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Mondmeere und Krater

Die "Meere" und Krater auf dem Mond tragen Namen, die schon mehrere Jahrhunderte alt sind. Viele der Bezeichnungen gehen auf den Astronom Giovanni Battista Riccioli (1598-1671) zurück. Bei seiner Benennung der "Mondmeere" unterlag er jedoch einem Irrtum.

Das Bild zeigt eine Aufnahme des Mondes, auf der die Unebenheiten in der Oberfläche zu erkennen sind. (Rechte: dpa)

Oberfläche voller Unebenheiten

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Ruhige und stürmische Meere

1651 veröffentlichte Riccioli eine Karte, in der er alle Erhebungen und Krater der Mondoberfläche mit Namen versah. Die dunklen Flecken nannte er Mare. Die bekanntesten "Meere" des Mondes tragen Namen, die mit Wetterlagen zu tun haben. Sie heißen zum Beispiel:

Karte der Mondoberfläche. (Rechte: dpa)

Der Mond mit seinen Meeren

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Meer der Ruhe - Mare Tranquilitatis
Meer der Heiterkeit - Mare Serenitatis
Regenmeer - Mare Imbrium
Wolkenmeer - Mare Nubium
Ozean der Stürme - Oceanus Procellarum

Riccioli glaubte, dass der Mond das Wetter auf der Erde direkt beeinflusse. Dabei stellte er sich vor, dass dies nach folgendem einfachen Schema funktioniere: Bei zunehmendem Mond werde das Wetter schön, bei abnehmendem Mond gebe es Wolken, Regen und Donner. Daher erhielten die auf der zunehmenden Mondsichel bis zum ersten Viertel erscheinenden "Meere" Namen, die mit schönem Wetter assoziiert werden. Auf dem abnehmenden Mond im letzten Viertel erhielten die "Meere" Namen, die mit schlechtem Wetter verbunden werden.

Berühmte Krater

Auch für andere markante Oberflächenformationen und Krater dachte sich Riccioli passende Namen aus. Er griff hierbei hauptsächlich auf bekannte Astronomen und Mathematiker zurück, zum Beispiel Kopernikus oder Pythagoras. Riccioli selbst reservierte sich einen unauffälligen Krater am Mondrand. Auch für Galileo Galilei wählte er nur einen sehr kleinen Krater aus, vermutlich, weil dieser auf Grund seiner Forschung von der Kirche angefeindet worden war.

Viele von Ricciolis Bezeichnungen werden noch heute benutzt, und auch sein System der Namensgebung haben spätere Mondforscher fortgeführt. Allerdings reichte die Zahl der Astronomen nicht mehr aus, nachdem die Oberfläche auch auf der "namenlosen" Rückseite des Mondes bis ins letzte Detail erfasst worden war. Daher sind heute auch andere Forscher auf dem Mond verewigt, zum Beispiel Sigmund Freud, H. G. Wells und Roald Amundsen.

Ina Daniel, Stand vom 01.06.2009

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

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