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Astronomie als Zeitreise - Himmelsbeobachtungen sind immer Rückblicke

Licht bewegt sich mit einer konstanten Geschwindigkeit durch den Raum, mit rund 300.000 Kilometern pro Sekunde. Das heißt: Das Licht des Mondes beispielsweise ist anderthalb Sekunden unterwegs, bis es auf der Erde ankommt. Das Sonnenlicht braucht über acht Minuten, um die 150 Millionen Kilometer bis zur Erde zurückzulegen. Das Licht der Sonne, das auf der Erde zu sehen ist, wurde also vor acht Minuten ausgestrahlt oder anders formuliert: Wir sehen auf der Erde die Sonne so, wie sie acht Minuten vorher ausgesehen hat.

Aufnahme der Sonne als glutroter Feuerball. (Rechte: dpa)

Das Licht der Sonne braucht acht Minuten zur Erde

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Wir blicken also zurück in die (nahe) Vergangenheit. Dasselbe gilt für Sterne, nur dass hier die Distanzen ungleich größer sind. Einen Stern, wie Alpha Centauri, der vier Lichtjahre entfernt ist, sehen wir also so, wie er vor vier Jahren ausgesehen hat. Fremde Galaxien sind noch weiter weg: Das Licht des Andromeda-Nebels, unserer Nachbargalaxie, braucht 2,9 Millionen Jahre, um zu uns zu kommen. Fernere Galaxien liegen mehr als zehn Milliarden Lichtjahre entfernt. Ihr Licht, das unsere Teleskope erreicht, stammt aus einer Zeit, als es die Erde noch gar nicht gab.

Diese Entfernungen sind zudem nicht statisch, sie verändern sich permanent. Das Universum dehnt sich nämlich seit dem Urknall immer weiter in alle Richtungen aus. Das weiß man aus Analysen des Sternenlichts.

Siegfried Klaschka, Stand vom 22.02.2011

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Mond (Rechte: dpa)

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