• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Die Berliner Mauer

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Politik & Geschichte
  • DDR
  • Die Berliner Mauer

Die Berliner Mauer

Sie ist in die Geschichte eingegangen als Symbol des Kalten Krieges und der Teilung Deutschlands. Gebaut wurde die Berliner Mauer Anfang der 60er Jahre, um den Flüchtlingsstrom vom Osten in den Westen zu stoppen. Am 9. November 1989 fällt das meistgehasste Bauwerk Deutschlands. Die DDR steht kurz vor dem Aus, ist wirtschaftlich und politisch bankrott. Die Staatsgrenze wird geöffnet, die Vereinigung der beiden deutschen Staaten ist nach über 40 Jahren Trennung in Sicht.

Menschen stehen und sitzen auf der Berliner Mauer und schwenken eine Fahne der BRD.. (Rechte: dpa)

Die Mauer ist gefallen

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Die Berliner Mauer
9. November
Schicksalstag
Der Ausbau der Mauer
Mauerfluchten
Spurensuche
Mauern der Welt
Bildergalerien
Literatur & Co
Link-Tipps

Deutsch-deutsche Grenze

Seit 1952 hatte die Führung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) die sowjetische Besatzungszone zum Westen hin abgeriegelt. Die Grenzlinie hatte eine fünf Kilometer tiefe Sperrzone und reichte mit fast 1400 Kilometern von Bayern bis an die Ostsee. Die innerdeutsche Grenze teilte Siedlungen und Landschaften, zerschnitt Straßen und Eisenbahnlinien, sie prägte das Leben von Millionen Menschen. Für den Verkehr zwischen der Bundesrepublik und der DDR und Berlin waren nur noch sechs Eisenbahnübergänge und fünf Straßen- beziehungsweise Autobahnübergänge offen. In und um Berlin wurden 200 Straßen gesperrt, 77 blieben übrig, die Telefonverbindungen in den Westteil der Stadt wurden gekappt. Aus der unmittelbaren Nähe der Grenze wurden die Bewohner zwangsumgesiedelt. Trotzdem war Berlin immer noch Schlupfloch für waghalsige Flüchtlinge. Mit dem Bau der Mauer wurde es gestopft.

Zwei Volkspolizisten vor Stacheldraht, im Hintergrund verängstigt wartende Ostberliner, aufgenommen im August 1961 in der Bernauer Straße (Rechte: WDR)

August 1961 in der Bernauer Straße

Vergrößern

13. August 1961: Der Mauerbau beginnt

Noch im Juni 1961 erklärte Walter Ulbricht öffentlich: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!" Dabei dachte der Chef der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) längst daran, Ost-Berlin gegenüber dem Westen der Stadt abzuschotten. Die Zustimmung aus Moskau kam allerdings erst Anfang August. In der Nacht vom 12. zum 13. August versperrten Volkspolizei, Betriebskampfgruppen und Nationale Volksarmee (NVA) die durch Berlin verlaufende Sektorengrenze mit Stacheldrahtverhauen und Steinwällen. In den folgenden Tagen und Monaten entstanden zwischen Ost- und West-Berlin eine 46 Kilometer lange Mauer und schließlich um ganz West-Berlin befestigte Grenzanlagen auf einer Strecke von insgesamt gut 155 Kilometern. Die Bevölkerung konnte nun nicht mehr aus einem Teil der Stadt in den anderen.

Landkarte von Berlin und Umgebung, auf der West- und Ostberlin verschiedenfarbig dargestellt sind. Die Grenzen der Mauer um West-Berlin sind mit schwarz markiert. (Rechte: WDR)

Die Grenzen der Mauer

Vergrößern

Zögern im Westen, Jubel im Osten

Die Berliner waren fassungslos; die internationalen Reaktionen eher verhalten. Die Westmächte protestierten kaum, ihr freier Zugang nach West-Berlin war nicht gefährdet. Nur General Clay, als amerikanischer Sonderbotschafter in der Stadt, ließ Panzer auffahren. Er wollte wissen, ob man es nur noch mit dem Ulbrichtregime oder nach wie vor mit Moskau zu tun hat. Als auf der anderen Seite sowjetische Panzer heran rollten, war die Sache klar.

