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Der militärische Widerstand

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20. Juli 1944 - Das Attentat
Militärischer Widerstand
Operation "Walküre"
Wissensfrage
Geschichte des deutschen Soldaten
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Literatur & Co

Schritt für Schritt war es Hitler Anfang der dreißiger Jahre gelungen, Organe und Institutionen des Deutschen Reiches zu unterwandern. Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Milizen und Polizei wurden zerschlagen oder gleichgeschaltet. Auch die Wehrmacht wurde bald jeder politischen Einflussnahme beraubt, Hitlers Expansions- und Vernichtungspolitik entgegenzutreten. In einem geschickten Machtspiel verstand es Hitler die Wehrmacht erst gegen die paramilitärischen Verbände der SA auszuspielen.

1938 machte Hitler schließlich sich selbst zum Oberbefehlshaber der Armee. An die Stelle des Reichskriegsministeriums setzte er das Oberkommando der Wehrmacht (OKW). Wilhelm Keitel wurde dem Namen nach zum Chef des OKW berufen. Doch das Amt diente in erster Linie zur militärischen Beratung Hitlers und hatte keine eigene Befehlsgewalt mehr. Durch geschickte Intrigen war es Hitler gelungen, die Repräsentanten der Wehrmachtspitze zu entmachten, zu willigen Befehlsempfängern des Nazi-Regimes zu degradieren und Kritiker des Regimes auszuschalten.

Adolf Hitler bei einer Lagebesprechung im Hauptquartier der Heeresgruppe Süd an der Ostfront 1942. Er zeigt den um ihn herum stehenden Befehlshabern etwas auf einer Karte. (Rechte: AKG)

Adolf Hitler bei einer Lagebesprechung an der Ostfront 1942

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Das Attentat vom 20. Juli 1944

Dennoch gab es einen Kern weniger Offiziere, die immer wieder versuchten, den Diktator aufzuhalten. Mehrfach hatte es Anschläge auf Hitler gegeben, doch ungünstige Umstände oder der pure Zufall machten den Attentätern immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Das berühmteste Attentat des militärischen Widerstands jedoch war der 20. Juli 1944. Angewidert durch die Gräuel des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges und Hitlers katastrophaler Niederlage bei Stalingrad entschloss sich der Kreis der opponierenden Offiziere um den Chef der Heeresgruppe Mitte, Henning von Tresckow, Hitler endgültig zu beseitigen. Zu ihnen gehört General Friedrich Olbricht.

Olbricht, Chef des Allgemeinen Heeresamtes im Oberkommando des Heeresamtes im Bendlerblock, schleuste unermüdlich Hitlergegner ein und verschaffte ihnen entscheidende Schlüsselpositionen. Olbricht gelang es Albrecht Mertz von Quirnheim und Claus Schenk Graf von Stauffenberg für das Attentat auf Hitler zu gewinnen. Stauffenberg, Stabschef des Allgemeinen Heeresamts hatte Zugang zu den Lagebesprechungen im Führerbunker und übernahm daraufhin die Durchführung des Attentats.

Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 01.06.2009

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