
Ein Sauerstofftank des Raumschiffs Apollo 13 explodiert auf dem Weg zum Mond. Die Mission wird abgebrochen, die drei Astronauten kehren nach einer Mondumrundung unversehrt zur Erde zurück. Damit wird einem Millionenpublikum, welches die Rettungsaktion mehrere Tage verfolgt, klar, wie gefährlich Flüge zum Mond sind.
30. Juni 1971:
An Bord der Landekapsel von "Sojus 11" kommt es zu einem Druckverlust durch ein fehlerhaftes Atmosphärenausgleichventil. Alle drei Kosmonauten: Georgij Dobrowolski, Wladislaw Wolkow und Wiktor Pazajew kommen ums Leben.
5. April 1975:
Etwa acht Minuten nach dem Start von "Sojus 18A" löste sich die ausgebrannte 3. Stufe nicht von der zweiten. In einer Höhe von 192 km kann die Raumfahrer-Kapsel abgesprengt werden. Nach 21 Minuten landen die Kosmonauten Vasilij Lazarew und Oleg Makarow mit schweren inneren Verletzungen im Altaigebirge etwa 1500 km vom Startpunkt entfernt.
26. September 1983:
90 Sekunden vor dem Start von "Sojus T10-1" brach auf der Startrampe ein Feuer aus. Ein Rettungsstart und das automatische "Sojus"-Rettungssystem brachten die Kosmonauten Wladimir Titow und Gennadi Strekalow vier Kilometer von der Startrampe entfernt unverletzt zur Erde.
28. Januar 1986:
Die Raumfähre "Challenger" explodiert 73 Sekunden nach dem Start. Ursache waren durch die winterliche Kälte spröde gewordene Dichtungsringe an den Feststoff-Raketen des Shuttle. Alle sieben Astronauten (Michael Smith, Francis Scobee, Ronald McNair, Ellison Onizuka, Gregory Jarvis, Judith Resnik, Christa McAuliffe) werden getötet.
23. Februar 1997:
An Bord der russischen Raumstation Mir bricht ein Feuer aus. Nach 14 Minuten ist der Brand gelöscht, die Besatzung bleibt unverletzt.
25. Juni 1997:
Eine unbemannte Versorgungskapsel kollidiert mit der Raumstation Mir. Es kommt zu einem Druckverlust und teilweisen Stromausfall. Die Besatzung erleidet keinen Schaden.
1. Februar 2003:
Die NASA verliert bei der Landung den Kontakt zur Raumfähre "Columbia", als diese in einer Höhe von rund 60 km fliegt. Die Fähre zerbricht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, die Besatzung stirbt. Ursache war eine Beschädigung des Hitzeschilds am linken Flügel der Raumfähre. Die Flügelkante war beim Start von einem abgebrochenen Stück Isoliermaterial des Shuttle-Tanks getroffen worden. An Bord befanden sich sieben Astronauten: Michael Anderson, David Brown, Kalpana Chawla, Laurel Clark, Rick Husband, William McCool und Ilan Ramon.
Michael Hänel, Stand vom 01.06.2009