Die politische Führung der DDR feierte den Bau der Mauer - in der Sprache der SED-Propaganda "antifaschistischer Schutzwall" - als "Sieg des sozialistischen Lagers" über den westlichen Imperialismus. Im Wesentlichen ging es der DDR-Führung darum, den Flüchtlingsstrom zu stoppen, denn bis zum Mauerbau hatte die DDR jedes Jahr Hunderttausende ihrer Bürger an den Westen verloren.

Fünf Männer arbeiten am Bau der Mauer. Ein Uniformierter schreitet die Mauer prüfend ab. Rechts liegen einzelne Steinquader. Links ragt Stacheldraht ins Bild. (Rechte: dpa)

Die Mauer veränderte für Jahrzehnte das Bild Berlins

Vergrößern

Fluchtversuche und Todesschüsse

Die Betonmauern, Gräben, Laufanlagen für abgerichtete Wachhunde, Wachtürme und Schützenstellungen machten die "Staatsgrenze" fast unüberwindlich. Mindestens 235 Menschen kamen bei dem Versuch, in den Westen zu gelangen, ums Leben. Viele versuchten dennoch ihr Glück, nicht selten in spektakulären Mauerfluchten.

Dutzende Menschen sitzen und stehen auf der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor. Einige schwenken Deutschland-Fahnen. Durch den Nachthimmel fliegen Silvester-Raketen. (Rechte: dpa)

In der Silvesternacht 1989 wurde die Mauer zur großen Feier-Bühner

Vergrößern

9. November 1989: Öffnung der Mauer

Die erhoffte politische und wirtschaftliche Stabilität, die die DDR-Führung unter anderem mit der Abriegelung der Grenzen erreichen wollte, brach Ende der 80er Jahre zusammen. In Moskau war Michail Gorbatschow an die Macht gekommen und versuchte, Staat und Regierungsapparat zu modernisieren. Unter den Schlagworten "Glasnost" (zu deutsch "Offenheit", "Transparenz") und "Perestroika" (zu deutsch "Umbau", "Umgestaltung") reformierte er die Sowjetunion und damit den gesamten Warschauer Pakt. Die DDR-Führung verlor den Rückhalt der Sowjetunion. In allen großen Städten protestierten die Menschen für ihre Freiheit. Eine Fluchtwelle über Ungarn und die Tschecheslowakei spitzte die Lage zu. Am 18. Oktober 1989 setzte das SED-Zentralkomitee den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker ab. Dennoch kam die Grenzöffnung am Abend des 9. November 1989 für alle überraschend. Die Mauer fiel. Die "Wende" war nicht mehr aufzuhalten. An jenem Abend stürmten Tausende die Grenzübergänge und feierten das "Wunder von Berlin".

Heute sind die Spuren der Mauer aus der Landschaft und dem Berliner Stadtbild weithin verschwunden. Pflastersteine am Brandenburger Tor erinnern an ihren Verlauf. An manchen Stellen wurden Denkmäler errichtet und man kann verschiedene Gedenkstätten besuchen.

Natalie Muntermann, Stand vom 29.06.2010
Sendung: Mauern - Beschützt und ausgegrenzt, 29.06.2010

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema DDR (Rechte: Rechte: dpa)

DDR


  • Jugend in der DDR
  • 17. Juni 1953 - der Aufstand
  • 17. Juni 1953 in der Provinz
  • Zwei Staaten, eine Nation
  • Geteilte Stadt Berlin

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema Experiment Mauerfall (Rechte: WDR/SWR)

Mauerfall


  • Die 50er Jahre
  • Die 60er Jahre
  • Die 70er Jahre
  • Die 80er Jahre

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/ddr/die_berliner_mauer/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2010

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.