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Spektralanalyse - Was verrät das Licht ferner Sterne?

Mit Hilfe der Spektralanalyse bekommen Astronomen Informationen über die chemische Zusammensetzung von Himmelskörpern. Die Methode wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Robert Wilhelm Bunsen und Gustav Kirchhof entwickelt. Sie basiert auf der zuvor von Joseph von Fraunhofer gemachten Entdeckung, dass das Spektrum des Sonnenlichts an verschiedenen Stellen dunkle Linien aufweist.

Die Silhouette eines Mannes, der mit einem Teleskop vor dem nächtlichen Sternhimmel steht. (Rechte: mauritius images)

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Lenkt man weißes Licht durch ein Glasprisma, werden die Lichtstrahlen je nach Wellenlänge unterschiedlich stark gebrochen. Da jede Wellenlänge einer bestimmten Farbe entspricht, wird im aufgefächerten Licht das Farbspektrum sichtbar. Fraunhofer fiel auf, dass es im Spektrum des Sonnenlichts sowie im Spektrum verschiedener Sterne dunkle Linien gibt. Diese sogenannten Absorptionslinien rühren daher, dass bestimmte chemische Elemente in der Sternenhülle Licht mit einer ganz bestimmten Wellenlänge absorbieren. Jedes chemische Element besitzt gewissermaßen einen individuellen, ganz charakteristischen "Fingerabdruck". So kann man anhand der Spektrallinien feststellen, welche Elemente in einem Stern vorkommen.

Andererseits gibt es in den Spektren auch noch sogenannte Emissionslinien. Sie entstehen dadurch, dass chemische Elemente angeregt werden und Licht einer bestimmten Wellenlänge ausstrahlen, was sich dann in Form von besonders hellen Linien im Spektrum niederschlägt. Analysiert man Absorptions- und Emissionslinien in einem Spektrum genau, kann man – auch über große Distanzen - präzise Angaben über das Vorhandensein chemischer Elemente in astronomischen Objekten machen.

Die Entdeckung und Entwicklung der Spektralanalyse brachte eine völlig neue Qualität in die astronomische Forschung. Seit ihrer Anwendung werden Himmelsobjekte nicht mehr nur beobachtet, sondern auch auf ihre chemische Zusammensetzung analysiert.

Siegfried Klaschka, Stand vom 22.02.2011

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